Meinung

Ankara auf Abwegen

Bilkay Öney warnt die Türkei, sich nicht selbst zu schaden. Foto: wiki

Meinung

Ankara auf Abwegen

Die Türkei geht auf Konfrontationskurs zu Israel. Damit schadet sie auch sich selbst

von Bilkay Öney  02.11.2010 13:01 Uhr

Wenn es stimmt, was israelische Medien berichten, dann ist es um die Beziehungen zwischen Ankara und Jerusalem schlecht bestellt: Der Sicherheitsrat der Türkei soll Israel auf die Liste derjenigen Länder gesetzt haben, die eine Bedrohung für das Land am Bosporus darstellen. Das nennt man ein zerrüttetes Verhältnis. Ein Verhältnis, das bis vor Kurzem noch ein gutes war – bis Premier Erdogan sich als »Führer« der muslimischen Welt ins Gespräch brachte. Niemals wird die arabische Welt einen Türken als Anführer der Muslime akzeptieren und ein laizistisch-kemalistisch geführtes Militär auf die Partnerschaft mit dem jüdischen Staat verzichten. Diesen Umstand scheint Erdogan beim Ritt auf der Erfolgswelle zu vergessen. Dennoch setzt er auf anti-israelische Ressentiments. 2011 sind Wahlen in der Türkei. Die Regierungspartei AKP muss sich dann am Umgang mit dem Terror der PKK und der Kurdenfrage messen lassen. Erdogan sollte sich auf diese Herausforderungen konzentrieren, anstatt Feindbilder im Ausland zu suchen.

Die Autorin ist Mitglied der SPD-Fraktion des Berliner Abgeordnetenhauses.

Terror

Berlin am Tag zwei nach dem CSD-Anschlag

Nach dem CSD-Anschlag: Kanzler Merz kündigt Konsequenzen an, Herkunft des Todesopfers bekannt, verletzten Opfern geht es besser

 27.07.2026

Berlin

Neuköllns Integrationsbeauftragte: Härter gegen Islamismus vorgehen

Nach dem mutmaßlich islamistisch motivierten Anschlag am Rande des CSD in Berlin erklärt Güner Yasemin Balci, dass es in ihrem Bezirk sowohl mit Homophobie als auch mit Islamismus ein massives Problem gebe

 27.07.2026

New York

Angehörige von Opfern des 11. September wollen Mamdani von Gedenkfeier ausschließen

Die Betroffenen werfen dem Politiker vor, sich in der Vergangenheit nicht ausreichend von Terrorismus distanziert zu haben

 27.07.2026

Teheran

Chamenei bekräftigt Unterstützung für Hisbollah

Es gebe »keinen anderen Weg als Dschihad und Widerstand« gegen Israel, sagt der Oberste Führer

 27.07.2026

Toronto

Schüsse auf jüdische Bäckerei – Polizei ermittelt wegen möglicher Hasskriminalität

Innerhalb von 20 Minuten werden in der kanadischen Metropole zwei Anschläge auf die Bäckereikette Kiva’s Bagel verübt

 27.07.2026

Jerusalem

Netanjahu wirft Mamdani Hetze gegen Juden vor

Die Äußerungen des New Yorker Bürgermeisters über Israel schürten Hass, spalteten die Stadt spalten und trügen dazu bei, dass sich viele jüdische Einwohner nicht mehr sicher fühlten

 27.07.2026

Berlin

Felix Klein: »Brandmauer muss aufrechterhalten werden«

Der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung wendet sich gegen eine Öffnung der CDU zur AfD. Zur Begründung nennt er das AfD-Wahlprogramm in Sachsen-Anhalt

 27.07.2026

Seattle

Drei Tote und mehrere Verletzte bei Schießerei auf Foodfestival

Unter den Verletzten ist ein zweijähriges Kind. Bürgermeisterin Katie Wilson: »Betroffene Familien erleben den schlimmsten Moment ihres Lebens.«

 27.07.2026

Nahost

USA setzen Angriffe auf Iran vorerst aus – Raum für neue Verhandlungen

Der amerikanische UN-Botschafter Mike Waltz sagt, Washington schließe eine erneute militärische Eskalation keineswegs aus

 27.07.2026