Debatte

Rostock verschiebt Konzert von Xavier Naidoo

Xavier Naidoo (l.) Foto: imago/Christian Ditsch

Das für Mitte August geplante und in der Rostocker Bürgerschaft heftig umstrittene Konzert des Sängers Xavier Naidoo in Rostock ist auf Sommer 2022 verschoben worden. Als Grund für die Absage der diesjährigen »Hin und Weg«-Tour nannte das Marketingunternehmen Live Nation Entertainment die »anhaltenden pandemiebedingten Einschränkungen« für Großveranstaltungen.

Angaben zufolge soll Naidoo nun am 12. August 2022 in der Rostocker Stadthalle auftreten. Weitere Konzerte sind unter anderem in Ulm, Mönchengladbach, Füssen, Kassel und Halle geplant. Im Vorverkauf erworbene Eintrittskarten würden ihre Gültigkeit behalten, hieß es.

Der Auftritt des Künstlers, dessen Name in der Vergangenheit immer wieder auch im Zusammenhang mit sogenannten Verschwörungsmythen auftauchte, war in der Rostocker Kommunalpolitik kontrovers diskutiert worden. Mitte Juni scheiterten Linke und SPD in der Bürgerschaft mit einem Antrag, Naidoos Auftritt in der stadteigenen Veranstaltungshalle zu untersagen.

Der Antrag war damit begründet, dass Naidoo den Reichsbürgern und der QAnon-Bewegung nahestehe und rassistische Ressentiments schüre. dpa

Glosse

Der Rest der Welt

Mit Fran Lebowitz und Larry David in der Ringbahn – ein Traum

von Katrin Richter  22.03.2026

Geburtstag

Für immer Captain Kirk: William Shatner wird 95

Mit der »Enterprise« brach er in den 60er Jahren in die »unendlichen Weiten« des Weltalls auf. »Star Trek« machte den jüdischen Schauspieler weltberühmt

von Holger Spierig  22.03.2026

Aufgegabelt

Tahini-Gugelhupf mit Kardamom und Orange

Rezept der Woche

von Katrin Richter  21.03.2026

Journalismus

Neuer Georg Stefan Troller Preis ehrt Beiträge über jüdisches Leben

Er hat einst das Interview-Format revolutioniert. Ein neuer Journalisten-Preis wird im Namen des im September 2025 gestorbenen Schoa-Überlebenden Georg Stefan Troller ausgeschrieben

 20.03.2026

Genuss

Koschere Frühlingsblumen

Warum der Sederabend für Weinliebhaber kein Albtraum mehr sein muss

von Jacques Abramowicz  20.03.2026

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

von Katrin Richter, Imanuel Marcus  20.03.2026

Literatur

Eine schrecklich nette Familie

Aus Schweden kommt ein jüdischer Berlin-Roman von Anna Brynhildsen

von Frank Keil  20.03.2026

Iryna Fingerova

»Man darf Kulturen nicht vergleichen«

Die Schriftstellerin und Ärztin über die Folgen einer Emigration, ihr Verhältnis zur Ukraine und das Leben als Jüdin in Deutschland – allesamt auch Themen ihres Romans »Zugwind«

von Maria Ossowski  20.03.2026

Jugendbuch

Zwei Jungen und die Liebe

Julya Rabinowich erzählt in »Mo & Moritz« eindringlich, aber auch plakativ von einer Beziehung zwischen einem Juden und einem Muslim

von Katrin Diehl  20.03.2026