Dessau-Roßlau

Buch zur jüdischen Geschichte Anhalts vorgestellt

Im neuen Band werden unter anderem die 2023 eingeweihte Weill-Synagoge in Dessau vorgestellt. Foto: picture alliance / SZ Photo

Die Evangelische Landeskirche Anhalts hat einen weiteren Band über Orte jüdischen Lebens in Anhalt herausgegeben. Präsentiert würden 13 Erinnerungsorte jüdischen Lebens, teilte die Landeskirche am Donnerstag in Dessau-Roßlau mit.

Kirchenpräsident Karsten Wolkenhauer sagte, damit solle »Antisemitismus und Intoleranz in der Gegenwart entschieden entgegentreten« werden. Es gehe darum, sich an die reiche jüdische Geschichte Anhalts zu erinnern und diese Geschichte als Mahnung zu verstehen: »Nie wieder darf die Gleichgültigkeit die Stimme der Erinnerung übertönen«, sagte Wolkenhauer.

Die Vorsitzende des Landesverbandes Jüdischer Gemeinden, Inessa Myslitska, sagte, das Buch zeige, was verloren gegangen sei. Und es zeige, »warum es wichtig ist, jüdisches Leben heute zu schützen«.

Erinnerungsorte besuchen

»Erinnerung allein reicht nicht. Wissen allein reicht nicht. Was wir brauchen, ist Haltung«, ergänzte sie. Auch der Leiter der Jüdischen Gemeinde Dessau, Alexander Wassermann, würdigte den Ergänzungsband zu dem erstmals 2020 herausgegebenen Buch »Jüdisches Leben in Anhalt«, das in der Folge zwei Mal überarbeitet und erweitert wurde.

Im neuen Band werden unter anderem die 2023 eingeweihte Weill-Synagoge in Dessau, die frisch sanierte Trauerhalle auf dem jüdischen Friedhof in Köthen und das 2023 eingeweihte Gegendenkmal zur mittelalterlichen Schmähplastik an der Nikolaikirche in Zerbst vorgestellt.

Der Initiator des Werkes, Dietrich Bungeroth, sagte, das reich bebilderte Buch solle einladen, diese Erinnerungsorte zu besuchen. Deshalb würden auch mehrere Schulen in der Region das Buch erhalten. epd 

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