Minnesota

Weiter Ermittlungen nach Brandanschlag auf Synagoge

Foto: thinkstock

Die Polizei setzt nach der Festnahme eines 36-jährigen Verdächtigen die Ermittlungen zu einem Brandanschlag auf eine historische Synagoge im Norden des US-Bundesstaates Minnesota fort.

Bislang gebe es keine Anhaltspunkte für ein Hassverbrechen, hieß es am Sonntag (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz in der Stadt Duluth. Der Verdächtige ist den Angaben zufolge wohnungslos und in der Vergangenheit durch Ladendiebstähle aufgefallen, sagte der Polizeichef Mike Tusken.

FLAMMEN Das Feuer in der »Adas Israel Synagogue« von Duluth war vor einer Woche in den frühen Morgenstunden ausgebrochen und hatte sich schnell ausgebreitet. Nach Behördenangaben wurde niemand verletzt. Mehrere wertvolle Tora-Rollen fielen den Flammen zum Opfer, einige konnten durch die Feuerwehr gerettet werden.

Die jüdische Gemeinde von Duluth will die Synagoge wieder aufbauen und hat eine Spendenaktion gestartet.

Die fast 120 Jahre alte Synagoge brannte bis auf die Grundmauern ab. Die von litauisch-jüdischen Einwanderern gegründete Adas-Israel-Gemeinde umfasst 40 Familien. Die im Stil der Synagoge von Vilnius nachgebaute Holz-Synagoge galt als historisches Baudenkmal.

In den vergangenen Jahren sind durch Brandstiftungen zahlreiche Gotteshäuser in den USA zerstört worden. Insbesondere schwarze Gemeinden im Süden der USA haben ihre zum Teil historischen Kirchen durch Brandanschläge verloren. Die jüdische Gemeinde von Duluth will die Synagoge wieder aufbauen und hat eine Spendenaktion gestartet.  kna

Ukraine

Hilfsorganisation: Überlebende NS-Opfer nicht vergessen

Es gebe etwa 40.000 ehemalige Zwangsarbeiterinnen sowie Überlebende von Konzentrationslagern und anderen Lagern

 18.06.2024

Ehrung

Daniel Radcliffe gewinnt Musical-Preis Tony Award

Geehrt wird er für eine Nebenrolle auf dem Broadway

 17.06.2024

Terror

30 Jahre nach Anschlag auf jüdische Gemeinde: Argentinien wird verurteilt

Bei dem Attentat in Buenos Aires im Jahr 1994 kamen 85 Menschen ums Leben

von Denis Düttmann  15.06.2024

Russland

US-Reporter Gershkovich wird vor Gericht gestellt

Gershkovich war am 29. März 2023 in Jekaterinburg verhaftet worden

von Steffen Grimberg  14.06.2024

Brüssel

Kräfte und Verhältnisse

Wie unruhig die politischen Zeiten nach der Europawahl werden, hängt von vielen Faktoren ab

von Michael Thaidigsmann  14.06.2024

Tschechien

»Sag den Jungs, dass ich noch spiele«

In Prag gedenkt man des jüdischen Fußballstars Pavel Mahrer, der das KZ Theresienstadt überlebte

von Kilian Kirchgeßner  14.06.2024

Berlin

Selenskyj im Bundestag: Putin muss den Krieg verlieren

Kurz nach Kriegsbeginn hatte sich der ukrainische Präsident per Video an den Bundestag gewandt und mangelnde Hilfe beklagt. Jetzt hält er dort live eine ganz andere Rede

von Michael Fischer  11.06.2024

Washington D.C.

AJC ruft »globalen Ausnahmezustand für das jüdische Volk« aus

Beim Globalen Forum wird deutlich, unter welchem Druck Juden weltweit stehen

von Nils Kottmann  11.06.2024

Frankreich

Eine Frage des Käses

Zu Schawuot muss Milchiges auf den Tisch. Ein Besuch im Pariser Fromage-Universum

von Sybille Korte  11.06.2024