Programm

Schostakowitsch, Punk und Nathan in der Schwebebahn: Tipps und Termine

»So long, Marianne – Eine Leonard-Cohen-Serie: Liebesbeweis«: Sonntag, 12. Juli, 1.15 Uhr NDR TV Foto: Bild: NDR/Nikos Nikolopoulos

Ansbach
Vortrag »Tag der Solidarität mit Juden und Israel – Offene Synagoge«: Gesprächsangebote zum Thema des Tages von Pfarrer Johannes Wachowski
Fr 10. Juli, 14 Uhr, Synagoge, Rosenbadstraße 3

Bremen
Buchvorstellung »Tobias Johann: Jüdische Identitäten und Antisemitismus im Punk«. Der Antisemitismus wächst rasant. Bemerkenswert ist die Zunahme judenfeindlicher Vorfälle in alternativen und sich progressiv gebenden Milieus, die sich in ihrer Selbstwahrnehmung oftmals immun gegenüber solchen Tendenzen wähnen. Wie erleben jüdische Punks die Entwicklungen seit dem 7. Oktober? Was macht Subkulturen wie Punk auch für Juden und Jüdinnen noch immer attraktiv?
Fr 10. Juli, 19 Uhr, Infoladen, St. Pauli-Straße 12

Greifswald
Vortrag und Gespräch: »Israel im Krieg. Bericht eines Augenzeugen«. Die Raketenangriffe aus dem Libanon und Iran, die anhaltende Mobilisierung von Reservisten und die Kampfhandlungen der israelischen Streitkräfte haben das zivile Leben in Israel massiv verändert. Der israelische Philosoph Erez Majerantz berichtet über dieses Erleben und die Auswirkungen des Krieges auf die Menschen und das kulturelle Leben in Israel.
Mo 13. Juli, 19 Uhr, Koeppenhaus, Bahnhofstraße 4-5

Trier
»Dynamiken der Religionsgeschichte – Juden, Christen und Muslime zwischen Antike und Neuzeit«. Ein Vortrag von Dorothea Weltecke. Oft erscheinen die monotheistischen Religionen vor allem als Ursache von Intoleranz und Gewalt. Doch war die Duldung anderer religiöser Gruppen in den christlichen und islamischen Herrschaftsgebieten Eurasiens für viele mittelalterliche Jahrhunderte üblich.
Do 16. Juli, 18 Uhr, Stadtmuseum Simeonstift, Simeonstraße 60

Wuppertal
Mit der Aktion »Nathan schwebt – Antisemitismus ohne mich!« wird die Ringparabel aus Gotthold Ephraim Lessings Theaterstück »Nathan der Weise« an einen besonderen Ort gebracht: in die Wuppertaler Schwebebahn. Schauspieler und Schauspielerinnen der Wuppertaler Bühnen deklamieren die Ringparabel während einer ganz normalen Fahrt von Vohwinkel nach Oberbarmen und zurück.
Fr 10. Juli, 15 Uhr, Schwebebahnhaltestelle Vohwinkel

TV und Radio

»Kaminer Inside: Brauchtum in Österreich«. Auf der Suche nach dem wahren Heimatgedanken
Freitag, 10. Juli, 9.05 Uhr 3sat TV

»Schostakowitsch – Hörbiografie«: Dmitri Schostakowitschs Leben war geprägt von Revolution, Krieg und Stalins Terror. Zwischen Anpassung und Widerstand schuf er Musik, die für künstlerische Freiheit steht. Mit Ulrich Matthes
Sonntag, 12. Juli, 15 Uhr RBB3 Radio


»So long, Marianne – Eine Leonard-Cohen-Serie: Liebesbeweis«. Nach dem heftigen Streit lässt Axel Marianne mit ihrem Sohn allein auf Hydra zurück. Marianne findet Trost bei Leonard, der sich um sie und ihren Sohn kümmert. Auf einer Bootstour offenbart er ihr seine Liebe, und sie kommen einander näher.
Sonntag, 12. Juli, 1.15 Uhr NDR TV

»Wir sind hier! Auf den Spuren der jüdischen Einwohner von Görlitz«. Im »Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen« richtet sich der Blick auf ein Projekt, das Erinnerung lebendig macht. Polnische und deutsche Jugendliche treffen beim Mitzvah-Projekt in Görlitz zusammen und beschäftigen sich mit Familiengeschichten der einstigen jüdischen Einwohner der Neißestadt.
Donnerstag, 16. Juli, 22.10 Uhr MDR TV

Berlin

733 Tage, 2 Stunden und 35 Minuten

Eine Ausstellung im Paul-Löbe-Haus erzählt von Verlust, Hoffnung und bleibenden Folgen in der Zeit zwischen dem 7. Oktober und dem Abkommen zur Freilassung der Geiseln

von Pascal Beck  09.10.2026

München

Simon Rattle bleibt bis 2033 Chef des BR-Symphonieorchesters

»Symphonischer Hoagascht« oder »Singen mit Sir Simon« hießen Projekte, die Sir Simon Rattle eingeführt hat. Die Arbeit mit dem Symphonieorchester des BR und seinem Chor sagt dem Chefdirigenten zu. Er hat nun verlängert

von Barbara Just  08.10.2026

Adania Shibli

Plattitüden in Romanform

Auch das zweite auf Deutsch erschienene Buch der palästinensischen Autorin weist einen holzschnittartigen Charakter auf

von Enno Stahl  08.10.2026

Prag

Spätes Debüt

Der Schriftsteller Eli Beneš gilt als bekannteste literarische Stimme der Juden in Tschechien. Sein Roman über einen Schoa-Überlebenden machte ihn zum preisgekrönten Autor. Eine Begegnung

von Kilian Kirchgeßner  08.10.2026

Literatur

»Es gibt zwei Seiten«

Zur Frankfurter Buchmesse ruft die israelische Autorin Orna Landau gegen den Boykott von Büchern auf: »Entscheidet euch für Wissen«

von Ayala Goldmann  08.10.2026

Literatur

Geistige Freiheit

Tschechien ist Ehrengast der Buchmesse. Unser Autor erinnert an die Zeit nach dem Prager Frühling, als Bücher in seiner Heimat als »Samisdat« im Untergrund erschienen

von Jan Faktor  08.10.2026

Nahost

Die Geschichte eines Krieges

Shahrzad Eden Osterer und Richard C. Schneider analysieren den Konflikt zwischen Israel und Iran – und die Rolle der involvierten Proxy-Armeen

von Eva M. Grünewald  08.10.2026

7. Oktober

Maxim Biller und die Barbaren

In »Schwarze Samstage« kämpft der Schriftsteller mit den Folgen des Massakers in Israel – und zieht eine harte Linie zwischen Juden und »Gojim«

von Tobias Kühn  07.10.2026

TV-Tipp

»Phoenix« - herausragender Film über eine Holocaust-Überlebende

Christian Petzolds grandiose Parabel auf Deutschland im »Jahre Null«

von Felicitas Kleiner  07.10.2026