USA

Trauer um »Danny Tanner«

Es war seine bekannteste Rolle: Von 1987 bis 1995 spielte Bob Saget in der beliebten US-Serie Full House den Danny Tanner. Als verwitweter Vater von drei Töchtern hatte Tanner einen turbulenten Alltag zu bewältigen. Von 2016 bis 2020 lief der Reboot Fuller House, in dem Tanner eine Nebenfigur war.

Bekannt war Saget auch durch seine Rolle als Erzähler der Rahmenhandlung im amerikanischen Original der beliebten Comedyserie How I Met Your Mother (2005 bis 2014). Neben zahlreichen weiteren Rollen als Schauspieler führte Saget auch Regie und trat als Stand-Up-Comedian auf.

PURIM Anders als sein bekanntestes Alter Ego Danny Tanner war Saget Jude. Sein Vater Benjamin war leitender Angestellter einer Supermarktkette, seine Mutter Rosalyn war in der Verwaltung eines Krankenhauses tätig. 1956 in Philadelphia geboren, wuchs er in Los Angeles auf, kehrte nach Philadelphia zurück und studierte dort und später an der University of Southern California Film.

Schauspielerkollege Richard Lewis twitterte, Saget sei im oft rücksichtslosen Filmgeschäft eine geradezu historische Figur gewesen.

Wie die Times of Israel berichtete, war Saget vergangenes Jahr Teil einer Gruppe jüdischer Comedians, die für die jüdische Wohltätigkeitsorganisation Met Council in New York City ein Online-Purim-Spiel inszenierte.

Saget war von 1982 bis zur Scheidung 1997 mit Sherri Kramer verheiratet und hatte mit ihr drei Töchter, Aubrey, Lara und Jennifer. Seit 2018 war er mit Kelly Rizzo verheiratet.

TOUR Am Sonntag wurde Bob Saget tot in einem Hotelzimmer in Orlando im Staat Florida aufgefunden. Er befand sich mitten in einer Tour mit einem neuen Stand-Up-Programm. In einem Instragam-Post hatte er sich noch erfreut über seinen Auftritt am vorherigen Abend in Jacksonville geäußert. Das Publikum sei »wirklich nett« gewesen, es habe eine Menge positive Energie gegeben.

Die Todesursache ist noch nicht bekannt, das zuständige Sherriff Department in Orange County teilte aber mit, es gebe keine Anzeichen für Fremdverschulden oder Drogeneinfluss. Saget wurde 65 Jahre alt.

Der Comedian Jon Stewart schrieb am Sonntag in einem Tweet, Saget sei »einfach der Lustigste und Netteste« gewesen. Candace Cameron Bure, die in Full House Sagets Tochter gespielt hatte, sagte, ihre fehlten die Worte. »Bob war einer der besten Menschen, die ich in meinem Leben gekannt habe. Ich habe ihn so sehr geliebt«, erklärte sie.

Schauspielerkollege Richard Lewis twitterte, Saget sei im oft rücksichtslosen Filmgeschäft eine geradezu historische Figur gewesen. »Er war nicht nur urkomisch, sondern - viel wichtiger -, einer der nettesten Menschen, die ich in meiner ganzen Laufbahn getroffen habe.« John Stamos, Co-Star aus Full House, sagte, er sei »zerbrochen« und »am Boden zerstört« von der Nachricht über Sagets Tod. ja

Welttournee

Ein Jahr nach seinem Tod: Lalo Schifrins letztes Werk geht auf Welttournee

In Erfüllung von Schifrins letztem Wunsch bringt der Komponist und Pianist Rod Schejtman eine Welttournee auf den Weg. Auch im deutschsprachigen Raum soll die Sinfonie »Long Live Freedom« live erklingen

 25.06.2026

Zwickau

Ausstellung zu jüdischen Lebensgeschichten

Im Jahr 2022 ist in Zwickau eine alte Torarolle wiederentdeckt worden. Die Schrift der früheren jüdischen Ortsgemeinde bildet nun das Herzstück einer Ausstellung

 24.06.2026

Programm

Erinnerung, Entwurzelung, Erläuterung: Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 25. Juni bis zum 2. Juli

 24.06.2026

Abschied

Musiker betrauern Clive Davis

Von Barbra Streisand über Carole King bis hin zu Billy Joel und von Earth, Wind & Fire bis Santana: Alle verabschieden sich von dem legendären Produzenten in Trauer und Dankbarkeit

von Imanuel Marcus  24.06.2026

Länger leben

Forscher drehen die biologische Uhr zurück

Israelischen Wissenschaftlern gelingt es, Alterungsprozesse in Lebern alter Mäuse umzukehren. Der Traum von der Verjüngung erscheint damit zumindest auf molekularer Ebene denkbar

von Sabine Brandes  23.06.2026

Social Media

Von Saftpäckchen und Zahlencodes

Auf der Online-Plattform TikTok versteckt sich Judenhass häufig hinter Zahlencodes, Emojis und Hashtags. Eine neue Studie untersucht die Besonderheiten des digitalen Antisemitismus

von Leon Stork  23.06.2026

Los Angeles/New York

Hitler-, Grusel- und Helden-Parodien: Mel Brooks wird 100

Nur wenige haben einen Oscar, Emmy, Tony und Grammy gewonnen. Das jüdische Multitalent Mel Brooks zählt dazu. Jetzt wird der Komiker und Regisseur 100 - und zeigt, dass er noch immer Menschen zum Lachen bringt

von Barbara Munker  23.06.2026

Kommentar

Wer kann das noch ernst nehmen?

Immer mehr zeigt sich: Anmoderation und Exekution von Unwahrheiten und falschen Fakten vor einem Millionenpublikum sind kein ärgerlicher Ausrutscher, sondern gezielte Agitation

von Daniel Killy  23.06.2026

Essay

Fallstricke des Wokeismus

Gegenerzählungen zur westlichen Kolonialgeschichte bilden ein berechtigtes Korrektiv, aber was über Israel verbreitet wird, bedarf grundlegender Korrekturen

von Richard Blättel  22.06.2026