Film

Der Superfleißige

Von »Top Gun« bis »Bad Boys«: Jerry Bruckheimer Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

»Ich liebe es.« Es ist nicht mehr und nicht weniger, was den Erfolg von Jerry Bruckheimer ausmacht. Er bringt den Stoff auf die Leinwand, der zuallererst bei ihm zündet. Und so wird der Hollywood-Produzent nicht müde, Heldengeschichten zu erzählen, abenteuerliche, oft rasante Storys mit knalligen Effekten und immer auch einer ordentlichen Prise Emotion und Humor. Das kommt rund um den Globus an. Wie Bad Boys, Pirates of the Caribbean oder zuletzt Top Gun: Maverick: alles Blockbuster, die Hunderte Millionen Dollar eingespielt haben.

An diesem Donnerstag wird Jerry Bruckheimer 80 Jahre alt und hat immer noch Lust aufs Filmemachen. Für die große Leinwand entsteht derzeit ein Formel-1-Drama, natürlich starbesetzt: Brad Pitt spielt einen Piloten, der nach einem Unfall zurückgeholt wird, um ein aussichts­loses Team in die Spur zu bringen.

fernsehen Für das Fernsehen sicherte sich Bruckheimer gerade die US-Rechte an der ZDF-Serie Gestern waren wir noch Kinder. Dass der Produzent sowohl im Kino als auch im Fernseh- und Streaming-Segment erfolgreich ist, sieht er selbst als sein größtes Verdienst. Damit unterstreicht er seinen Fleiß, den unbedingten Willen, im Filmbusiness voranzukommen.

Geboren wurde Jerome Leon Bruckheimer am 21. September 1943 als einziges Kind deutsch-jüdischer Immigranten in Detroit.

Geboren wurde Jerome Leon Bruckheimer am 21. September 1943 als einziges Kind deutsch-jüdischer Immigranten in Detroit. Ein Onkel schenkt ihm den ersten Fotoapparat und weckt eine Leidenschaft: für die Fotografie, für den Film, fürs Kino. Mit 17 verlässt Bruckheimer die Mumford High School und studiert Psychologie. Er jobbt in einer Werbeagentur und beginnt in New York, erste Filme zu drehen.

karriere Anfang der 80er kommt seine Karriere ins Rollen, und Hollywood horcht auf. Bruckheimer wird zum Garanten für Kino­knüller, seine Filme machen aus Tom Cruise, Johnny Depp oder Will Smith internationale Stars. Politisch steht er den Republikanern nahe; als Eishockey-Fan unterstützt er das NHL-Team Seattle Kraken. Er ist verheiratet mit der Autorin Linda Bruckheimer.

Bruckheimers filmisches Schaffen ist vielfach gekrönt worden – mit Emmys und Oscars, Grammys und Golden Globes und auch auf dem Hollywood Walk of Fame. Diesen Erfolg führt er zurück auf das Arbeitsethos seiner Eltern: »The harder you work, the luckier you get.«

Junge Israelis, die von Beta Israel, äthiopischen Juden, abstammen

Hamburg

2,5 Millionen Euro für Erforschung religiöser jüdischer Handschriften

Sophia Dege-Müller, Expertin für äthiopische Handschriften, erforscht religiöse Handschriften der äthiopischen Juden, der sogenannten Beta Israel. Ihre bis zu 500 Jahre alten Schriften seien bislang kaum wissenschaftlich untersucht worden

 03.09.2026

Medien

Wie »Die Zeit« den fanatischen Israelhasser Zohran Mamdani zur politischen Lichtgestalt umdeutet

von Regula Stämpfli  03.09.2026

Debatte

Öffentlich-Rechtliche Medien: Macht euren Job, aber macht ihn besser!

Ein Appell von Esther Schapira

von Esther Schapira  03.09.2026

Medien

Stephan-Andreas Casdorff ist wieder für den »Tagesspiegel« tätig

Die KI-generierten Meinungstexte von Stephan-Andreas Casdorff im »Tagesspiegel« hatten in der Branche für viel Aufruhr gesorgt. Seit Juni hatte der Ex-Chefredakteur seine Tätigkeit ruhen lassen. Nun kehrt er zurück

von Jana Ballweber  03.09.2026

Literatur

Die perfekte Paranoia

»Howl« ist eine romangewordene Angstattacke, die Hoffnung macht. So etwas kann nur der britische Schriftsteller Howard Jacobson

von Sophie Albers Ben Chamo  03.09.2026

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

von Katrin Richter, Imanuel Marcus  03.09.2026

Jubiläum

50 Jahre Muppets: »Applaus, Applaus, Applaus!«

Am 5. September 1976, vor 50 Jahren, strahlte der britische Sender ITV die erste Folge der »Muppet Show« aus. Das geplant chaotische Format wurde ein weltweiter Erfolg

von Alexander Brüggemann  03.09.2026

Kunst

Mehr als heiße Luft

Ausgerechnet ein jüdisches Rhinozeros liefert in Sachsen-Anhalt einen prägnanten Kommentar zur Landtagswahl. Ein Treffen mit dem israelischen Künstler Itamar Gov

von Sophie Albers Ben Chamo  03.09.2026

Kino

»Die Realität, in der wir leben«

Das israelische Filmfestival »Seret« zeigt atemberaubend dramatische wie komische Filme und Dokumentationen

von Helmut Kuhn  03.09.2026