Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Ganz cool, dank »Ice-Bucket-Challenge«: Mark Zuckerberg Foto: Reuters

Gene Simmons musste sich entschuldigen. Der Sänger der Rockgruppe Kiss hatte sich in einem Interview abfällig über depressive Menschen geäußert. Simmons sagte, Depressive sollten »die Klappe halten, etwas Würde beweisen und sich von einem Dach stürzen«. Vorausgegangen war ein Gespräch über seine Mutter, die im Konzentrationslager war. Simmons sagte, sie stehe jeden Morgen auf, rieche an Rosen und genieße das Leben. Deswegen wolle er von keinem Depressiven hören, die Welt sei ein rauer Ort. Prompt folgte die Entschuldigung. Auf seiner Facebook-Seite schrieb der Mann mit der wohl längsten Zunge der Welt: »Ich hatte unrecht und habe spontan Dinge gesagt, die, im Nachhinein betrachtet, jene verletzt haben, die mit Depressionen kämpfen.«

Donald Sanford hat für Israel Sportgeschichte geschrieben. Der in Los Angeles geborene Sprinter gewann am vergangenen Wochenende bei den Europameisterschaften in Zürich die Bronzemedaille über 400 Meter. Sanford legte die Stadionrunde in einer Zeit von 45,27 Sekunden zurück. Überhaupt scheint der 27-Jährige kein Mann von Langsamkeit zu sein: Er heiratete 2008 seine israelische Freundin, und schon zwei Jahre später wurde er israelischer Staatsbürger.

David Guetta
sagt sich, der Weg ist das Ziel. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur dpa beantwortete der DJ die Frage nach seinem Lebensmotto so: »Mir wird immer klarer, dass gar nicht der Erfolg selbst für mich die größte Freude ist, sondern der Weg dorthin. Je näher du deinem Ziel kommst, desto mehr freust du dich. Ich versuche, das Leben und jeden einzelnen Moment zu genießen, was mir aber nicht immer leichtfällt.«

Mark Zuckerberg
hat sich mal kurz erfrischt. Der Facebook-Chef nahm an der »ALS Ice-Bucket-Challenge« teil und goss sich einen großen Eimer Eiswasser über den Kopf. Das tat er aber nicht, ohne vorher drei weitere Menschen zu nennen, die es ihm gleichtun sollten. Und die waren seine Facebook-Kollegin Sheryl Sandberg, Microsoft-Gründer Bill Gates und Netflix-Boss Reed Hastings. Gates twitterte bereits ein Bild von sich und dem leeren Eimer. Auf die anderen beiden Bilder muss die Welt noch warten. kat

Kulturkolumne

Wiederauferstehung in Venedig

Brodsky ist ein jüdischer Kater

von Maria Ossowski  15.01.2026

Musik

»Ein starker, erdender Groove«

Die Israelin Tair Haim ist mit der Band »A-WA« bekannt geworden. Jetzt ist ihr Solo-Album »Maktub« erschienen. Ein Gespräch über jemenitische Sounds, Gesänge von Frauen und den Klang der »Tindrum«

von Katrin Richter  15.01.2026

Mainz

Neue Ausstellung erinnert an Synagogen, Rabbiner und Matzenbäcker

Vom uralten Grabstein bis zum KI-generierten Rabbiner-Avatar reicht die Spannweite. Die Ausstellung »Shalom am Rhein - 1000 Jahre Judentum in Rheinland-Pfalz« im Landesmuseum Mainz präsentiert so umfangreich wie nie das jüdische Erbe im Land

von Karsten Packeiser  15.01.2026

Los Angeles

Sängerin Gracie Abrams gibt ihr Filmdebüt

Zuletzt machte sie mit Taylor Swift Musik, jetzt wagt sich die 26-jährige Bardin erstmals vor die Filmkamera. Für ihr Spielfilmdebüt hat sie eine gefragte Regisseurin gefunden

 15.01.2026

Streaming-Serie

»Teheran«: Ist dieser israelische Iran-Mehrteiler die Serie der Stunde?

Was als Spionagefiktion begann, wirkt plötzlich hochaktuell. In der neuen Staffel der israelischen Serie »Teheran« zeigt sich: Die politische Realität ist beunruhigend schneller als jedes Drehbuch

von Robert Messer  15.01.2026

Ausstellung

Landesmuseum Mainz zeigt jüdisches Erbe von Rheinland-Pfalz

Die erhaltenen Spuren der mittelalterlichen jüdischen Gemeinden von Speyer, Worms und Mainz sind schon seit 2021 offiziell Weltkulturerbe. Nun rückt auch das Landesmuseum Mainz das Judentum in Rheinland-Pfalz stärker in den Blickpunkt

 14.01.2026

Fernsehen

Dschungelcamp 2026: Gil Ofarim soll Rekord-Gage kassieren

Der 43-jährige Sänger bekommt laut »Schlager.de« für seine Teilnahme an der in Australien gedrehten Show mehr Geld als je ein Teilnehmer zuvor

 14.01.2026

Potsdam

Zentrum für Jüdischen Film geplant

Die Gründungsveranstaltung soll am 4. März dieses Jahres stattfinden

 14.01.2026

Programm

Lesung, Führung, Erinnerung: Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 15. Januar bis zum 22. Januar

 14.01.2026