Bachmannpreis

Jüdische Familiengeschichte beeindruckt Jury

Dana Vowinckel Foto: ORF/LST Kärnten

Für ihren Text über eine jüdische Familie ist die Berliner Autorin Dana Vowinckel beim Bachmann-Literaturwettbewerb mit dem Preis des Deutschlandfunks ausgezeichnet worden. In bisher seltener Einmütigkeit fand die Jury bereits am Samstag in Klagenfurt bei der Diskussion über den text viele lobende Worte für »Gewässer im Ziplock«.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Jury-Vorsitzende Insa Wilke sah darin »tolle Anlagen«, Jury-Mitglied Vea Kaiser bescheinigte, das Konzept der zumindest zwei Perspektiven sei »grandios gelungen«.

Orthodoxie Klaus Kastberger wies darauf hin, dass generell in der Gesellschaft die Neugierde auf orthodoxes jüdisches Leben in den vergangenen Jahren gewachsen sei. Er war der Autorin auch dankbar für ihr Lesetempo ohne künstliche Dehnung. »Die Fernsehzuschauer sind nicht so dumm.«.

Auf geteiltes Echo bei der Jury stieß »Mein Freund am See« des gebürtigen Bochumers Timon Karl Kaleyta. Einige Jury-Mitglieder wie Wilke hielten den Text für ein gelungenes Beispiel, »pure Gewalt in naivem Kostüm« darzustellen. Philipp Tingler und auch Kaiser kritisierten dagegen die »tumbe Sprache« und strukturelle Schwächen.

Die letzten Lesungen bei den 45. Tagen der deutschsprachigen Literatur bestritten am frühen Samstagnachmittag die in Teheran geborene, in Deutschland aufgewachsene und seit 2012 in Graz lebende Autorin Nava Ebrahimi und die Nürnbergerin Nadine Schneider, die in Berlin lebt.

Ebrahimi wurde am Sonntagmittag für ihren Text mit dem Ingeborg Bachmann Preis ausgezeichnet. Am diesjährigen Bachmannpreis nahmen 14 Teilnehmer aus Österreich, der Schweiz und Deutschland teil. dpa/ja

New York

Nach Paul Simon wird auch Art Garfunkel 85

Mit Songs wie »The Sound of Silence« wurden Simon & Garfunkel weltberühmt – aber auch die Streits der beiden Schulfreunde aus New York sind legendär. Jetzt steht der nächste große Geburtstag an

von Christina Horsten  03.11.2026

Frankfurt am Main

Rote und blaue Fäden

Mit der Installation »A Sky Full of Hope« will die Künstlerin Janet Echelman globale Vernetzung sichtbar machen – und eckt in der Stadt damit an

von Eugen El  03.11.2026

Fernsehen

»Doitscha« erzählt vom Leben deutscher Juden nach dem 7. Oktober

Im Mittelpunkt der pointierten Tragikomödie steht eine Familie, in der unterschiedliche Identitäten, Ängste und Lebensentwürfe aufeinanderprallen

 03.11.2026

Frankfurt

Jüdische Akademie soll »Haus der Zukunft« sein

In der ersten Diskussionsrunde der neuen Jüdischen Akademie in Frankfurt stieß ein Wunsch angesichts von Antisemitismus und innerjüdischer Differenzen auf große Zustimmung: Die Akademie soll ein »Haus der Zukunft« sein

 03.11.2026

Kino und Literatur

»Holocaust im Film« - Eine Spurensuche von 1946 bis heute

Im November kommt der Essayfilm »Holofiction« ins Kino: Regisseur Michal Kosakowski untersucht die filmische Ikonografie des Holocaust. Zur Geschichte des Holocaust-Films gibt es auch schon das gleichnamige Sachbuch

von Marcus Stiglegger  03.11.2026

Lesen!

Existenzialistische Suchbewegungen

In Benjamin Steins »Tiferet« geht es um die letzten Dinge, um alles und nichts – und vor allem um Abschied und Verlust

von Tobias Prüwer  02.11.2026

Interview

»Gemeinsam nach der Wahrheit suchen«

Carlos Fraenkel, der neue Leiter des Potsdamer Einstein Forums, will unterschiedliche Denktraditionen miteinander ins Gespräch bringen – und die Philosophie stärker in der Gesellschaft verankern

von Ayala Goldmann  02.11.2026

Aufgegabelt

Frühstückskartoffeln

Rezepte und Leckeres

 02.11.2026

Sprachen

Neues Spanisch-Wörterbuch: »Jüdisch« bleibt ein Synonym für »geizig«

Die Real Academia Española weigert sich, einen argentinischen Richterspruch umzusetzen - auch in der Neuausgabe ihres Kompendiums der spanischen Sprache findet sich ein Beispiel für Alltagsantisemitismus

von Michael Thaidigsmann  02.11.2026