Hören!

Jüdische Musik an der Ruhr

Avitall Gerstetter eröffnet am 9. Mai mit einem Konzert die Reihe »Musik & Kultur der Synagoge« Foto: JA

Hören!

Jüdische Musik an der Ruhr

Festival »Kultur der Synagoge«

 04.05.2010 13:34 Uhr

Avitall Gerstetter eröffnet am 9. Mai mit einem Konzert in Bochum die Biennale »Musik & Kultur der Synagoge« im Rahmen der Kulturhauptstadt Ruhr 2010. Die Berliner Kantorin präsentiert synagogale Gesänge, traditionelle jüdische Lieder und Eigenkompositionen in jiddischer, hebräischer und englischer Sprache. Das Konzert unter dem Titel »We will remember them« ist den Toten der Schoa gewidmet. Auf die Auftaktveranstaltung folgen bis 15. Juli in zahlreichen Städten des Ruhrgebiets Konzerte, Ausstellungen, Lesungen und Rundgänge, mit denen die in Deutschland nahezu zerstörte Tradition synagogaler Musik in Erinnerung gerufen und neu belebt werden soll.

Das Synagogal Ensemble Berlin mit Kantor Isaac Sheffer als Solist präsentiert am 30. Mai in der Synagoge Dortmund Werke von Lewandowski, Sulzer, Naumbourg, Weill, Ravel, Steinberg und Finkelstein. Der Dortmunder Chor Bat Kol David tritt am 16. Mai im Jüdischen Museum in Dorsten und am 27. Juni in der Synagoge Bochum auf. Das 1996 gegründete Ensemble des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Westfalen-Lippe besteht überwiegend aus Musikern, die aus der ehemaligen Sowjetunion zugewandert sind. Am 19. und 20. Juni gastiert der Leipziger Synagogalchor unter Leitung von Helmut Klotz in Essen und Gelsenkirchen. Neben den Konzerten gehört die Reihe »Jüdische Orte« zu den Schwerpunkten der diesjährigen Biennale.

In Bochum, Dortmund, Duisburg und Gelsenkirchen werden zwischen dem 9. Mai und 15. Juli geführte Besichtigungen in Synagogen und auf Friedhöfen angeboten. Auf von Experten begleiteten Stadtrundgängen können die Teilnehmer die immer noch erhaltenen, vielfältigen Spuren jüdischen Lebens an Rhein und Ruhr entdecken. Bei vielen Veranstaltungen gibt es für die Besucher auch Kostproben aus der jüdischen Küche. ja

www.ev-forum-westfalen.de

Weltmeisterschaft

Die Kraft des Gemeinsamen

Vom Hoffen, Mitfiebern und Leiden: Eine Liebeserklärung an die Macht und die Möglichkeiten des Fußballs

von Awi Blumenfeld  11.06.2026

Kulturfest

Jüdische Woche in Leipzig

70 Leipziger Institutionen und Vereine gestalten ein Programm zu jüdischem Leben in Vergangenheit und Gegenwart. Erwartet werden internationale Gäste

 11.06.2026

Dresden

Elnet: Initiative soll Neugier auf jüdisches Leben wecken

Die Kampagne ist Teil des Themenjahres »Tacheles. Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026« und wird zunächst sechs Wochen sichtbar sein

 11.06.2026

Hass auf der Bühne

»Hofnarr der Hamas«: Kritik an Auftritt von Bassem Youssef in Berlin

Der amerikanisch-ägyptische Comedian relativiert die Hamas-Verbrechen vom 7. Oktober und verbreitet Verschwörungsmythen über Israel. Nun werden Forderungen nach einer Absage seiner Vorstellung im Tempodrom laut

von Imanuel Marcus  11.06.2026 Aktualisiert

Festival in Köln

»Shalom-Musik.Koeln« 2026 bringt jüdische Musik in die ganze Stadt

Avi Avital, Sharon Brauner, Omer Klein und Bar Zemach sind nur vier der vielen Künstler, deren Performances auf dem Programm stehen

 11.06.2026

Hollywood

Hasswelle gegen Gwyneth Paltrow wegen Israel-Werbung

Die Datstellerin mit jüdischem Familienhintergrund ist das Werbegesicht für das israelische Luxusbauprojekt 51 Park in Herzliya. Die Quittung: Sie wird online als »genocide queen« beschimpft

 11.06.2026

Leo-Baeck-Preis

»Seine Arbeit hat rettende Relevanz«

Ahmad Mansour lobte in seiner Laudatio auf Dieter Nuhr den Mut und die intellektuelle Unbestechlichkeit des Kabarettisten. Eine Dokumentation

von Ahmad Mansour  10.06.2026

Rede

»Sie beweisen Zivilcourage und folgen mit ihrem Mut dem Beispiel von Leo Baeck«

Zentralratspräsident Schuster hob bei der Vergabe des Leo-Baeck-Preises Dieter Nuhrs ebenso fairen wie kompetenten Blick auf den jüdischen Staat hervor

von Josef Schuster  10.06.2026

Berlin

»Ich bin stolz! Sehr stolz«

Dieter Nuhr ist mit dem Leo-Baeck-Preis des Zentralrats der Juden geehrt worden. Wir dokumentieren hier exklusiv seine Rede im Wortlaut

von Dieter Nuhr  10.06.2026