Frankreich

Messerattacke in Paris

Die Polizei überwältigte den Täter im neunten Arrondissement. Foto: imago

Am Dienstagmorgen sind in Paris der 50‐jährige Rabbiner Philippe Baroukh und sein 18‐jähriger Sohn Opfer einer Messerattacke geworden. Dies melden französische Medien. Laut Zeugenberichten ereignete sich der Anschlag während des Morgengebets in der Beth‐El‐Synagoge in der Rue Saulnier im neunten Arrondissement.

Manche Medien berichten, die Tat sei vor dem Eingang der Synagoge verübt worden. Klar ist, dass der mit einem Teppichmesser bewaffnete Täter sich auf Vater und Sohn stürzte und beide im Hals‐Nacken‐Bereich leicht verletzte. Dabei soll er »Allahu akbar« gerufen haben. Zeugen überwältigten den Täter und hielten ihn bis zum Eintreffen der Polizei fest. Der 28‐jährige Mann iranischer Abstammung war vor einer Woche aus einem psychiatrischen Krankenhaus entflohen.

Antisemitismus Einige Leser empören sich in ihren Kommentaren zu den Meldungen darüber, dass der Attentäter als geistig verwirrt beschrieben und Antisemitismus als Motiv gar nicht erwähnt werde.

Die französische Organisation SPCJ (Service de Protection de la Communauté Juive), die mithilfe von Daten der Polizei und des Innenministeriums antisemitische Vorfälle dokumentiert, hat festgestellt, dass antisemitische Taten in Frankreich stark zugenommen haben (antisemitisme.org). Im Jahr 2012 zählte der SPCJ 614 antisemitische Vorfälle, das sind 58 Prozent mehr als 2011 (389). Dabei haben Gewalttaten gar um 69 Prozent zugenommen (96 im Jahr 2012, 57 im Jahr 2011).

Mexiko

An der Plaza de Santo Domingo

Ein Rundgang durch das Stadtzentrum, in dem einst die jüdischen Einwanderer lebten

von Andreas Knobloch  16.06.2019

USA

Die Entschlossene

Mit Harriet Schleifer steht erstmals eine Frau an der Spitze des American Jewish Committee

von Daniel Killy  13.06.2019

Kapverden

Jüdisches Erbe im Atlantik

Die Inseln entdecken den Einfluss ihrer sefardischen Einwanderer

von Kevin Zdiara  11.06.2019