Los Angeles

Jim Abrahams ist tot

Regisseur Jim Abrahams Foto: picture-alliance/ MAXPPP

Los Angeles

Jim Abrahams ist tot

Mit seinen Jugendfreunden schuf er Hit-Komödien wie »Die nackte Kanone«

 27.11.2024 11:08 Uhr

Das Klamauk-Genie Jim Abrahams, einer der Regisseure und Drehbuchautoren hinter Komödienhits wie »Die nackte Kanone« und »Airplane!«, ist tot. Sohn Joseph bestätigte laut den Branchenportalen »Variety« und »Hollywood Reporter« den Tod des Filmemachers. Abrahams wurde 80 Jahre alt. Er starb an Leukämie – 20 Jahre nach der ersten Diagnose.

Mit seinen Jugendfreunden, den Brüdern David und Jerry Zucker, hatte Abrahams in Milwaukee im US-Staat Wisconsin das »Kentucky Fried Theatre« gegründet. Die Show war eine Mischung aus Gags, Satire und haarsträubendem Blödsinn.

Das Trio, kurz als »ZAZ« bekannt, brachte es nach Hollywood, wo es 1977 das Drehbuch »Kentucky Fried Movie« verkaufte. Unter der Regie von John Landis wurden die Satire-Gags zum Kino-Lachknüller und 1977 zum ersten großen Kassenerfolg des »ZAZ«-Teams.

»Die nackte Kanone« bis »Hot Shots!«

Es folgten mehrere Hits, bei denen alle drei für Regie und Drehbuch verantwortlichen waren, darunter die Film-Parodie »Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug« (1980; Originaltitel »Airplane!«) mit Leslie Nielsen und der Spionageklamauk »Top Secret!« (1984) mit Val Kilmer. Regie führte das Trio auch bei dem Blödelstreifen »Die unglaubliche Entführung der verrückten Mrs. Stone«(1986) mit Bette Midler und Danny DeVito.

Lesen Sie auch

Für »Die nackte Kanone« (1988), mit Leslie Nielsen als Polizeitölpel Frank Drebin, lieferte Abrahams noch das Drehbuch, bei den beiden weiteren Folgen der Kult-Komödie war er als Produzent an Bord.

Jerry Zucker (74) sprach von Abrahams als »unser dritter Bruder«. In einer Mitteilung, die das Portal »Rolling Stone« veröffentlichte, würdigte Zucker seinen »brillanten und bissigen Sinn für Humor«. »Er war unser Partner, unser Freund und unser Held.«

Jüdische Familie in Shorewood

Auch ohne die Zucker-Brüder hatte Abrahams Erfolg. Als Solo-Regisseur brachte er Komödien wie »Zwei mal Zwei«, »Ein Mädchen namens Dinky« und »Hot Shots! – Die Mutter aller Filme« auf die Leinwand. Zu seinen letzten Projekten zählte 2006 das Drehbuch für die Horrorkomödie »Scary Movie 4«.

Im Jahr 1944 wurde Jim Abrahams in Shorewood (Bundesstaat Wisconsin) in eine jüdische Familie hineingeboren. Seine Mutter Louise war Pädagogin, sein Vater Norman Anwalt.

Abrahams hinterlässt drei Kinder. Seine Tochter Amie ist als Drehbuchschreiberin ebenfalls mit Comedy-Filmen beschäftigt. dpa/ja

Italien

Überschattet von Skandalen: Venediger Kunstbiennale beginnt

Die Jury tritt zurück, die große Feier fällt aus und ein israelischer Künstler sieht sich »völlig isoliert« – die 61. Kunstbiennale in Venedig war schon vor Beginn beschädigt. Nun hat sie ihre Tore offiziell geöffnet

 10.05.2026

Eurovision

Noam Bettan probt mit Buhrufen

Mehrere Länder boykottieren den Eurovision Song Contest 2026 wegen der Teilnahme Israels. Wie geht der Kandidat des Landes damit um, dass er in Wien zudem mit Störaktionen und Buhrufen rechnen muss?

 10.05.2026

Medien

Kristin Helberg, der Hass auf Israel und der urdeutsche Wunsch nach Entlastung

Ein Kommentar von Jan Fleischhauer

von Jan Fleischhauer  10.05.2026

Aufgegabelt

Geburtstagskuchen

Rezepte und Leckeres

 10.05.2026

Muttertag

Moja Mama!

Die jiddische Mamme ist Motiv in etlichen Witzen. Dabei ist sie so viel mehr. Eine Würdigung aus der Perspektive eines Sohnes

von Jan Feldmann  10.05.2026

Kino

Preise des 32. Jüdischen Filmfestivals Berlin Brandenburg vergeben

Noch bis Sonntag zeigt das Jüdische Filmfestival Berlin Brandenburg Produktionen aus 22 Ländern. Die beiden Hauptpreise wurden schon zur Halbzeit verliehen

 09.05.2026

Kulturkolumne

Heißt David demnächst »Dschihad«?

Warum Michelangelo heute nie den Goldenen Löwen der Kunstbiennale-Jury von Venedig bekommen hätte

von Ayala Goldmann  08.05.2026

Meinung

LMU München: Ein Abschiedsbrief an meine geliebte Alma Mater

Ein Liebesbrief aus Enttäuschung an eine Universität, die sich selbst zu verlieren droht

von Guy Katz  08.05.2026

Meinung

Warum Erwin Rommel kein Vorbild für die Bundeswehr sein kann

Der Mythos vom ritterlichen »Wüstenfuchs« überlagert bis heute die wahre Geschichte hinter dem Nazi-General. Umso dringender ist eine Beschäftigung mit seiner Biografie

von Benjamin Ortmeyer  07.05.2026