Astronomie

Dunkle Materie im All

Ein Ring dunkler Materie in einem Galaxienhaufen im Sternbild Fische: Die Verteilung der Materie wurde am Computer errechnet und 2007 über das Foto des europäischen Weltraumteleskops Hubble gelegt. Foto: dpa

Wissenschaftler haben neue Beweise für die Existenz dunkler Materie im Weltall gefunden – mithilfe der Radioastronomie. Der israelische Astrophysiker Rennan Barkana von der Universität Tel Aviv veröffentlichte dazu einen Artikel im Fachmagazin »Nature«, aus dem die israelische Zeitung »Haaretz« am Donnerstag zitierte.

Galaxien Forscher können die Entstehung und Bewegungen der Galaxien und Galaxienhaufen durch das All nicht allein durch Materie und Kräfte erklären, die Menschen beobachten und verstehen können. Daher sind Astronomen heute der Auffassung, dass ein beträchtlicher Teil des Universums aus »dunkler Materie« und »dunkler Energie« besteht.

Rennan Barkana, Leiter der Abteilung für Astrophysik an der Universität Tel Aviv, beschrieb in seinem Papier, wie ein Team um den Astronomen Judd Bowman von der Arizona State University unerwartet auf dunkle Materie stieß, während die Wissenschaftler versuchten, mithilfe kosmischer Radiowellen die ältesten Sterne im Universum zu entdecken. Bei der Radioastronomie werden astronomische Objekte durch die von ihnen ausgesandten Radiowellen untersucht.

Das Signal, das vom EDGES-Radioteleskop in Australien auf einer Frequenz von 78 Megahertz empfangen worden sei, datiere 180 Millionen Jahre nach dem Urknall, der sich vor etwa 13,7 Milliarden Jahren ereignet hatte.

Masse Es sei ein Beweis von Interaktionen zwischen herkömmlicher und dunkler Materie im frühen Universum – und gleichzeitig der erste direkte Beweis in der Wissenschaft für die Existenz von dunkler Materie. Man könne aus dem Signal schließen, dass dunkle Materie aus Partikeln von geringer Masse bestehe und mit anderen Formen von Materie interagieren könne. ag

Tacheles-Preis

»Ihr prägt den Journalismus. Ihr prägt unser Land«

WELT-Chefredakteur Helge Fuhst hielt die Laudatio auf die Jüdische Allgemeine. Eine Dokumentation

von Helge Fuhst  21.05.2026

Cannes

Hüller als Erika Mann, Eidinger als Gestapo-Chef

Das Programm der Filmfestspiele ist vom Zweiten Weltkrieg geprägt. Ein Beitrag außerhalb des Wettbewerbs sorgte für Überraschungen

von Patrick Heidmann  21.05.2026

Dokumentation

»Mehr Mut zu unbequemen Wahrheiten!«

Die Jüdische Allgemeine ist mit dem Tacheles-Preis ausgezeichnet worden. Hier dokumentieren wir die Dankesrede von JA-Chefredakteur Philipp Peyman Engel

von Philipp Peyman Engel  21.05.2026

Aufgegabelt

Schawuot: Käse-Bourekas

Rezepte und Leckeres

 21.05.2026

Berlin

Daniel-Ryan Spaulding: Pro-israelischer Comedian aus Kanada in Deutschland

»Wenn wir Freiheit, Demokratie und säkulare Werte verteidigen wollen, dann sollten wir alle an der Seite Israels stehen«, sagt der Künstler, der auch zum Aktivisten wurde

von Imanuel Marcus  21.05.2026

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

von Bettina Piper, Imanuel Marcus  21.05.2026

Leipzig

Ausstellung zu jüdischem Leben und Bach

Johann Sebastian Bach hat sehr wahrscheinlich keine persönlichen Kontakte zu Jüdinnen und Juden gepflegt. Doch seine Werke wurden schon im 18. Jahrhundert von der jüdischen Community aufgeführt und verbreitet

von Katharina Rögner  20.05.2026

Programm

Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 21. Mai bis zum 3. Juni

 20.05.2026

London

»In The Grey«: Jake Gyllenhaal als Schuldeneintreiber

Regisseur Guy Ritchie schickt den jüdischen Schauspieler in eine gefährliche Grauzone zwischen Gesetz und Unterwelt

von Philip Dethlefs  20.05.2026