Tunesien

»Wonder Woman« auf dem Index

Gal Gadot als Wonder Woman Foto: dpa

Ein tunesisches Gericht hat den Hollywood-Film Wonder Woman vorläufig verboten, weil die Hauptdarstellerin Gal Gadot Militärdienst in der israelischen Armee geleistet hat. Zuvor hatte bereits der Libanon einen Bann über den Spielfilm verhängt, der an diesem Donnerstag auch in die deutschen Kinos kommt.

Der Gerichtsentscheid in Tunesien in der vergangenen Woche beruhte auf einem Antrag der säkularen Volksbewegungspartei. Sie bezeichnete Gal Gadot als »Partnerin der jüngsten israelischen Aggressionen im Gazastreifen«. Eine endgültige Entscheidung steht noch aus. Auch Jordanien erwägt Medienberichten zufolge, Vorführungen von Wonder Woman zu untersagen. Das Kino Palestine Towers Cinema in Ramallah im Westjordanland will den Film ebenfalls nicht in sein Programm aufnehmen.

Kampftraining In dem Film Wonder Woman spielt die 32-jährige Israelin Gal Gadot die Hauptrolle – eine Halbgöttin von der mystischen Insel Themyscira und Amazone, die durch Comics bekannt wurde. In männlichen Rollen treten die Schauspieler Robyn Wright, Chris Pine und Danny Huston auf.

Während ihres Militärdienstes unterrichtete die heute 32-jährige Gal Gadot andere Soldaten in Kampftraining. Im Sommer 2014 hatte sie auf Facebook den Einsatz der israelischen Armee im Gazastreifen unterstützt. ag

Lesen Sie mehr über den Film in der kommenden Printausgabe der Jüdischen Allgemeinen.

Berlin

Weimer: »Auf gutem Weg« zu zukunftsfester Berlinale

Die US-Amerikanerin Tricia Tuttle will Leiterin des Filmfestivals bleiben. Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien reagiert knapp

 03.03.2026

Berlin

Tuttle: Will »in vollem Vertrauen« Berlinale-Chefin bleiben

Nach politischen Kontroversen wird lebhaft über die Zukunft der Berlinale diskutiert - und die ihrer Chefin. Im Interview erklärt Tricia Tuttle, wieso sie im Amt bleiben will

von Sabrina Szameitat  03.03.2026

Potsdam

Zentrum für jüdischen Film wird eröffnet

An der Filmuniversität Babelsberg soll Lea Wohl von Haselberg ein neues Zentrum für jüdischen Film und audiovisuelles Erinnern leiten

 03.03.2026

Doppel-Interview zu Holocaust-Forschung

»Wir streiten uns nicht über die Fakten«

Seit Wochen tobt im Feuilleton ein Streit über den Stellenwert der Kollaboration in den von Nazi-Deutschland besetzten Ländern. Erstmals diskutieren die Hauptprotagonisten, die Schoa-Historiker Jan Grabowski und Stephan Lehnstaedt, direkt miteinander

von Ayala Goldmann, Michael Thaidigsmann  03.03.2026

Berlin

Wirbel um Berlinale-Chefin: Tricia Tuttle hält an Amt fest

Wie geht es weiter bei der Berlinale? Es wurde lebhaft über die Zukunft des Filmfestivals und die Intendantin diskutiert. Nun äußert sie sich erstmals selbst dazu

 03.03.2026

Glosse

Der Rest der Welt

Purim-Stress? Absolut zu empfehlen!

von Nicole Dreyfus  02.03.2026

Aufgegabelt

Schoko-Hamantaschen mit Sauerkirschfüllung

Rezept der Woche

von Katrin Richter  02.03.2026

Elvis Presley

Der King of Rock ’n’ Roll trug einen Davidstern

Hollywoodregisseur Baz Luhrmann setzt dem Star ein episches Denkmal

von Stephen Tree  02.03.2026

Kino

Zartes Flüstern im Dazwischen

In seinem Episodenfilm erzählt Jim Jarmusch von eingeschliffenen Verhaltensmustern. Mayim Bialik überzeugt mit zurückhaltendem Spiel

von Jens Balkenborg  02.03.2026