Nachruf

Towje Kleiner ist tot

Towje Kleiner 1948 – 2012 Foto: cinetext

Nachruf

Towje Kleiner ist tot

Der Fernseh-Schauspieler starb 63-jährig

 10.01.2012 11:51 Uhr

Schwarzer Schnauzbart, melancholischer Blick, zappelige Gestik: Das waren Towje Kleiners Markenzeichen. Als neurotischer Schriftsteller Maximilian Glanz in Helmut Dietls TV-Kultserie Der ganz normale Wahnsinn Ende der 70er-Jahre, später als singender Taxifahrer Achmed alias Zapata in den Münchnener Geschichten, ebenfalls unter der Regie von Dietl, und in den 90ern als Schiffskoch Odessi in den Pumuckl-Filmen schrieb er deutsche TV-Geschichte.

1948 im DP-Lager Föhrenwald bei München als Sohn osteuropäischer Schoa-Überlebender geboren, verbrachte Towje Kleiner seine Kindheit und Jugend in Schweden, Kanada, England, Argentinien, Deutschland und Israel. Dort gab er 1969 sein Bühnendebüt im Jiddischen Theater Tel Aviv. In der Nacht zum Montag ist der Schauspieler überraschend gestorben. Er wurde 63 Jahre alt. mjw

Einen ausführlichen Nachruf lesen Sie in unserer Ausgabe vom 12. Januar

Meinung

Die Juden waren’s!

Claudia Roth und die jüdische Lobby: Eine kleine Chronik der Unschuld

von Andreas Büttner  06.11.2026

Nachruf

Eine Welt voller Wärme

Die jüdische Kinderbuchautorin Myriam Halberstam nimmt Abschied von Janosch, dem Vater von Tiger, Bär und Tigerente

von Myriam Halberstam  06.11.2026

Fernsehen

Biedere Bürgerlichkeit und organisierter Massenmord

Das ZDF zeigt den Oscar-prämierten Spielfilm »The Zone of Interest« über den KZ-Kommandanten Rudolf Höß, der mit seiner Familie unmittelbar neben dem Vernichtungslager Auschwitz lebte

von Josef Lederle  06.11.2026

New York

Nach Paul Simon wird auch Art Garfunkel 85

Mit Songs wie »The Sound of Silence« wurden Simon & Garfunkel weltberühmt – aber auch die Streits der beiden Schulfreunde aus New York sind legendär. Jetzt steht der nächste große Geburtstag an

von Christina Horsten  06.11.2026

TV-Tipp

Viele Jahre bis zum großen »Hallelujah«: Arte zeigt Porträt von Leonard Cohen zum zehnten Todestag

Es ist wohl das bekannteste Lied des kanadischen Sängers Leonard Cohen. Und so steht »Hallelujah« auch im Zentrum eines so unterhaltsamen wie inspirierenden Porträts über den legendären Sänger

von Jan Lehr  06.11.2026

Hintergrund

Claudia Roth und der »unfassbare Druck vom Zentralrat«

Die Ex-Kulturstaatsministerin bezeichnet es als »totalen Fehler«, auf der Berlinale Regisseure wegen ihrer israelfeindlichen Aussagen kritisiert zu haben und sucht dafür die Schuld beim Zentralrat der Juden

von Michael Thaidigsmann  05.11.2026

Interview

»Ich bin von Natur aus kein glücklicher Mensch«

Die Schriftstellerin Nele Pollatschek verrät im Gespräch zu ihrem neuen Buch, wie sie gelernt hat, das Leben bewusster und positiver wahrzunehmen – ohne die Augen vor dem Leid der Welt zu verschließen

von Katrin Richter  05.11.2026

Kulturkolumnne

Bis 120 oder Wie wir doch noch zu Muskeljuden werden

In der heutigen Zeit ziehen körperliche Optimierungstrends nicht spurlos an uns vorbei. Sollen wir uns davon beherrschen lassen?

von Laura Cazés  05.11.2026

Kino

Im Angesicht der Schmerzen, der Angst und Scham

»Block 10« beleuchtet die medizinischen Experimente an Frauen in Auschwitz – und versteht sich auch als eine Antwort auf die Gegenwart

von Chris Schinke  05.11.2026