Ukraine

Der zweite Mann im Staate

Wladimir Groisman Foto: dpa

Das neue ukrainische Parlament, die Werchowna Rada, hat bei ihrer ersten Sitzung am vergangenen Donnerstag den früheren Vize-Premier Wladimir Groisman zu seinem Präsidenten gewählt. Der 36-Jährige war der einzige Kandidat. Er gehört der BPP-Partei an, dem nach dem ukrainischen Staatspräsidenten benannten »Block Petro Poroschenko«.

Der Sohn eines jüdischen Unternehmers gilt als Ziehkind von Präsident Poroschenko. Bis Herbst 2012 war Groisman Bürgermeister der südwestukrainischen Stadt Winniza. Dort stehen die meisten Produktionsanlagen von Staatschef Poroschenkos Süßwarenimperium Roshen.

Bauminister Vor zwei Jahren betrat Groisman die politische Bühne in Kiew. Seit Ende Februar gehörte er der Regierung von Arsenij Jazenjuk als Bauminister und Vizepremier an. Groisman ist Multimillionär, verheiratet und Vater dreier Kinder.

Die Wahl eines Juden zum Parlamentschef werde keine großen direkten Auswirkungen auf die jüdische Gemeinde haben, sagte der Oberrabbiner der Ukraine, Yaakov Dov Bleich, gegenüber der »Jerusalem Post«. Aber es sei »ein weiterer Beweis, dass die Ukraine eine normale multikulturelle Gesellschaft ist«, in der Juden dazugehörten. ja

Schoa

»Ich empfinde tiefe Scham«

Bundeskanzlerin Merkel erinnert in Auschwitz an die Verbrechen der Nationalsozialisten

 06.12.2019 Aktualisiert

Porträt

»Eingedenk der historischen Verantwortung«

Die Kanzlerin verbindet ein besonderes Verhältnis zum Judentum. Nun wird Angela Merkel erstmals den Ort besuchen, der wie kein anderer für die Schoa steht

von Christoph Scholz  06.12.2019

Belgien

»Gemeinsame Standpunkte«

Oberrabbiner Albert Guigui über den jüdisch-christlichen Dialog und Religionsfreiheit

von Michael Thaidigsmann  05.12.2019

Ungarn

Anerkennung für EMIH

Die Budapester Regierung will dem Chabad-nahen Gemeindeverband staatliche Förderung gewähren

von Silviu Mihai  05.12.2019

Flüchtlinge

Mit zweierlei Maß

Bis heute ignoriert die Welt, dass nach 1948 aus islamischen Ländern 850.000 Juden vertrieben wurden

von Yaki Lopez  04.12.2019

Internet

Warum die beiden Google-Gründer zurücktreten

Sergey Brin und Larry Page übertragen alle Macht bei Alphabet an Sundar Pichai

von Andrej Sokolow  04.12.2019