USA

Ruth Bader Ginsburg aus Krankenhaus entlassen

Die 86-Jährige ist die bekannteste Richterin am Supreme Court, dem eine politisch enorm wichtige Rolle zukommt

 24.11.2019 23:19 Uhr

Ruth Bader Ginsburg sel. A. (1933–2020) Foto: imago/Starface

Die 86-Jährige ist die bekannteste Richterin am Supreme Court, dem eine politisch enorm wichtige Rolle zukommt

 24.11.2019 23:19 Uhr

Die amerikanische Justiz-Ikone und älteste Supreme-Court-Richterin Ruth Bader Ginsburg ist wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden. »Sie ist zu Hause und es geht ihr gut«, sagte Gerichtssprecherin Kathleen Arberg am Sonntag übereinstimmenden US-Medienberichten zufolge.

Am Samstag hatte der Supreme Court mitgeteilt, die 86-Jährige sei wegen Schüttelfrosts und Fiebers untersucht und anschließend zur stationären Behandlung etwaiger Infektionen im Johns Hopkins Hospital in Baltimore aufgenommen worden. Dort seien ihr Antibiotika und Lösungen verabreicht worden, woraufhin die Symptome abgeklungen seien.

FRAUENRECHTE Ginsburg ist die wohl bekannteste Richterin am Supreme Court, dem in den USA eine politisch enorm wichtige Rolle zukommt. Die zierliche Frau ist für ihre scharfe Argumentationsweise und als Vorreiterin für Frauenrechte bekannt. Ihr Leben und Wirken ist Gegenstand mehrerer Filme und Bücher. Viele Liberale feiern sie als Ikone.

Ginsburg gehört zum linken Flügel am Obersten Gericht und ist oft das Zünglein an der Waage.

Ginsburg hatte sich im August wegen eines bösartigen Tumors in der Bauchspeicheldrüse einer Strahlentherapie unterziehen müssen. Bereits im vergangenen Jahr war sie an der Lunge operiert worden, nachdem Ärzte zwei bösartige Knoten gefunden hatten.

Der neunköpfige Supreme Court hat in den USA nicht selten das letzte Wort in Auseinandersetzungen um weichenstellende Gesetze und Verfügungen. Seine oft mit knapper Mehrheit gefällten Entscheidungen sind häufig von landesweiter Bedeutung und prägen die Auslegung von Gesetzen an unteren Gerichten über Jahre, teils gar Jahrzehnte. Die Richter werden vom US-Präsidenten ernannt und müssen vom Senat bestätigt werden.  dpa

USA

Kongress-Abgeordneter: »Lufthansa muss sich erklären«

Der Republikaner Chris Smith zeigte sich entsetzt über die Behandlung orthodoxer Juden durch die Fluggesellschaft

von Michael Thaidigsmann  17.05.2022

Ukraine

Wie ein Sozialwerk

Warum die jüdische Gemeinde auch in Kriegszeiten so effektiv arbeiten kann und im ganzen Land sehr angesehen ist

von Vyacheslav Likhachev  17.05.2022

USA

Erste Erkenntnisse: Supermarkt-Attentat auch antisemitisch motiviert

Bei dem Amoklauf in einem Supermarkt in Buffalo wurden zehn Menschen erschossen und drei weitere verletzt

 16.05.2022

USA

Differenzen überbrücken

Ein Projekt in Miami bringt junge Leute aus der jüdischen Gemeinschaft und der Black Community zusammen

von Daniel Killy  16.05.2022

Österreich

Höchststand bei antisemitischen Übergriffen

Zahl im Vergleich zum Vorjahr um 65 Prozent gestiegen

 13.05.2022

Schweiz

Streitpunkt Organspende

Bei der Abstimmung am Sonntag möchte sich der Israelitische Gemeindebund nicht festlegen

von Peter Bollag  12.05.2022

USA

Recht auf Abtreibung?

Die meisten jüdischen Organisationen sind sich im Streit um den Schwangerschaftsabbruch in der politischen Einschätzung einig – in der halachischen Bewertung liegen sie teilweise weit auseinander

von Katja Ridderbusch  12.05.2022

Rumänien

Zu Gast in der Choral-Synagoge

Bei einem Arbeitsbesuch in Bukarest traf Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier auch Vertreter der jüdischen Gemeinde

von Tobias Kühn  12.05.2022

Frankfurt

Warum wies die Lufthansa Juden ab?

Die Entscheidung, jüdischen Passagieren den Weiterflug nach Budapest zu verwehren, sorgt weiter für Wirbel

von Michael Thaidigsmann  11.05.2022