Universität

Mainz erhält Israel-Professur

Die neue Israel-Professur an der Johannes-Gutenberg-Universität startet zum Wintersemester 2018/2019. Foto: dpa

Universität

Mainz erhält Israel-Professur

Forschungsschwerpunkt wird die gegenseitige Wahrnehmung Deutschlands und des jüdischen Staates

 10.10.2018 09:58 Uhr

Nach jahrelangem Tauziehen richtet die Johannes-Gutenberg-Universität Mainz zu Beginn des Wintersemesters 2018/2019 eine Israel-Professur ein. Berufen wird der Kommunikationswissenschaftler Yossi David aus Jerusalem. Der Lehrstuhl wird am Institut für Publizistik eingerichtet, trägt den Titel »Israel Professorship in Communication Science« und wird finanziert vom Land Rheinland-Pfalz.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hatte im Jahr 2015 anlässlich des 50. Jubiläums der diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel die Professur versprochen. Nun teilt die Universität mit, dass in regelmäßigem Turnus für jeweils drei Jahre ein israelischer Kommunikationswissenschaftler nach Mainz kommen wird, um länderübergreifend zur politischen Kommunikation in Deutschland und Israel zu forschen.

Medien Gegenstand der Forschung soll vor allem die gegenseitige Wahrnehmung beider Gesellschaften sein sowie die Rolle, die die Medien und die öffentliche Meinung in Israel und Deutschland dabei spielen. Der Inhaber der Professur wird neben Forschung und Lehre die bisherigen Aktivitäten der Studienstelle Israel, insbesondere den Studierendenaustausch, aufgreifen und weiterführen sowie den Austausch von Dozenten stärker aktivieren.

»Über die Kontinuität der Einladung israelischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an die Mainzer Universität führt die Professur langfristig zur Vertiefung unserer sehr engen wissenschaftlichen Verbindung zwischen Mainz und Israel, die auf einer wachsenden Zahl persönlicher Kontakte basiert«, sagte Universitätspräsident Georg Krausch über die Einführung der neuen Israel-Professur.

Der erste Inhaber der Professur, Yossi David, ist 36 Jahre alt und lehrt seit 2011 im Bereich politische Kommunikation und empirische Methoden an der Hebrew University in Jerusalem. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die Sozialproteste in Israel im Jahr 2011 und 2012 sowie der Nahostkonflikt. ja

Madrid

Kritik an Zara wegen Halloween-Kostüm mit Ähnlichkeit zu KZ-Kleidung

Die Hintergründe

 01.10.2026

Kalifornien

Israelischer Schauspieler Guy Kapulnik stirbt bei Flugzeugabsturz

Parallel zur Schauspielerei entwickelte sich das Fliegen zu einem zentralen Bestandteil seines Lebens

 01.10.2026

»NAZA«

Die Banalität der Propaganda

Der umstrittene Film über Israels digitale Kriegsführung in Gaza beherrscht das Spiel mit Gefühlen. Ein Versuch, sachlich zu bleiben

von Sophie Albers Ben Chamo  30.09.2026

"Two serious people sit on outdoor metal stairs in casual, tactical clothing, appearing tired or contemplative, with sunlight casting shadows behind them against a plain wall in a rugged environment."

Netflix

Wenn Fiktion auf Realität trifft

Die israelische Erfolgsserie »Fauda« meldet sich mit einer eindrucksvollen neuen Staffel zurück

von Sarah Cohen-Fantl  30.09.2026

Fernsehen

Adolf und seine »Akte«

Die fünfte Staffel von »Babylon Berlin« spielt 1933 zur Zeit von Hitlers Machtergreifung. Unterhaltung mit politischem Anspruch, aber stimmen die Fakten?

von Ayala Goldmann  30.09.2026

Programm

Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 1. Oktober bis zum 8. Oktober

 30.09.2026

Hard-Rock-Legenden

Kiss feiern 50 Jahre »Rock and Roll Over«

Eine umfangreiche Neuauflage des Albums kommt. Was ist enthalten?

 29.09.2026

Fußball

Im Kreuzfeuer: Irischer Nationalspieler mit israelischer Mutter

Finn Azaz wurde für Irlands Nationalkader für die Länderspiele gegen Israel nominiert. Weil er eine israelische Mutter hat, soll seine Zukunft im irischen Team aber infrage stehen

von Michael Thaidigsmann  29.09.2026

Geburtstag

Streitbare Mahnerin: Lea Rosh wird 90 Jahre alt

Ihr Name ist eng verbunden mit dem Holocaust-Mahnmal in Berlin. Schon früh beschäftigte sich die Journalistin Lea Rosh mit der Judenverfolgung im Nationalsozialismus. Am Donnerstag wird sie 90 Jahre alt

von Birgit Wilke  29.09.2026