Frankfurt am Main

Antisemitische Schmierereien am Hochbunker

An dem Platz, wo heute der Hochbunker steht, stand die ehemals größte Frankfurter Synagoge, bis sie am 9. November 1938 von den Nazis zerstört wurde. Foto: picture alliance / dpa

Der Frankfurter Hochbunker ist mit antisemitischen und pro-palästinensischen Parolen beschmiert worden. Die jüdische Gemeinde der Stadt nannte am Mittwoch den Vandalismus an einem Gedenkort für die Opfer der Schoa feige und infam.

»Israel sagen, aber Juden meinen ist die neue Art des grassierenden Judenhasses, der sich immer weiter auf unseren Straßen Bahn bricht«, heißt es in einer Mitteilung der Gemeinde. Sie äußerte die Hoffnung, dass die Täter gefunden und bestraft werden.

Die Polizei bestätigte auf Anfrage, dass Anzeige erstattet worden sei. Nach ersten Erkenntnissen seien die Schmierereien zwischen Montagabend und Mittwochfrüh angebracht worden.

An dem Platz, wo heute der Hochbunker steht, stand bis zur Zerstörung am 9. November 1938 die ehemals größte Frankfurter Synagoge. Seit einigen Jahren erinnert in dem Bunker eine Ausstellung an die Frankfurter Juden. kna

Meinung

Orden für den Botschafter: Wie Leo XIV. Irans Regime aufwertet

Mit seinem Orden für den iranischen Botschafter beim Heiligen Stuhl verpasst der Papst den Menschen im Iran symbolisch einen Tritt in die Magengrube

von Michael Thaidigsmann  13.05.2026

Meinung

Linke Luftnummer

Der Fünf-Punkte-Plan gegen Antisemitismus der Berliner Linken ist heuchlerisch. Die Partei ist derzeit nämlich nicht Teil der Lösung, sondern Teil des Problems

von Ralf Balke  13.05.2026

TikTok

Antisemitismus per Algorithmus

Antisemitische Inhalte auf der Social-Media-Plattform treten häufig codiert auf. Reichweitenstarke Beiträge sind oft uneindeutig und werden erst im Kontext als antisemitisch erkannt

 13.05.2026

Meinung

Was Sachsen-Anhalt im Herbst droht

Nach den aktuellen Umfragen ist eine Alleinregierung für die AfD zum Greifen nah. Was das allein für die Erinnerungspolitik bedeuten würde, konnte man zuletzt an der Reaktion der Landespartei auf den 8. Mai beobachten

von Mascha Malburg  13.05.2026

Berlin

Ulf Poschardt gibt Herausgeber-Position bei »Welt« auf

Vom Herausgeber zum Autor: Der Journalist Ulf Poschardt wechselt seine Position beim Medien-Unternehmen Axel Springer

 13.05.2026

Kommentar

Warum Dieter Nuhr den Leo-Baeck-Preis gerade jetzt verdient hat

Dass der Zentralrat der Juden den Kabarettisten ehrt, sendet ein wichtiges Signal weit über die jüdische Gemeinschaft hinaus

von Ahmad Mansour  13.05.2026

London

Sie »fischten« mit Geld nach Juden: Zwei Männer verurteilt

»Fishing for Jews« mit einer Angel, an der ein Geldschein hängt: Im Stadtteil Stamford Hill, in dem viele Charedim wohnen, werden die Verdächtigen von den Shomrim gestellt und später festgenommen

 13.05.2026

Teheran

Weitere Hinrichtung im Iran nach Spionagevorwürfen

Die iranische Justiz hat in den vergangenen Wochen viele Männer exekutieren lassen. Nun wird wieder ein Todesurteil vollstreckt

 13.05.2026

Bern

Mengele-Akten endlich öffentlich

Der Schweizer Nachrichtendienst blockierte den Zugang zu diesen Unterlagen jahrzehntelang. Nun wird diese Sperre aufgehoben

von Nicole Dreyfus  13.05.2026