Frankfurt/Main

Robert-Gernhardt-Preis verliehen

Namensgeber der Auszeichnung: der 2006 verstorbene Schriftsteller Robert Gernhardt Foto: dpa

Die Schriftstellerinnen Gila Lustiger und Annika Scheffel haben am Mittwochabend in Frankfurt am Main den Robert-Gernhardt-Preis 2015 der hessischen Landesregierung erhalten.

Lustiger wurde für ihr Romanprojekt Die Entronnenen ausgezeichnet, Scheffel für ihr Romanvorhaben Hier ist es schön. Beide Schriftstellerinnen erhielten jeweils ein Preisgeld von 12.000 Euro. Der Preis erinnert an den 2006 in Frankfurt am Main gestorbenen Autor, Zeichner und Maler der sogenannten Neuen Frankfurter Schule, Robert Gernhardt.

übergangslager Gila Lustiger (Jahrgang 1963) schildert in ihrem noch im Entstehen begriffenen Roman Die Entronnenen die Geschichte des Übergangslagers Zeilsheim und der Jüdischen Gemeinde Frankfurt nach dem Zweiten Weltkrieg. In Hier ist es schön von Annika Scheffel (Jahrgang 1983) geht es um das reale Projekt Mars One, bei dem freiwillige Teilnehmer ohne Wiederkehr auf den Roten Planeten geschickt werden sollen, um dort eine neue Gesellschaft aufzubauen.

Der 2009 erstmals verliehene Gernhardt-Preis soll Autoren aus Hessen die Verwirklichung größerer literarischer Projekte ermöglichen. Er wird jährlich an zwei Preisträger zu gleichen Teilen vom Kunstministerium verliehen. epd

Eröffnung

Ausstellung in Osnabrück beleuchtet Antisemitismus

2026 jährt sich das Ende der ersten jüdischen Gemeinde in Osnabrück zum 600. Mal. Mit einer Ausstellung erinnert das Museumsquartier an diese frühe Phase jüdischer Geschichte. Auch die Wurzeln des Antisemitismus werden sichtbar

 19.03.2026

Vladimir Vertlib

Ein Marrane als Leibarzt

Mit seinem Roman »Der Jude der Kaiserin« zeigt sich der österreichische Autor als Meister des historischen Genres

von Alexander Kluy  19.03.2026

Eurovision Song Contest

ORF will ESC-Sicherheitskonzept nicht verschärfen

Auch trotz des Krieges gegen den Iran sei strengere Sicherheitsauflagen nicht nötig, weil das Konzept bereits auf die Weltlage ausgelegt sei

 19.03.2026

Philosophie

Habermas, Israel und die Juden

Eine kritische Würdigung

von Frederek Musall  19.03.2026

Programm

Drei Chöre, 100 Synagogen und ein Unbezähmbarer: Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 19. bis zum 26. März

 18.03.2026

Nachruf

Der die Debattenkultur formte

Jürgen Habermas prägte die Bundesrepublik, positionierte sich im »Historikerstreit«, setzte Begriffe und gab Orientierung. Zum Tod des großen Philosophen

von Johannes Heil  18.03.2026

Literatur

Als die Donau durch Kakanien floss

Zur Leipziger Buchmesse: Eine (jüdische) Vision für ein Europa der Regionen, Religionen und der Vielfalt

von Awi Blumenfeld  18.03.2026

Literatur

Gefühle und Zustände

Lena Gorelik schreibt über »Alle meine Mütter«

von Sharon Adler  18.03.2026

Sachbuch

Unter Gedächtnisbeton

Ines Geipel widmet sich in »Landschaft ohne Zeugen« der Rolle kommunistischer Häftlinge im KZ Buchenwald und der Nicht-Aufarbeitung in der DDR

von Steffen Alisch  18.03.2026