Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Cindy Lauper Foto: dpa

Lisa Kudrow hat in der Talkshow von Conan O’Brien von der schnellen Barmizwa ihres Sohnes erzählt. Er hatte eine »drive-by-Barmizwa«, sagte die ehemalige Friends-Schauspielerin und erklärte, dass ihr Sohn eines Tages im Einkaufszentrum von Chabad-Leuten angesprochen wurde, die ihn fragten, ob er jüdisch sei. Daraufhin sagte er ja, mütterlicherseits, worauf er eine kleine Barmizwa-Zeremonie bekam und noch ein Foto für seine Mutter dazu. Kudrows Familie fand es toll und schickte sogar Schecks für den neuen Sohn der Pflicht.

Cindy Lauper hat ihr Leben aufgeschrieben. Die Sängerin (»Girls just want to have fun«) geht mehr als nur ins Detail und berichtet schonungslos über ihre Vergewaltigung, den Druck des Showbusiness und ihr Privatleben. Jahrelang litt Lauper unter Angstzuständen und nahm offenbar auch Drogen. »Ich probierte Koks und sang großartig – zwei Sekunden lang, dann kam überhaupt nichts mehr raus. Koks macht den Hals völlig gefühllos«, beschrieb sie in einer Vorabversion ihrer Biografie, die in der vergangenen Woche bereits bei bild.de zu lesen war.

Adam Sandler ist in Berlin gewesen. Und zwar nicht allein. Denn zur Premiere seines neuen Films Urlaubsreif brachte er Schauspielkollegin Drew Barrymore mit. Beide zeigten sich am Montagabend auf dem roten Teppich vor dem Sony Center am Potsdamer Platz. Und Barrymore schwebt offensichtlich auf Wolke sieben: Die frisch gebackene Mutter ist nicht nur glücklich über ihre zweite Tochter, sondern auch hochzufrieden mit der Arbeit an ihrem Film.

Jill Abramson nahm Anfang der Woche erstmals öffentlich Stellung zu ihrer überraschenden und nicht unumstrittenen Kündigung als Chefredakteurin der »New York Times«. Bei ihrer bereits lange vorher arrangierten Ansprache auf der Abschlussfeier der Wake Forest University in North Carolina sagte sie vor über 200 Journalisten, sie habe auf die Entlassung hin viel Zuspruch – gerade von Frauen – erhalten. Den Studenten riet sie: »Wenn ihr den Schmerz über den Verlust einer Sache spürt, an der euch wirklich liegt – dann müsst ihr zeigen, aus welchem Holz ihr geschnitzt seid.« kat

Solingen

100 Porträts jüdischer Künstlerinnen im Zentrum für verfolgte Künste

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