Israel

Wochenende in Jerusalem

An der Kotel: Von Donnerstagabend bis Sonntagmittag war ein vielfältiges Programm vorbereitet. Foto: Yoel Koskas

Der 50. Jahrestag der Wiedervereinigung Jerusalems war Anlass, die diesjährige »PT Convention« in der israelischen Hauptstadt abzuhalten. Rund 150 Teilnehmer waren der Einladung der Jewish Agency am vergangenen Wochenende gefolgt.

»Jerusalem ist die Quintessenz unserer gesamten Geschichte«, sagte Michael Yedovitzky, bei der Jewish Agency für Deutschland und Zentraleuropa zuständig. So sollte das Treffen auch erlauben, neue Perspektiven und Bilder des Jerusalemer Alltags »im Dialog mit der Ewigkeit« zu entdecken. »Und ich denke, dass die Teilnehmer auch in diesem Dialog den Atem unserer tiefen Verbundenheit mit unserer Geschichte und Tradition erspüren konnten«, meinte Yedovitzky.

programm Von Donnerstagabend bis Sonntagmittag war ein vielfältiges Programm vorbereitet, vom Rundgang im Jerusalemer Rathaus bis zu einem Gespräch im Außenministerium und einem Empfang der Knesset. Bei Ausflügen konnten die Teilnehmer Jerusalem als Brennpunkt der modernen Archäologie und als Standort von Hightech und akademischer Forschung kennenlernen. Der Schabbat wurde mit dem Leipziger Rabbiner Zsolt Balla gefeiert, nach Ende des Ruhetages versammelten sich alle zu einer bewegenden Zeremonie an der Kotel.

Viele der Teilnehmer kamen aus kleineren Gemeinden. Für sie war es eine besondere Gelegenheit, so Yedovitzky, mit Gleichaltrigen zusammenzukommen und den Schabbat, jüdische Tradition und Israel zu erleben.

Mit dabei waren Studenten und junge Berufstätige im Alter zwischen 20 und 35 Jahren. Die meisten von ihnen haben schon an Programmen der Jewish Agency teilgenommen. Viele waren bereits auf einer Taglit-Reise in Israel, insofern steht PT Convention für »Post Taglit«. Frühere Treffen fanden unter anderem in Warschau, Weimar und Budapest statt. ja

Iran

Krieg auf Eis gelegt

Die direkte Konfrontation zwischen Israel und dem Mullah-Regime ist gestoppt. Doch die Spannungen in der Region bleiben unverändert hoch

von Sabine Brandes  11.06.2026

Knesset

Armeedienst und Torastudium sollen gleichgestellt werden

Trotz des Widerstands der Opposition und einiger Koalitionsmitglieder geht der kontroverse Gesetzesvorschlag durch die erste Lesung

von Sabine Brandes  11.06.2026

Gesellschaft

Erste Frau in IDF-Eliteeinheit Sayeret Matkal

Seit 2024 dürfen auch Frauen in die geheimnisvolle Einheit aufgenommen werden. Nun hat erstmals eine Israelin die harte Aufnahmeprüfung bestanden

von Sabine Brandes  11.06.2026

Jerusalem

Bericht: Regierung will Hunderte Millionen für 61 Siedlungen bereitstellen

Nach Informationen des Journalisten Barak Ravid will das Kabinett noch heute über einen Plan abstimmen, der die praktische Umsetzung der Projekte im Westjordanland ermöglichen würde

 11.06.2026

Meeressäuger

Pottwale vor der Küste Ashdods gesichtet

Der Fund gelingt einem Wisschenschaftlerteam, kurz bevor es seine Forschungsfahrt wegen iranischer Angriffe abbrechen muss

 11.06.2026

Berlin

Dieter Nuhr erhält den Leo-Baeck-Preis

Der Kabarettist ist mit dem Leo-Baeck-Preis ausgezeichnet worden. Zentralratspräsident Josef Schuster würdigte den Kabarettisten für seinen entschiedenen Einsatz gegen Antisemitismus

von Detlef David Kauschke  10.06.2026

Leo-Baeck-Preis

»Seine Arbeit hat rettende Relevanz«

Ahmad Mansour lobte in seiner Laudatio auf Dieter Nuhr den Mut und die intellektuelle Unbestechlichkeit des Kabarettisten. Eine Dokumentation

von Ahmad Mansour  10.06.2026

Rede

»Sie beweisen Zivilcourage und folgen mit ihrem Mut dem Beispiel von Leo Baeck«

Zentralratspräsident Schuster hob bei der Vergabe des Leo-Baeck-Preises Dieter Nuhrs ebenso fairen wie kompetenten Blick auf den jüdischen Staat hervor

von Josef Schuster  10.06.2026

Berlin

»Ich bin stolz! Sehr stolz«

Dieter Nuhr ist mit dem Leo-Baeck-Preis des Zentralrats der Juden geehrt worden. Wir dokumentieren hier exklusiv seine Rede im Wortlaut

von Dieter Nuhr  10.06.2026