USA

New York for Israel

Mit Fahne und Shirt: bei der Israel Day Parade Foto: dpa

Trotz anhaltender Regenfälle haben sich am Sonntag in Manhattan rund 30.000 Menschen zur alljährlichen Israel Day Parade versammelt. Wie in jedem Jahr gingen auch diesmal Vertreter Hunderter jüdischer Organisationen und Gemeinden auf die Straße, um Israel zu feiern.

Angeführt von Tänzern und Musikern zogen die Menschen von der 52th bis zur 74th Street die Fifth Avenue entlang. Veranstaltet wurde die Kundgebung vom Jewish Community Relations Council of New York.

Teilnehmer Unter den Teilnehmern waren auch der Gouverneur des US-Bundesstaats New York, Andrew Cuomo, eine Delegation der Knesset, der israelische Generalkonsul in New York, Ido Aharoni, und Israels Botschafter bei den Vereinten Nationen, Danny Danon.

»Die Bewohner von New York glauben an Israel und empfinden eine tiefe Liebe für die Menschen in Israel«, sagte New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio, der auch an der Parade teilnahm. »Solange ich Bürgermeister bin, werden wir immer zu Israel stehen.« Aus Anlass des Israeltags war das weltberühmte Empire State Building in der Nacht zum Sonntag blau-weiß beleuchtet.

BDS Wenige Stunden vor Beginn der Parade hatte Gouverneur Cuomo seine Behörden angewiesen, alle Geschäftsbeziehungen mit Unternehmen und Organisationen zu stoppen, die die Anti-Israel-Boykott-Bewegung BDS unterstützen. Er ordnete an, eine Liste von BDS-nahen Unternehmen zu erstellen.

Der Jüdische Weltkongress (WJC) begrüßt die Initiative. »Gouverneur Cuomo liefert ein wichtiges Beispiel für andere Staaten, Stellung zu beziehen gegen diese konzertierte Kampagne, einem amerikanischen Verbündeten zu schaden«, sagte Evelyn Sommer, die Vorsitzende der WJC-Amerika-Sektion. BDS richte sich nicht nur gegen Israel, sondern gegen die Vereinigten Staaten und alle westlichen Demokratien. ja

Nachruf

Mann mit Prinzipien

Ein halbes Jahrhundert lang stand »Abe« Foxman im Dienst der Anti-Defamation League, die Hälfte davon als ihr Chef. Nun ist der Schoa-Überlebende im Alter von 86 Jahren gestorben

von Michael Thaidigsmann  14.05.2026

Washington D.C.

Mehr als eine Million Dollar für Schutz jüdischer Einrichtungen in Los Angeles

Das Geld fließt ins Community Security Initiative Program. Das Projekt arbeitet mit jüdischen Einrichtungen zusammen und koordiniert Kontakte zu Sicherheits- und Rettungsbehörden

 12.05.2026

Jubilar

Architektur als Zeichen der Hoffnung - Daniel Libeskind wird 80

Das Jüdische Museum Berlin, der Masterplan für Ground Zero in New York: Für den Amerikaner ist Bauen Teil der Erinnerungskultur

von Sigrid Hoff  12.05.2026

Meinung

Wer definiert das Judentum?

Die Theologische Fakultät der Universität Freiburg im Üechtland verleiht dem messianischen Rabbiner Mark S. Kinzer die Ehrendoktorwürde. Das belastet das jüdische Verhältnis zu einem katholischen Partner

von Zsolt Balkanyi-Guery  12.05.2026

Essay

Warum ich Zionist bin

Heute ist Zionismus für viele ein Schimpfwort und gleichbedeutend mit Rassismus. Da muss eine Verwechslung vorliegen. Antizionismus ist Rassismus. Der Zionismus ist die selbstverständlichste Antwort auf zweitausend Jahre Verfolgung, Vertreibung und Völkermord

von Mathias Döpfner  12.05.2026

Runder Geburtstag

Meister der Linien: Architekt Daniel Libeskind wird 80

Er hat weltberühmte Gebäude entworfen – aber noch nie eines für sich selbst. Für den Architekten ist das gar kein Widerspruch, denn ihn interessiert ja etwas anderes

von Julia Kilian  11.05.2026

New York

Familie orthodoxer Jugendlicher verklagt Uber nach mutmaßlicher Vergewaltigung

Ein Uber-Taxichauffeur soll das minderjährige Opfer transportiert und damit gegen Regeln verstoßen haben, bevor es zu dem Sexualverbrechen kam

 11.05.2026

London

Mann nach antisemitischem Angriff angeklagt

Der 34-Jährige soll in Enfield mehrere Mitglieder der jüdischen Gemeinschaft bedroht, beleidigt und attackiert haben

 11.05.2026

London

Tausende demonstrieren gegen Judenhass

Die Kundgebung nahe der Downing Street fand vor dem Hintergrund einer Serie antisemitischer Vorfälle und Angriffe in Großbritannien statt

 11.05.2026