USA

Schluss mit Top Secret

Präsidentenberater Jared Kushner bei seinem ersten offiziellen Besuch in Israel im Mai 2017 Foto: Flash 90

Jared Kushner, jüdischer Schwiegersohn und Berater von US-Präsident Donald Trump, erhält laut US-Medienberichten keinen Zugang mehr zu streng geheimen Unterlagen. Kushner und andere Mitarbeiter Donald Trumps dürften nur noch Papiere mit dem Stempel »geheim« einsehen, aber keine Unterlagen, die als »streng geheim« klassifiziert sind. Das berichteten unter anderem das Magazin »Politico« und der Sender CNN.

Der 37 Jahre alte Immobilieninvestor Kushner ist mit Trumps Tochter Ivanka verheiratet, die vor ihrer Hochzeit zum Judentum konvertierte. Im Weißen Haus ist Kushner für die Vermittlung im Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern sowie die Beziehungen zu China und Mexiko verantwortlich.

Sicherheitsüberprüfung
Die Entscheidung traf den Berichten zufolge der Stabschef des Weißen Hauses, John Kelly, am vergangenen Wochenende. Kelly sei frustriert darüber, dass Kushner auch mehr als ein Jahr nach seinem Dienstantritt im Weißen Haus die Sicherheitsüberprüfung immer noch nicht vollständig absolviert hatte, hieß es. Kushner war der Zugang zu streng geheimen Unterlagen nur auf vorläufiger Basis gewährt worden.

Die »Washington Post« berichtete, dass mindestens vier Länder, unter ihnen Israel, die Vereinigten Arabischen Emirate, Mexiko und China, Möglichkeiten diskutiert haben sollen, wie Kushner im Zusammenhang mit seinen Geschäften beeinflusst werden könne. Ob solche Versuche tatsächlich unternommen wurden, blieb aber unklar.

Schulden Im Weißen Hauses sehe man sowohl Kushners Mangel an außenpolitischer Erfahrung als auch die Schulden seiner Firma als potenzielle Schwachstellen, schrieb das Blatt. Beamte im Weißen Haus seien besorgt darüber, dass Kushner »naiv« sein und in Gesprächen mit ausländischen Offiziellen »hereingelegt« werden könnte. Manche Vertreter aus dem Ausland hätten ausdrücklich darum gebeten, mit Kushner zu sprechen und nicht mit erfahreneren Mitarbeitern, sagte ein ehemaliger Offizieller im Weißen Haus der »Washington Post«.

Wie die Zeitung weiter schrieb, hat Kushners Firma Kushner Cos. angeblich 1,2 Milliarden Dollar Schulden, die aus dem Kauf eines Gebäudes in Manhattan herrühren sollen und im Januar 2019 fällig werden. ag

Österreich

Vermisste Israelinnen in Wien: Polizei stellt Suche ein

Europol hat die Ermittlungen im Fall der in Wien vermissten Israelinnen übernommen. Auch der Mossad soll vor Ort sein. Es wird davon ausgegangen, dass Mutter und Tochter nicht mehr in der Stadt sind

 14.08.2026

Antisemitismus

»Schade, dass Hitler den Job nicht vollendet hat«

Ein Mann aus Irland äußerte sich bei einer Begegnung mit jüdischen Touristen in einem französischen Supermarkt antisemitisch und drohte dem Paar gar mit Erschießung.

 14.08.2026

Wien

Vermisste Israelinnen: Gerüchte sorgen für Aktiensturz

Im Fall der vermissten Mutter und Tochter in Österreich haben Gerüchte in den sozialen Medien zu einem Kurssturz bei der israelischen Bank geführt, bei der eine der Frauen arbeitet

 13.08.2026

Italien

Ein Tempel für alle

Über der Biennale in Venedig schwebt eine Synagoge. Was sich die ukrainische Künstlerin Anna Kamyshan dabei dachte und wie sie es geschafft hat

von Sophie Albers Ben Chamo  13.08.2026

Judenhass

Tourist mit Kippa in Rom zweimal attackiert

Antisemitische Vorfälle in Italien nehmen seit Jahren zu. Nun wurde ein junger Tourist in der Hauptstadt gleich zweimal angegriffen. Er trug eine Kippa

von Severina Bartonitschek  12.08.2026

Bern

Verantwortung lässt sich nicht neutralisieren

Die Schweiz debattiert anlässlich einer Volksabstimmung über ihre Neutralität

von Nicole Dreyfus  12.08.2026

Österreich

Vermisste Israelinnen in Wien: Familie befürchtet das Schlimmste

Im Fall der vermissten Mutter und Tochter gibt es neue Details. Unter anderem über die Unterkunft in Wien. In Israel wurde eine Nachrichtensperre erlassen

 12.08.2026 Aktualisiert

Schweiz

Den eigenen Weg gehen

Kollektive Begeisterung macht blind und dumm, ganz gleich, ob sie von rechts oder links kommt, findet Berns Botschafter in Israel. Und liefert literarische und filmische Quellen als Inspiration für das Schwimmen gegen den Strom

von Simon Geissbühler  11.08.2026

Frankreich

Schrecken der Milliardäre

Der jüdische Ökonom Gabriel Zucman fordert eine stärkere Besteuerung der Superreichen. Beim Geldadel stoßen seine Ideen jedoch auf heftigen Widerstand

von Christine Longin  11.08.2026