London

Autor Neil Gaiman weist Vorwürfe sexueller Übergriffe zurück

Der Autor Neil Gaiman Foto: picture alliance / Charles Sykes/Invision/AP

Der Fantasy- und Science-Fiction-Autor Neil Gaiman (64) hat Vorwürfe sexueller Übergriffe zurückgewiesen. Das »New York Magazine« hatte von Vorwürfen mehrerer Frauen berichtet, auch ein Podcast hatte im Sommer die Anschuldigungen thematisiert.

In den vergangenen Monaten habe er mit Entsetzen die Geschichten gesehen, die über ihn im Internet kursierten, schrieb der britisch-jüdische Autor in einer Stellungnahme auf seiner Internetseite. Bisher habe er dazu geschwiegen, nun aber wolle er sich äußern.

»Ich bin alles andere als ein perfekter Mensch, aber ich habe mich nie an sexuellen Aktivitäten beteiligt, die nicht einvernehmlich waren«, erklärte Gaiman, der etwa die Graphic Novel-Reihe »Sandman« und die Romane »American Gods« und »Coraline« geschrieben hat, die auch verfilmt wurden.

»Ausdrücklich nicht geschehen«

Beim Lesen der jüngsten Anschuldigungen gebe es Momente, die er halb wiedererkenne, und solche, die er nicht wiedererkenne, schrieb Gaiman in der Stellungnahme, aus der zum Beispiel die britische BBC und die Zeitung »Guardian« zitierten. Es gebe Beschreibungen von Dingen, die passiert seien, und von solchen, »die ausdrücklich nicht geschehen sind«.

Beim Durchsehen von Nachrichten, die er damals mit den Frauen geschrieben habe, habe er erkannt, dass er sich besser hätte verhalten sollen, schrieb Gaiman. Er sei achtlos mit den Gefühlen anderer umgegangen und das bereue er. Er akzeptiere aber nicht, dass Missbrauch stattgefunden habe. dpa

Glosse

Der Rest der Welt

Es war der Sommer 1987, und fast immer sah ich »Dirty Dancing«

von Margalit Edelstein  30.08.2026

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

von Katrin Richter  30.08.2026

Hessen

Antisemitismusbeauftragter kritisiert Berufung von Maha El Hissy in Jury des Deutschen Buchpreises

Uwe Becker charakterisiert die Literaturkritikerin als »Multiplikatorin israelfeindlicher Stereotype« und hofft auf ihre Abberufung

 30.08.2026

70 Jahre »Bravo«

Dr. Sommers Vermächtnis

Von 1969 bis 1984 war der Arzt Martin Goldstein »Dr. Sommer«, einer der wohl berühmtesten Ratgeber, den der deutsche Journalismus je hatte

von Hanna Persson  28.08.2026

Musik

Abschied von Berlin

Sharon Brauner über ihr neues Lied » Kind dieser Stadt« und warum die Urberlinerin ihre Heimat verlassen will

von Jan Feldmann  28.08.2026

Musik

Tagebuch in Tönen

In seiner Biografie »Idylle und Vertreibung« über Robert Kahn erinnert Reinhard Wulfhorst an einen außergewöhnlichen deutsch-jüdischen Komponisten

von Maria Ossowski  28.08.2026

TV-Kritik

»Phoenix« - herausragender Film über eine Schoa-Überlebende

Christian Petzolds grandiose Parabel auf Deutschland im »Jahre Null«

von Felicitas Kleiner  27.08.2026

Bremer Kunsthalle

Bremen

Auszeichnung für künstlerische Auseinandersetzung mit NS-Verbrechen

Die Künstlerin Annette Kelm wird mit dem 50. Pauli-Preis geehrt. Ihre Fotoserie »Die Bücher« zeigt Cover von Werken, die von den Nazis verboten und verbrannt wurden

 27.08.2026

MARKK Museum am Rothenbaum

Hamburg

Ausstellung zum Bild vom Judentum

Welches Bild hat das Hamburger Museum MARKK vom Judentum vermittelt? Welche Rolle spielte es in der NS-Zeit? Eine Ausstellung will diese Fragen beantworten

 27.08.2026