Berlin

Antisemitismusbeauftragter der Bundesregierung beklagt israelfeindliche Stimmung an deutschen Hochschulen

Die Demonstranten hatten sich zu einem Sitzprotest verabredet Foto: picture alliance / Anadolu

Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, hat eine israelfeindliche Stimmung an deutschen Universitäten und Hochschulen beklagt. »Ich beobachte mit großer Sorge an den deutschen Hochschulen eine aggressive anti-israelische Stimmung, die auch antisemitisch motiviert ist«, sagte er der Düsseldorfer »Rheinischen Post«.

»Wir haben zwar nicht die Dimensionen erreicht, die in den USA zu beklagen sind. Aber eine antisemitische Grundhaltung ist leider weit verbreitet und kann sehr schnell zu einer Eskalation führen.«

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Er höre immer wieder von »völlig inakzeptablen Fällen«, bei denen jüdische Studierende für das verantwortlich gemacht würden, was die israelische Armee im Verteidigungskrieg mit den radikalislamistischen Hamas-Terroristen tue.

»Sie werden in Kollektivhaft genommen und etwa nur dann in Hörsäle oder Seminarräume gelassen, wenn sie das militärische Vorgehen verurteilen. Viele trauen sich dadurch nicht mehr an die Uni oder zeigen ihre jüdische Identität nicht mehr so offen«, sagte Klein.

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Im Februar hatte ein antisemitischer Übergriff in Berlin Schlagzeilen gemacht. Ein Kommilitone hatte einen jüdischen Studenten auf offener Straße angegriffen. Der Student der FU Berlin war mit schweren Gesichtsverletzungen im Krankenhaus behandelt worden.

Der Angriff hatte eine Debatte über Antisemitismus an Hochschulen ausgelöst, der sich seit dem Angriff der islamistischen Terrororganisation Hamas auf Israel am 7. Oktober verstärkt zeigt. epd

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