Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Daniel Hope Foto: imago

Daniel Hope hat am Dienstag vergangener Woche den B.Z.-Kulturpreis erhalten. Der Star-Geiger nahm die Ehrung bei einer Gala der Boulevardzeitung in der Berliner Volksbühne von Schauspielerin Martina Gedeck entgegen. Hope sagte, dass es für ihn von ganz besonderer Bedeutung sei, einen Preis in Berlin zu erhalten: »Meine Großeltern und Urgroßeltern liebten Berlin über alles. Und irgendwann hieß es, sie sind keine Berliner und keine Deutschen mehr. Aber wir sind wieder da!«

Ruth Westheimer hat ein neues Buch veröffentlicht und damit ordentlich zu tun. Die 89-Jährige twitterte, dass sie viele ­Radio-Interviews gebe und auch in der Morning Show zu Gast war. Insbesondere der DJ hatte es ihr offensichtlich angetan: »Morning-Show-DJs machen echt Spaß«. In Stay or Go: Dr. Ruth’s Rules for Real Relationships gibt die bekannte Sexualtherapeutin, die im Juni ihren 90. Geburtstag feiert, Tipps für alles Zwischenmenschliche – genau so, wie wir es von ihr gewöhnt sind.

Julia Louis-Dreyfus hat während ihrer Chemotherapie viel Unterstützung von Kollegen, Freunden und der Familie erhalten. Für ihre ­letzte Behandlung haben sich ihre beiden Söhne Henry und Charlie etwas Besonderes einfallen lassen, um ihre Mutter zu motivieren. Sie überraschten die Schauspielerin mit einem selbst gedrehten Video des Michael-Jackson-Songs »Beat it«. Louis-Dreyfus veröffentlichte den Clip bei Instagram und schrieb dazu: »Ziemlich großartig!«

Jerry Seinfeld wird kritisiert. Nicht seiner Stand-up-Comedy wegen – im Dezember trat er zweimal in Tel Aviv auf –, sondern ­aufgrund seines Besuchs von »Caliber 3«. Die »Akademie für Antiterror- und Sicherheitstraining«, die unter anderem auch Programme für Touristen und ein Training in der Selbstverteidigungstechnik Krav Maga anbietet, postete ein Bild von Seinfelds Besuch, das zwischenzeitlich wieder entfernt wurde, denn nicht allen gefiel Seinfelds Besuch. Ihm offenbar schon: Er grinst auf dem Foto. ddk/kat

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Ausstellung zeigt Verstrickung von Ärzten im NS-Staat

Die Weimarer Ausstellung »Systemerkrankung« skizziert ausgewählte Biografien von Medizinern im NS-Staat. Die Texte und Hörstationen ordnen dabei die Rolle der individuellen Verstrickungen, aber auch Widerstandshandlungen zwischen 1933 und 1945 ein

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