Kulturpolitik

Kulturrat berät künftig zu Antisemitismus

Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutscher Kulturrats Foto: picture alliance / photothek

Der Deutsche Kulturrat berät künftig Kultureinrichtungen zum Thema Antisemitismus. Dazu sei eine kultursparten- und bereichsübergreifende Arbeitsstelle gegen Antisemitismus eingerichtet worden, teilte der Dachverband der Kulturverbände am Montag in Berlin mit. Ziel sei es, Handlungssicherheit innerhalb des Kulturbereichs zu gewinnen.

Hintergrund für die neue Arbeitsstelle seien die auf verschiedenen Ebenen stattfindenden intensiven Diskussionen über Antisemitismus. Dabei gehe es um Antisemitismus in künstlerischen Werken, den Umgang mit jüdischen Kolleginnen und Kollegen, Unsicherheit bei der Zusammenarbeit mit Künstlerinnen und Künstlern aus Israel und den palästinensischen Autonomiegebieten sowie um das Spannungsfeld zwischen Kunstfreiheit und dem Einsatz gegen Antisemitismus.

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, betonte, mithilfe der Arbeitsstelle solle der Einsatz gegen Antisemitismus verstärkt werden: »Unser Credo ist einfach, Antisemitismus hat keinen Platz im Kulturbereich«, sagte Zimmermann. epd

Glosse

Der Rest der Welt

Einmal Gastro, immer Gastro

von Margalit Edelstein  05.10.2026

Zahl der Woche

136 israelische Athleten

Fun Facts und Wissenswertes

 05.10.2026

7. Oktober

Rotes Rathaus zeigt Ausstellung zum Hamas-Überfall auf Israel

Der Überfall der Terrororganisation Hamas hat überall in Israel Spuren hinterlassen. Eine neue Berliner Ausstellung beleuchtet die Erfahrungen von Sportlern und Fans rund um den 7. Oktober 2023

 05.10.2026

Frankfurt

Kronen der Schrift

Im Jüdischen Museum ist die weltweit größte Privatsammlung von Rimonim zu sehen. Sie stammen aus China, dem Jemen oder Marokko. Gesammelt hat sie ein heute 100-jähriger Schweizer Jude

von Mascha Malburg  05.10.2026

Biennale Jerusalem

Aus den Tiefen ins Licht

250 Künstler aus Israel und anderen Ländern verarbeiten das Massaker des 7. Oktober

von Sabine Brandes  05.10.2026

Literatur

Dorfroman mit Ewigkeitsnote

Die Eltern der Autorin Shida Bazyar stammen aus dem Iran. Ihr Buch »Die Lücken« ist einer der besten deutschen Romane überhaupt

von Maria Ossowski  05.10.2026

Literatur

Als der Flieder in Kreuzberg blühte

Die deutsch-jüdische Schriftstellerin Dana Vowinckel trifft mit ihrem zweiten Roman »Anton und Alma« den Nerv der Zeit

von Ayala Goldmann  05.10.2026

7. Oktober 2023

Sie war 25

Eine Erinnerung an Mai Itzhaki aus Hod Hasharon

von Ayala Goldmann  05.10.2026

Hamburg

Wolf Biermann wirft Netanjahu Antisemitismus vor

Der streitbare Liedermacher kritisiert die israelische Regierung scharf. Sie begehe in Gaza Kriegsverbrechen und verwandele Israel in einen »brutalen Unterdrückerstaat«

 05.10.2026