Jüdisches Erbe

Leipziger Stadtrundgang zu jüdischer Musik

Die Stationen des Stadtrundgangs umfassen auch die Standorte früherer Synagogen, wie hier der Großen Synagoge, sowie die einstigen Häuser bedeutender Komponisten.

Mit dem »Notenbogen« wird in Leipzig am 6. September ein weiterer markierter Rundgang zum musikalischen Erbe der Stadt eröffnet. Der Schwerpunkt liege auf Komponisten jüdischer Herkunft und »jüdischer Musik«, wie der Verein Notenspur Leipzig am Freitag mitteilte.

Die Stationen des Stadtrundgangs umfassten etwa die Standorte früherer Synagogen sowie die einstigen Häuser bedeutender Komponisten. Zur Eröffnung und der Aufnahme in die Europäische Route des jüdischen Erbes ist auch eine Feier geplant.

Nach der 2012 eingeweihten »Notenspur«, die sich dem klassischen musikalischen Erbe der Stadt widmet, ist die Nordroute des »Notenbogens« den Angaben nach eine weitere dauerhaft markierte Entdeckungstour in Leipzig. Die Strecke führe durch die Gründerzeitgebiete westlich der Innenstadt und tauche ein in die Musikwelt der Romantik, Spätromantik und der Moderne des 19. und 20. Jahrhunderts.

Südroute soll 2027 eröffnen

Über eine Mediathek sollen für die Route begleitende Musikbeispiele und Hörszenen abrufbar sein. Der »Notenbogen« ermögliche Begegnungen mit Musikgrößen wie Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) und Gustav Mahler (1860-1911). Zu den Stationen gehören den Angaben nach auch musikhistorische Orte wie das Geburtshaus des Komponisten Richard Wagner (1813-1883), der auch für seinen Antisemitismus bekannt war.

Die Eröffnung der Südroute des »Notenbogens« ist für 2027 geplant. Sie soll die Tour etwa um musikalische Ausbildungsstätten wie die Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« erweitern.

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