Debatte

Rostock verschiebt Konzert von Xavier Naidoo

Xavier Naidoo (l.) Foto: imago/Christian Ditsch

Das für Mitte August geplante und in der Rostocker Bürgerschaft heftig umstrittene Konzert des Sängers Xavier Naidoo in Rostock ist auf Sommer 2022 verschoben worden. Als Grund für die Absage der diesjährigen »Hin und Weg«-Tour nannte das Marketingunternehmen Live Nation Entertainment die »anhaltenden pandemiebedingten Einschränkungen« für Großveranstaltungen.

Angaben zufolge soll Naidoo nun am 12. August 2022 in der Rostocker Stadthalle auftreten. Weitere Konzerte sind unter anderem in Ulm, Mönchengladbach, Füssen, Kassel und Halle geplant. Im Vorverkauf erworbene Eintrittskarten würden ihre Gültigkeit behalten, hieß es.

Der Auftritt des Künstlers, dessen Name in der Vergangenheit immer wieder auch im Zusammenhang mit sogenannten Verschwörungsmythen auftauchte, war in der Rostocker Kommunalpolitik kontrovers diskutiert worden. Mitte Juni scheiterten Linke und SPD in der Bürgerschaft mit einem Antrag, Naidoos Auftritt in der stadteigenen Veranstaltungshalle zu untersagen.

Der Antrag war damit begründet, dass Naidoo den Reichsbürgern und der QAnon-Bewegung nahestehe und rassistische Ressentiments schüre. dpa

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der Jüdischen Welt

von Katrin Richter, Imanuel Marcus  19.04.2026

TV-Tipp

Der Elvis der Violine

Ivri Gitlis ist ein Phantom. Er bespielte mit seiner Geige die großen Bühnen und musizierte mit den Stars der Musikbranche. Seinen Namen kennen heute aber nur die wenigsten. Eine Arte-Doku begibt sich auf Spurensuche

von Manfred Riepe  19.04.2026

Aufgegabelt

Falafel-Bowl mit Quinoa

Rezept der Woche

von Katrin Richter  19.04.2026

Eurovision Song Contest

Mehr als 1000 Prominente verteidigen Israels ESC-Teilnahme

Helen Mirren, Amy Schumer und Co: Internationale Persönlichkeiten unterzeichnen einen offenen Brief

von Sabine Brandes  19.04.2026

Eurovision Song Contest

»Der Künstler aus Israel kann per se natürlich nichts dafür, dass er aus Israel kommt, aber …«

Der deutsche Sänger und frühere ESC-Teilnehmer Michael Schulte ruft Israel zum freiwilligen Verzicht auf seine Teilnahme am Eurovision Song Contest auf

 19.04.2026

Kultur

Klein wünscht sich mehr Wehrhaftigkeit gegen Antisemitismus im Kulturbetrieb

Der Antisemitismus-Beauftragte Klein kritisiert einen geplanten Auftritt der palästinenisch-stämmigen DJ Sama‘ Abdulhadi im Juli in Hamburg

 19.04.2026

Glosse

Der Rest der Welt

Beat statt Predigt: Wenn der Rabbiner für eine bessere Welt rappt

von Margalit Edelstein  19.04.2026

Kommentar

Hätte er doch einfach geschwiegen

Michael Schulte ist der erfolgreichste deutsche Teilnehmer des ESC der letzten Jahre. Und Schulte ist ein geschichtsbewusster Künstler. Umso befremdlicher sind seine Einlassungen zu Israel

von Daniel Killy  18.04.2026

Israel

Zeit, Zionist zu sein!

Wir Juden sollten uns nicht verstecken. Wir sollten offen, laut und stolz sein - auch und insbesondere auf den jüdischen Staat

von Daniel Neumann  17.04.2026