Toronto

Jüdische Gemeinschaft trauert um die Opfer

Trauer in Toronto Foto: dpa

Die jüdische Gemeinschaft Kanadas trauert nach dem Attentat eines Mannes, der seinen Transporter am Montagnachmittag (Ortszeit) in Toronto in eine Menschenmenge fuhr, um die Opfer.

Die UJA Federation of Greater Toronto und das Centre for Israel and Jewish Affairs (CIJA) posteten ein gemeinsames Statement auf ihren Facebook-Seiten: »Wir sind schockiert und traurig über die Getöteten und Verletzten dieses sinnlosen Gewaltakts in der Yonge Street in North York. Unsere Gedanken, Gebete und unser tief empfundenes Beileid gelten den Opfern, ihren Familien und allen, die von diesem schrecklichen Angriff betroffen sind.«

Synagogen Unmittelbar nach dem Anschlag, heißt es in dem Post weiter, hätten sowohl die UJA Federation als auch das CIJA Kontakt mit der Polizei aufgenommen, um sich zu vergewissern, dass die jüdische Gemeinschaft in Sicherheit ist. Jüdische Schulen, Synagogen, Gemeindezentren und andere Einrichtungen der Gemeinde seien informiert worden.

Auch der Jüdische Weltkongress äußerte sich zu dem Anschlag. »Wir stehen an der Seite Kanadas und aller Terroropfer, wenn unschuldige Menschen von sinnloser Gewalt betroffen sind.«

Israels Staatspräsident Reuven Rivlin übermittelte der kanadischen Generalgouverneurin Julie Payette und den Kanadiern sein Beileid. »Mit unseren Herzen sind wir bei denen, die geliebte Menschen verloren haben. Wir beten für eine schnelle Genesung derjenigen, die verletzt wurden.«

Laut Polizeiangaben hatte ein Mann seinen Lieferwagen offenbar vorsätzlich in eine Menschenmenge gefahren. Zehn Menschen wurden dabei getötet und zahlreiche verletzt. Man ermittle zwar in alle Richtungen, schließe aber einen terroristischen Anschlag weitgehend aus. kat

Sydney

Jüdisches Ehepaar stirbt beim Versuch, einen der Angreifer zu stoppen

Boris und Sofia Gurman versuchten, das Massaker vom Bondi Beach zu verhindern, und bezahlten dafür mit ihrem Leben

 16.12.2025

Attentat in Sydney

»Was würden die Opfer nun von uns wollen?«

Rabbiner Yehuda Teichtal hat bei dem Attentat in Sydney einen Freund verloren und wenige Stunden später in Berlin die Chanukkia entzündet. Ein Gespräch über tiefen Schmerz und den Sieg des Lichts über die Dunkelheit

von Mascha Malburg  16.12.2025

Sydney

Opera House erstrahlt mit Bild von Chanukkia

Es ist ein Zeichen der Solidarität mit der jüdischen Gemeinschaft

 16.12.2025

Australien

Faktencheck zum Terroranschlag in Sydney

Nach dem Blutbad am Bondi Beach ist noch vieles unklar. Solche Situationen nutzen Menschen in sozialen Netzwerken, um Verschwörungsmythen zu verbreiten

 15.12.2025

Faktencheck

Ahmed Al Ahmed hat einen Angreifer am Bondi Beach entwaffnet

Ein Passant verhindert Schlimmeres - und wird im Netz umbenannt. Angeblich soll Edward Crabtree einen der Täter von Sydney entwaffnet haben. Doch die Geschichte stammt von einer Fake-Seite

 15.12.2025

Sydney

Australiens Premierminister widerspricht Netanjahu

Nach dem Anschlag in Sydney betont Premierminister Albanese: Die Anerkennung Palästinas durch Australien steht nicht im Zusammenhang mit der Tat

 15.12.2025

Kommentar

Müssen immer erst Juden sterben?

Der Anschlag von Sydney sollte auch für Deutschland ein Weckruf sein. Wer weiter zulässt, dass auf Straßen und Plätzen zur globalen Intifada aufgerufen wird, sollte sich nicht wundern, wenn der Terror auch zu uns kommt

von Michael Thaidigsmann  14.12.2025

Meinung

Blut statt Licht

Das Abwarten, Abwiegeln, das Aber, mit dem die westlichen Gesellschaften auf den rasenden Antisemitismus reagieren, machen das nächste Massaker nur zu einer Frage der Zeit. Nun war es also wieder so weit

von Sophie Albers Ben Chamo  14.12.2025 Aktualisiert

Anschlag in Sydney

Felix Klein: »Von Terror und Hass nicht einschüchtern lassen«

Zwei Männer töten und verletzen in Sydney zahlreiche Teilnehmer einer Chanukka-Feier. Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung äußert sich zu der Tat

 14.12.2025