Frankfurt am Main

Antisemitische Schmierereien am Hochbunker

An dem Platz, wo heute der Hochbunker steht, stand die ehemals größte Frankfurter Synagoge, bis sie am 9. November 1938 von den Nazis zerstört wurde. Foto: picture alliance / dpa

Der Frankfurter Hochbunker ist mit antisemitischen und pro-palästinensischen Parolen beschmiert worden. Die jüdische Gemeinde der Stadt nannte am Mittwoch den Vandalismus an einem Gedenkort für die Opfer der Schoa feige und infam.

»Israel sagen, aber Juden meinen ist die neue Art des grassierenden Judenhasses, der sich immer weiter auf unseren Straßen Bahn bricht«, heißt es in einer Mitteilung der Gemeinde. Sie äußerte die Hoffnung, dass die Täter gefunden und bestraft werden.

Die Polizei bestätigte auf Anfrage, dass Anzeige erstattet worden sei. Nach ersten Erkenntnissen seien die Schmierereien zwischen Montagabend und Mittwochfrüh angebracht worden.

An dem Platz, wo heute der Hochbunker steht, stand bis zur Zerstörung am 9. November 1938 die ehemals größte Frankfurter Synagoge. Seit einigen Jahren erinnert in dem Bunker eine Ausstellung an die Frankfurter Juden. kna

Verhandlungen

Iran pocht auf Freigabe eingefrorener Auslandsvermögen

Die Debatte um blockierte Auslandsvermögen des Iran dominiert zunehmend die Gespräche über ein Abkommen mit den USA. Denn die iranische Wirtschaft steckt in der Krise

 31.05.2026

Kommentar

Tote Juden stören nicht

Unsere Erinnerungskultur liebt Stolpersteine, aber stolpert nicht über den Antisemitismus vor der eigenen Haustür. Wie der Kampf gegen Judenhass am Nekrosemitismus scheitert

von Nelly Eliasberg  31.05.2026

Teheran

Irans Machtapparat: Die wichtigsten Köpfe im Überblick

US-Präsident Donald Trump sprach im Zuge des Iran-Kriegs von »neuen und vernünftigeren« Kräften in Teheran. Dafür erntete er Spott. Doch wer sind die neuen (und alten) Entscheider?

von Arne Bänsch  31.05.2026

Washington

Trump ohne Entscheidung – Iran pocht auf eigene Interessen

Ein Durchbruch bei den zähen Verhandlungen zum Iran-Krieg lässt weiter auf sich warten. Teheran widerspricht Trump in drei Punkten

 31.05.2026

Brüssel

Überwachungsbehörde nimmt Europapartei der AfD ins Visier

Verstößt die Europapartei, zu der auch die »Alternative« gehört, gegen Grundwerte der EU? Die zuständige Behörde sieht Hinweise auf problematisches Vorgehen in Mitgliedsparteien. Kommt ein Verfahren?

von Valeria Nickel  29.05.2026

Beirut

Entwaffnung der Hisbollah - ein unmögliches Unterfangen?

Seit mehr als zwei Jahren attackiert die Hisbollah Israel. Die Regierung in Jerusalem will eine Entwaffnung der Terrororganisation. Doch geht das?

 29.05.2026

Hintergrund

Israel über Guterres: »Sind mit diesem Generalsekretär fertig«

Die Beziehungen zwischen Israel und dem bald aus dem Amt scheidenden UN-Generalsekretär António Guterres sind auf einem neuerlichen Tiefpunkt. Dabei hatte alles ganz anders begonnen

von Michael Thaidigsmann  29.05.2026

Kiel

Mehr als 400 antisemitische Vorfälle im Norden gemeldet

»Die massiven Konsequenzen (...) sind Ausdruck eines wachsend gesamtgesellschaftlich antisemitischen Grundrauschens, das wir seit 2023 beobachten müssen«, so die Dokumentationsstelle Antisemitismus

 29.05.2026

New York

Streit um Bericht zu sexueller Gewalt: WJC kritisiert UN scharf

Narrative, die Israel pauschal delegitimierten, seien problematisch, so der Jüdische Weltkongress. Die ursprünglichen Gründungsideale der Vereinten Nationen müssten wieder in den Mittelpunkt rücken

 29.05.2026