Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

joan Rivers bleibt auch mit 77 Jahren ein Lästermaul. Die US-Comedylegende sagte dem kanadischen Magazin MacLeans, sie habe vor, demnächst beim Schönheitschirurgen ihre »Hadassah-Lappen« entfernen zu lassen – gemeint war altersbedingt schlaffe Haut an den Oberarmen. Die Mitglieder der angesehenen zionistischen Frauenorganisation Hadassah werden von dieser Wortschöpfung wenig begeistert gewesen sein.

bob dylan
scheint sich bei den Lubawitschern wohlzufühlen. Die Musiklegende besucht von Zeit zu Zeit Chabadzentren und war auch schon mehrmals in Brooklyn zum Essen bei dem Anführer der chassidischen Bewegung, Rabbi Yehuda Krinsky. Die Sympathie beruht auf Gegenseitigkeit. Rabbi Krinsky outete sich in einem Interview der New York Times vergangene Woche als Dylanfan und erklärte: »I’m blowin’ in the wind.«

julianna margulies weiß, warum Frauen seltener fremdgehen als Männer. »Weil wir müde sind«, sagte der Fernsehserienstar (Emergency Room, Good Wife) der Zeitschrift Redbook. »Ich stehe um 5.30 Uhr auf, füttere mein Kind, arbeite dann zwölf Stunden am Set, kaufe anschließend Essen ein und koche. Wo bleibt da noch Zeit für eine Affäre?«

adam yauch streitet sich mit der amerikanischen Filmselbstkontrolle. Der Musiker der Hip-Hop-Band Beastie Boys und unabhängige Filmverleiher will in den USA den israelischen Dokumentarfilm »A Film Unfinished« von Yael Hersonski über das Warschauer Ghetto zeigen. Weil dort »verstörende Bilder von Grausamkeiten« und auch ein paar Mal nackte Menschen zu sehen sind, hat die Behörde den Film für Jugendliche nicht freigegeben. Yauch bezeichnete die Entscheidung in einer Presseerklärung als »bullshit«. ja

Literatur

»Empfänger unbekannt«: Wenn ein Freund zum Feind wird

Die judenfeindlichen Novemberpogrome von 1938 jähren sich zum 88. Mal. Anlass, die Geschichte »Empfänger unbekannt« aus demselben Jahr zur Hand zu nehmen. Darin schlägt ein Jude zurück, mit überraschenden Mitteln

von Leticia Witte  30.10.2026

München

Julia Klöckner: Verteidigung jüdischen Lebens Aufgabe für alle

Jüdische Kultur ist in Deutschland tief verwurzelt. Zum 40. Mal wollen die Kulturtage diesen Reichtum würdigen. Für die Bundestagspräsidentin ein Anlass zu Mahnung und Hoffnung

 30.10.2026

Frankfurt

Eine Akademie für Deutschland

Am Montag wird die Jüdische Akademie feierlich eröffnet. Sie soll innerjüdische Debatten fördern und jüdische Perspektiven stärker in die Gesellschaft einbringen

von Josef Schuster  30.10.2026

Eröffnung

Museum Zwangsarbeit zeigt Ausstellung zu »unerwünschten Kindern«

Beziehungen zwischen Deutschen und Zwangsarbeitern im NS-Regime waren verboten. Trotzdem gab es diese Kontakte ebenso wie Kinder aus diesen Beziehungen. Eine Ausstellung in Weimar widmet sich den Geschichten der betroffenen Eltern und Kindern

 29.10.2026

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

von Bettina Piper, Imanuel Marcus  29.10.2026

Auszeichnung

Shimon-Peres-Preis für deutsch-israelische Projekte

Für einen Dialog in Krisenzeiten werden jetzt zwei deutsch-israelische Projekte ausgezeichnet. Der Preis erinnert an den Friedensnobelpreisträger und israelischen Staatspräsidenten Shimon Peres

 29.10.2026

Kulturkolumne

Tikkun Olam am Abend

Das Geheimnis der Waldschnepfe

von Sophie Albers Ben Chamo  29.10.2026

Tel Aviv

Gal Gadot will mit ihrer Familie nach Israel zurückkehren

Die Hintergründe

 29.10.2026

Essay

Der neue Jude

Warum ich Mitleid mit den Deutschen habe, die bis heute nicht begreifen wollen, dass wir keine wehrlosen Opfer mehr sind, sondern starke, selbstbestimmte Menschen, die hart zurückschlagen, wenn man uns angreift

von Zeev Avrahami  28.10.2026