Musik

Nach Barenboim-Rücktritt: Das ist der Favorit für die Nachfolge

Daniel Barenboim Foto: imago images/Horst Galuschka

Musik

Nach Barenboim-Rücktritt: Das ist der Favorit für die Nachfolge

Gespräche für Barenboim-Nachfolge sollen »zeitnah« starten

 09.01.2023 20:48 Uhr

Die Suche nach einer Nachfolge für Daniel Barenboim auf dem Posten des Generalmusikdirektors der Berliner Staatsoper Unter den Linden soll rasch beginnen. Die Gespräche dafür sollten »zeitnah« starten, hieß es am Montag aus dem Haus von Berlins Kultursenator Klaus Lederer. Der Linke-Politiker hat als Ratsvorsitzender der Stiftung Oper in Berlin die Bitte des 80-jährigen Barenboims um Auflösung seines Vertrags zum 31. Januar akzeptiert. 

Das weitere Vorgehen liegt zunächst in den Händen von Lederer, Staatsopernintendant Matthias Schulz sowie dessen designierter Nachfolgerin Elisabeth Sobotka. Die Intendantin der Bregenzer Festspiele übernimmt 2024 die Leitung in Berlin. 

Zeitdruck wird nicht gesehen. »Die Staatskapelle ist bestens aufgestellt«, hieß es. Einen Fahrplan oder ein zeitliches Ziel gebe es nicht. 

Barenboim hatte am Freitag nach langem Ausfall seinen krankheitsbedingten Verzicht auf den Posten erklärt und um Auflösung seines Vertrages gebeten. Er ist seit 1992 auf dem Posten, sein Vertrag war 2019 um weitere fünf Jahre bis 2027 verlängert worden. 

Von der Staatskapelle war Barenboim 2000 zum Chefdirigenten auf Lebenszeit gewählt worden. Dies ist nach Angaben der Staatsoper ein reines Ehrenamt und mit keinen weiteren Verpflichtungen verbunden. 

Als ein möglicher Barenboim-Nachfolger gilt Christian Thielemann. Der 63-Jährige war zuletzt mehrfach für Barenboim eingesprungen. Thielemann hat aber immer wieder auf seinen bis 2024 laufenden Vertrag mit der Staatskapelle in Dresden verwiesen.

Der seit langem erkrankte Barenboim schrieb am Freitag, sein Gesundheitszustand habe sich deutlich verschlechtert. »Ich kann die Leistung nicht mehr erbringen, die zu Recht von einem Generalmusikdirektor verlangt wird.« Er sei bereit, »auch künftig als Dirigent zu wirken, auch und gerade mit der Staatskapelle Berlin«.

Anfang Oktober hatte Barenboim angekündigt, er müsse sich jetzt so weit wie möglich auf sein körperliches Wohlbefinden konzentrieren. In jüngster Zeit war er mehrmals ausgefallen. Im Februar musste er sich einem chirurgischen Eingriff an der Wirbelsäule unterziehen.

Berlin

Dieter Nuhr erhält Leo-Baeck-Preis 2026 des Zentralrats der Juden

Mit der höchsten Auszeichnung des Zentralrats würdigt die Organisation insbesondere Nuhrs Engagement gegen Antisemitismus in der deutschen Medienlandschaft

 11.05.2026

Monacensia

Münchner Schau zum Archiv von Rachel Salamander

Dem Jüdischen wieder Präsenz geben in der Gesellschaft: Das war das Ziel, das die Literaturwissenschaftlerin Rachel Salamander mit ihrer Buchhandlung erreichen wollte. Nun wird ihr Archiv nach und nach erschlossen

von Barbara Just  11.05.2026

TV-Tipp

Vieldiskutierter Blockbuster »Barbie« bei RTL - Komödie um die legendäre Puppe und eine irrwitzige Identitätskrise

Greta Gerwigs Erfolgsfilm um die berühmte Puppe Barbie, deren sorgenfreies Leben durch dunkle Gedanken gestört wird, so dass sie sich mit ihrem Verehrer Ken in die Welt der Menschen aufmacht, um die Krise zu überwinden

von Michael Kienzl  11.05.2026

ESC-Kolumne

Israel beim ESC: Gesungene Geschichte

Viermal hat Israel den Europäischen Gesangswettbewerb gewonnen. Wie sieht es wohl diesmal aus?

von Martin Krauss  11.05.2026

Wien

Israels ESC-Fans: Sind keine Repräsentanten für Politik des Landes

Sie sind stolz, Israels Interpreten anzufeuern und die Landesflagge zu schwingen. Eines wollen die Fans aus Nahost beim ESC aber nicht sein: politische Vertreter

 10.05.2026

Italien

Überschattet von Skandalen: Kunstbiennale Venedig beginnt

Die Jury tritt zurück, die große Feier fällt aus und ein israelischer Künstler sieht sich »völlig isoliert« – die 61. Kunstbiennale in Venedig war schon vor Beginn beschädigt. Nun hat sie ihre Tore offiziell geöffnet

 10.05.2026

Eurovision

Noam Bettan probt mit Buhrufen

Mehrere Länder boykottieren den Eurovision Song Contest 2026 wegen der Teilnahme Israels. Wie geht der Kandidat des Landes damit um, dass er in Wien zudem mit Störaktionen und Buhrufen rechnen muss?

 10.05.2026

Medien

Kristin Helberg, der Hass auf Israel und der urdeutsche Wunsch nach Entlastung

Ein Kommentar von Jan Fleischhauer

von Jan Fleischhauer  10.05.2026

Aufgegabelt

Geburtstagskuchen

Rezepte und Leckeres

 10.05.2026