Großbritannien

Werden jüdische Autoren abgelehnt?

Ein Ort für alle Bücher: Die Buchhandlung »Daunt Books« in Marylebone in London Foto: picture alliance / NurPhoto

Der zunehmende Antisemitismus in Großbritannien zeigt sich offenbar auch im Bereich Literatur: Die Hälfte der britischen Verlage weigert sich laut einem Bericht der Zeitung »The Telegraph«, Bücher jüdischer Autoren zu veröffentlichen.

In dem Artikel wird unter anderem Stephen Games, Gründer des Unternehmens »EnvelopeBooks« zitiert, der ein »Klima wachsender Feindseligkeit gegen Juden« beobachtet. »Ein sehr bekannter Literaturagent von großem Ansehen, der mit Büchern zu tun hat, die man kennt, sagte, dass er Schwierigkeiten mit seinen jüdischen Autoren oder Schriften zu jüdischen Themen habe, weil er einfach finde, dass ein Großteil des literarischen Londons mittlerweile eine No-go-Area für Juden sei«, sagte Games demnach.

Alarmierende Zunahme

Nicht alle jüdischen Autoren spüren die von Games angesprochene Tendenz, darunter Gillian Freedman, Autorin des Buches Jews Milk Goats. Sie sagte dem »Telegraph«, in ihrem Dorf erfahre sie weitaus mehr Unterstützung als ihre Kollegen in London.

Generell werde in Großbritannien eine massive Zunahme des Judenhasses registriert. Vom 7. Oktober 2023 bis Ende Dezember 2023 stieg die Anzahl der antisemitischen Vorfälle um 589% im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Vorjahr. ja

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