Politisch motivierte Kriminalität

Angriffe nehmen dramatisch zu

Polizeischutz vor der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf Foto: imago

Religionsgemeinschaften, vor allem ihre Repräsentanten, sind 2020 deutlich häufiger als früher zum Ziel extremistischer Angriffe geworden. Wie aus der am Dienstag in Berlin vorgestellten Statistik politisch motivierter Kriminalität des Bundeskriminalamts (BKA) hervorgeht, zählten die Behörden im vergangenen Jahr fast 3000 (genau 2985) Angriffe gegen Religionsgemeinschaften.

Das war ein Anstieg um 39 Prozent. Fast vervierfacht haben sich der Statistik zufolge Angriffe auf religiöse Repräsentanten - von 559 im Jahr 2019 auf 2217 im vergangenen Jahr.

70 Prozent dieser Angriffe richteten den sich den Angaben zufolge gegen Vertreter jüdischer Gemeinschaften, rund ein Viertel gegen Repräsentanten muslimischer Religionsgemeinschaften. 90 Prozent der Straftaten seien rechtsextrem motiviert gewesen. Gegen religiöse Repräsentanten gab es der Statistik zufolge 87 Gewalttaten, davon 81 Körperverletzungen.

Die Angriffe gegen Religionsgemeinschaften werden als Sonderaspekt in der Kategorie »Hasskriminalität« in der Statistik aufgeführt. BKA-Präsident Holger Münch sagte, in diesem Gesamtkontext sei dieser Anstieg zu sehen. Die Zahl der sogenannten Hassstraftaten ist 2020 insgesamt um 19,3 Prozent auf 10.240 gestiegen. epd

Berlin

»Völkerrechtlich verbrieftes Recht auf Selbstverteidigung«

Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock äußert sich zu Raketenangriffen gegen Israel

 12.05.2021

CSU im Bundestag

Harte Strafen für Anzünden von Israel-Flaggen gefordert

Stefan Müller: Antisemitischer Hass, den der Rechtsstaat mit Härte beantworten muss

 12.05.2021

Interview

»Er ist äußerst lernfähig«

Abraham de Wolf über den Bundesparteitag der SPD, die Wahl des Kanzlerkandidaten Olaf Scholz und dessen Chancen

von Detlef David Kauschke  12.05.2021

Berlin

Felix Klein erwartet Zunahme antisemitischer Straftaten

Der Antisemitismusbeauftragte spricht sich dafür aus, den Schutz jüdischer Einrichtungen aktuell zu verstärken

 12.05.2021

Berlin

Bundesregierung verurteilt Raketenangriffe scharf

Regierungssprecher Seibert: Israel hat das Recht, sich im Rahmen der Selbstverteidigung zu wehren

 12.05.2021

Berlin

CDU-Mitglied verlässt Landesvorstand nach umstrittenem Israel-Post

Landesverband: »Wir stehen fest an der Seite der Menschen in Jerusalem und verurteil die terroristischen Raketen-Angriffe der Hamas«

 12.05.2021

Deutschland

Politiker verurteilen Angriffe auf Synagogen

Steinmeier kondolierte Rivlin zum Tod israelischer Staatsbürger durch den massiven Raketenbeschuss

 12.05.2021 Aktualisiert

Bundeskabinett

Maßnahmenpaket gegen Rechtsextremismus beschlossen

Neue Strafvorschrift soll vor verletzender Beleidigung schützen – Eckpunkte für Wehrhafte-Demokratie-Gesetz umrissen

 12.05.2021

Terror gegen Israel

Zentralrat der Juden erwartet Solidarität mit jüdischem Staat

Josef Schuster: Angesichts der Bedrohung auch in Deutschland muss der Schutz jüdischer Einrichtungen erhöht werden

 12.05.2021