Gedenkstätte Bergen-Belsen

»52.000 Tote, jeder mit einem Namen und einem Leben voller Hoffnungen«

Grabstein in der KZ-Gedenkstätte Bergen-Belsen zum Gedenken an Anne Frank und ihre Schwester (Archivfoto) Foto: Getty Images

Das Land Niedersachsen, Überlebende, jüdische Gemeinden und die Gedenkstätte Bergen-Belsen haben am Sonntag an die Befreiung des ehemaligen Kriegsgefangenen- und Konzentrationslagers bei Celle vor 79 Jahren erinnert. »An diesem bedrückenden Ort gedenken wir all derer, die hier nicht nur ihr Leben verloren, sondern auch gedemütigt, entrechtet und entmenschlicht wurden - es ist wichtig, dass wir ihrer gemeinsam erinnern«, sagte die Präsidentin des Niedersächsischen Landtages, Hanna Naber (SPD), laut Redemanuskript.

»Von den 120.000, die hier gefangen gehalten wurden, haben mindestens 52.000 den Tod gefunden. Hinter jeder dieser Zahlen verbirgt sich eine persönliche Geschichte, ein Name, ein Leben voller Hoffnungen und Träume, das brutal ausgelöscht wurde«, betonte Naber.

Bereits am Freitag hatte Niedersachsens Kultusministerin Julia Willie Hamburg (Grüne) die Bedeutung einer fortdauernden Erinnerungskultur hervorgehoben. Bergen-Belsen zeige, in welchen Abgrund menschenfeindliche Ressentiments führen können, sagte Hamburg, die ebenfalls an der Gedenkveranstaltung teilnahm.

In Bergen-Belsen starben mehr als 52.000 KZ-Häftlinge und rund 20.000 Kriegsgefangene, unter ihnen das jüdische Mädchen Anne Frank, deren Tagebuch weltbekannt wurde. Britische Truppen befreiten das Lager am 15. April 1945.

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