Spanien

Grabschändung in Barcelona - Bürgermeister verurteilt die Tat

Barcelonas Bürgermeister Jaume Collboni verurteilte die Schändung. Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Unbekannte haben mehrere Gräber auf einem jüdischen Friedhof in Barcelona zerstört. Auf einem von der jüdischen Gemeinde der Stadt zur Verfügung gestellten Foto waren zerbrochene Namensplatten aus Stein und beschädigte Einfassungen mehrerer Grabstellen zu sehen. Niemand bekannte sich zunächst zu der Tat, die am Samstag bemerkt worden sei.

Das israelische Außenministerium warf der spanischen Regierung vor, die »abscheuliche Tat« sei Folge »der antiisraelischen Kampagne der Regierung Sánchez«. Antisemitismus dürfe niemals normalisiert werden und müsse in der gesamten Gesellschaft entschieden zurückgewiesen werden.

Barcelonas Bürgermeister Jaume Collboni verurteilte die Schändung. »Hass hat in einem pluralistischen respektvollen Barcelona keinen Platz«, sagte er. Er sicherte der jüdischen Gemeinde seine Unterstützung zu und betonte, der Stadtrat arbeite daran, die Verantwortlichen zu ermitteln, wie die Nachrichtenagentur Europa Press meldete.

In Spanien war die Empörung über das harte Vorgehen der israelischen Armee im Gazastreifen mit mehr als 67.000 Toten groß. Das Land hat ein Waffenembargo gegen Israel verhängt und Einreiseverbote gegen ultrarechte Mitglieder der Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erlassen. Der linke Regierungschef Pedro Sánchez wirft Israel einen Völkermord im Gazastreifen vor.

Auslöser des Gaza-Kriegs war das Massaker der islamistischen Hamas sowie anderer Extremisten aus dem Gazastreifen am 7. Oktober 2023 in Israel mit rund 1.200 Toten und 250 Verschleppten. dpa/ja

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