Nachrichten

Wetter, Reisen, Buch

Endlich Regen: Der Herbst ist da! Foto: Flash90

Wetter
In Israel hat der Herbst Einzug gehalten. In der vergangenen Woche regnete es zum ersten Mal seit Monaten im Land. Leichte Niederschläge waren zunächst im oberen Galil im Norden des Landes und später auch im Zentrum niedergegangen. Dennoch ist es in Israel nach wie vor warm mit Temperaturen von mehr als 25 Grad im ganzen Land. In den kommenden Wochen werden stärkere Regengüsse erwartet.

Angriff
Das Büro von Premierminister Naftali Bennett beschuldigt das islamistische Regime im Iran, für den Mordversuch an dem israelischen Milliardär Teddy Sagi auf Zypern verantwortlich zu sein. »Ich möchte klarstellen, dass es sich bei dem Angriff entsprechend den Angaben aus Sicherheitskreisen nicht um eine kriminelle Tat handelte«, ließ Bennetts Sprecher wissen. Vielmehr handele es sich um iranischen Terrorismus »gegen auf Zypern lebende israelische Geschäftsleute«. Sagi sei nicht das eigentliche Ziel des Angriffs gewesen, hieß es weiter. Der mutmaßliche Attentäter, ein Mann aus Aserbaidschan mit russischem Pass, befindet sich in Haft, nachdem der Mordversuch gescheitert war. Sagi konnte unversehrt das Land verlassen.

Reisen
Israel eröffnet an diesem Donnerstag einen Pavillon auf der Expo Dubai. Es ist das erste Mal in der Geschichte, dass ein derart umfassender Stand in einem arabischen Land präsentiert wird. Die Expo Dubai ist die drittgrößte internationale Reisemesse, an der 191 Länder teilnehmen. Sie dauert sechs Monate, währenddessen werden mehr als 25 Millionen Besucher erwartet. Die Einladung an Israel wurde bereits im Jahr 2018 ausgesprochen, noch bevor das Friedensabkommen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten geschlossen wurde. Der Pavillon wurde vom Außenministerium mit der Beteiligung von 17 anderen Ministerien, KKL-JNF und den Elektrizitätswerken gestaltet. Das Motto lautet: »Never Stop dreaming, creating, improving and innovating« – zu Deutsch etwa: Nie aufhören zu träumen, zu erschaffen, zu verbessern und zu erfinden.

Buch
Der ehemalige Ministerpräsident Benja­min Netanjahu arbeitet angeblich an einem Buch. Das berichten israelische Medien. Es gehe dabei um seine Zeit im Amt und seine Weltanschauung. Es heißt, er arbeite seit seiner Rückkehr aus einem Urlaub auf Hawaii unermüdlich an dem Werk. Weiterhin wird berichtet, dass Netanjahu angeblich auf Englisch schreibe und die Zeilen erst später ins Hebräische übersetzen lassen wolle. Ein lukrativer Vertrag mit einem US-Verlag könnte der Grund dafür sein. Themen sollen unter anderem der Kampf gegen die nukleare Aufrüstung des Irans, die Friedensabkommen mit den Golfstaaten und die Bekämpfung des Coronavirus in Israel sein.

Strafe
Die sechs Häftlinge, die vor einigen Wochen aus dem Sicherheitsgefängnis Gilboa geflohen waren, sind wieder hinter Gittern und werden wegen ihres Ausbruchs angeklagt. Außerdem müssen sich fünf Mitinsassen wegen Beihilfe zur Flucht vor Gericht verantworten. Bis auf Zakharia Zubeidi gehören die Palästinenser alle zur Terrororganisation Islamischer Dschihad. Allerdings wird keiner der Beschuldigten wegen Terrorismus angeklagt. Es geht lediglich um die Flucht. Die Männer hatten monatelang an einem Tunnel gegraben, der aus der gemeinsamen Zelle in die Freiheit führte. Vier der Geflohenen wurden bereits wenige Tage darauf in Israel aufgegriffen. Zwei Männer hatten es bis nach Jenin im palästinensischen Westjordanland geschafft, wurden jedoch dort von der israelischen Armee gefunden.

Arbeit
Auch Israels Wirtschaft hat während der Corona-Krise stark gelitten. Vor dem Ausbruch des Virus hatte es nahezu Vollbeschäftigung gegeben, zum Höhepunkt der Pandemie lag die Arbeitslosigkeit bei mehr als 20 Prozent. In der ersten Augusthälfte dieses Jahres war die Zahl der Jobsuchenden auf 8,1 Prozent gesunken, in der zweiten Hälfte auf 7,8 Prozent. Zu diesen Personen gehören auch die, deren Arbeitsplätze durch die Pandemie verschwunden sind, sowie diejenigen, die sich noch in Kurzarbeit befinden und planen, in ihre Jobs zurückzukehren. Premierminister Naftali Bennett resümierte: »Wenn die Wirtschaft offen ist, geht auch die Arbeitslosigkeit zurück. Und so soll es bleiben.«

Geiselverhandlungen

Israels geheimer Draht zur Hamas

Ein ehemaliger Mitarbeiter des Geheimdienstes Schin Bet enthüllt in einem Interview erstmals direkte Gespräche mit der Führung der Terrororganisation nach dem 7. Oktober 2023

von Sabine Brandes  30.08.2026

Westjordanland

Auslandspresseverband in Israel fordert Schutz für Journalisten

Gewalttätige Siedler attackieren US-Journalisten im Westjordanland – der Auslandspresseverband warnt vor einem gefährlichen Trend

 30.08.2026

Knesset-Wahlen

Ein Wegweiser durch den Dschungel der israelischen Politik

Am 27. Oktober wählt Israel. Sie wollen mitreden, aber können die Parteien nicht auseinanderhalten? Willkommen im Klub. Die Israelis können es auch nicht

von Guy Katz  30.08.2026

Jerusalem

Geheimdienst: Netanjahus Sohn wegen Bedrohung aus USA zurück

Netanjahu hatte von iranischen Mordplänen gegen einen seiner Söhne gesprochen. Der Inlandsgeheimdienst bestätigt nun, Jair sei wegen einer akuten Bedrohung aus den USA nach Israel zurückgekehrt

 30.08.2026

Jerusalem

Netanjahu verurteilt Gewalt radikaler Siedler im Westjordanland

In Kusra belagern radikale Siedler seit drei Wochen mehrere Häuser palästinensischer Einwohner. Erstmals hat sich nun der Ministerpräsident dazu geäußert

 30.08.2026

Rehovot

Israelische Forscher melden Erfolg bei Krebsforschung

Forscher des Weizmann Institute of Science entdeckten gemeinsam mit amerikanischen Wissenschaftlern einen bislang unterschätzten Mechanismus bei der Entstehung genetischer Mutationen

 28.08.2026

Birmingham

Ermittlungen gegen früheren Polizeichef wegen Ausschluss israelischer Fußballfans

Der Ausschluss von Anhängern des israelischen Fußballclubs Maccabi Tel Aviv bei dessen Auswärtsspiel im November vergangenen Jahres in Großbritannien hat ein Nachspiel

 28.08.2026

Vereinte Nationen

Generalsekretär Guterres: UN-Sonderberichterstatter »völlig außer Kontrolle« in Bezug auf Israel

Der scheidende UN-Generalsekretär António Guterres hat die extreme Einseitigkeit einiger UN-Sonderberichterstatter bezüglich des jüdischen Staates eingeräumt. Eine allgemeine Voreingenommenheit der UNO gegenüber Israel sieht er aber nicht

 28.08.2026

7. Oktober

»Sie aßen Kuchen – als ob kein Skelett neben ihnen läge«

Die ehemalige israelische Geisel Evyatar David erzählt erstmals einem internationalen Sender vom Hunger, der Gefangenschaft in den Terrortunneln der Hamas und wie es ihm heute geht

von Sabine Brandes  27.08.2026