London

Autor Neil Gaiman weist Vorwürfe sexueller Übergriffe zurück

Der Autor Neil Gaiman Foto: picture alliance / Charles Sykes/Invision/AP

Der Fantasy- und Science-Fiction-Autor Neil Gaiman (64) hat Vorwürfe sexueller Übergriffe zurückgewiesen. Das »New York Magazine« hatte von Vorwürfen mehrerer Frauen berichtet, auch ein Podcast hatte im Sommer die Anschuldigungen thematisiert.

In den vergangenen Monaten habe er mit Entsetzen die Geschichten gesehen, die über ihn im Internet kursierten, schrieb der britisch-jüdische Autor in einer Stellungnahme auf seiner Internetseite. Bisher habe er dazu geschwiegen, nun aber wolle er sich äußern.

»Ich bin alles andere als ein perfekter Mensch, aber ich habe mich nie an sexuellen Aktivitäten beteiligt, die nicht einvernehmlich waren«, erklärte Gaiman, der etwa die Graphic Novel-Reihe »Sandman« und die Romane »American Gods« und »Coraline« geschrieben hat, die auch verfilmt wurden.

»Ausdrücklich nicht geschehen«

Beim Lesen der jüngsten Anschuldigungen gebe es Momente, die er halb wiedererkenne, und solche, die er nicht wiedererkenne, schrieb Gaiman in der Stellungnahme, aus der zum Beispiel die britische BBC und die Zeitung »Guardian« zitierten. Es gebe Beschreibungen von Dingen, die passiert seien, und von solchen, »die ausdrücklich nicht geschehen sind«.

Beim Durchsehen von Nachrichten, die er damals mit den Frauen geschrieben habe, habe er erkannt, dass er sich besser hätte verhalten sollen, schrieb Gaiman. Er sei achtlos mit den Gefühlen anderer umgegangen und das bereue er. Er akzeptiere aber nicht, dass Missbrauch stattgefunden habe. dpa

Berlin

Jüdische Kulturtage müssen Hauptausstellung absagen

Wegen einer Finanzierungslücke fällt die Ausstellung aus. Die Jüdische Gemeinde kritisiert die Förderentscheidung des Senats

 12.10.2026

Jugendbuch

Zwei Mädchen im Winter 1947

Die amerikanische Schriftstellerin Holly-Jane Rahlens schreibt über Freundschaft in der Berliner Nachkriegszeit

von Katrin Diehl  12.10.2026

Slata Roschal

Der Autor ist tot

Sie las beim Bachmannpreis und verließ den Saal – in ihrem neuen Roman rechnet sie mit dem Literaturbetrieb ab

von Frank Keil  12.10.2026

Boris Schumatsky

Geografie der Entwurzelung

Der Berliner Schriftsteller erzählt von seiner Mutter, dem russischen Krieg gegen die Ukraine und vom Verlust jeglichen Halts bei Paul Celan

von Alexander Kluy  12.10.2026

Sachbuch

Treffpunkt der Egomanen

Christian Buckard erzählt die Geschichte des legendären »Romanischen Cafés« und seiner jüdischen Bohème

von Leon Stork  12.10.2026

Tomer Gardi

Auf der Spur der Fahrradkuriere

Der israelische Autor verfolgt in seinem neuen Roman Lieferketten – und widmet sich den Menschen, die per App gerufen werden

von Sophie Albers Ben Chamo  12.10.2026

Sachbuch

Jerusalem für Anfänger

Geht es um die Gegenwart, verliert sich Dietmar Pieper in Tagespolitik

von Ralf Balke  12.10.2026

Frankfurt am Main

Auszeichnung für Journalisten und Buchautoren

Der Georg-Stefan-Troller-Preis für die Berichterstattung über jüdisches Leben wurde erstmals verliehen. Mit Mascha Malburg und Joshua Schultheis sind auch zwei JA-Journalisten unter den Ausgezeichneten

 11.10.2026

Frankfurt am Main

Friedenspreis des Deutschen Buchhandels an Philippe Sands überreicht

Der Völkerrechtsanwalt forderte in seiner Rede ein Ende angeblicher »Debattenbeschränkungen« in Deutschland

 11.10.2026