Nachrichten

Wellness, Villa, Strom

Wellness ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Foto: Getty Images/iStockphoto

Wellness
Der Global Wellness Summit (GWS), eine dreitägige Konferenz rund um das Thema Wellness, fand jetzt in Tel Aviv statt. Bei der Veranstaltung kamen mehr als 350 Unternehmer und Führungskräfte im Bereich Wellness aus 50 Nationen zusammen, um »die dramatisch veränderte Zukunft nach der Pandemie zu erkunden«, wie es hieß. Der Gipfel trifft sich seit 2007 jährlich und fand zum ersten Mal in Israel statt. Auf der Agenda standen neueste Erkenntnisse der Langlebigkeitswissenschaft, die Zukunft von Wellness-orientiertem Reisen, Immobilien, Schönheit, Regierungspolitik, Spiritualität, Nachhaltigkeit, Investitionen und Wirtschaft sowie Technologien in diesem Bereich.

Unterzeichnung
Der israelische Premierminister Yair Lapid hat Ende Oktober ein Papier unterzeichnet und damit das wegweisende, von den USA vermittelte Abkommen zur Festlegung der Seegrenze mit dem Libanon besiegelt. Der libanesische Präsident hatte es Stunden zuvor unterschrieben. Der Deal markiert eine diplomatische Abkehr von Jahrzehnten der Feindseligkeit. Am Tag zuvor hatte die Regierung in Jerusalem das Abkommen in einer Schlussabstimmung offiziell gebilligt. Es ebnet den Weg für die Förderung von Offshore-Energie und beseitigt eine potenzielle Konfliktquelle zwischen Israel und der vom Iran unterstützten libanesischen Terrorgruppe Hisbollah. Es wird auch erwartet, dass das Gas die Energiekrise in Europa lindern und bei der Bewältigung der Wirtschaftskrise im Libanon helfen kann. Im Anschluss an die Unterzeichnung besuchte Lapid die Gasförderungsanlage des Feldes Karisch.

Villa
Die einst teuerste Immobilie Israels ist um einiges billiger geworden. Der Preis wurde um 42 Prozent reduziert, nachdem das Haus lange keinen Käufer gefunden hatte. Die Luxusvilla in der nördlichen Küstenstadt Caesarea kam erstmals 2020 für 845 Millionen Schekel (umgerechnet knapp 350 Millionen Euro) auf den Markt. Heute wird der barocke Palast von Sotheby’s International Realty für 526 Millionen Schekel angeboten. Das palast­artige, 7000 Quadratmeter große Anwesen gehört dem russischen Milliardär Valery Kogan, einem angeblichen Verbündeten von Präsident Wladimir Putin. Der Stil der Villa ist allerdings nichts für jedermann, das Dekor besteht aus opulenten Einrichtungen im Barock-Stil mit Gold und Kristall, wohin das Auge blickt.

Investitionen
Israels Bank Leumi möchte Investitionsmöglichkeiten in Saudi-Arabien erschließen. Das sagte der Vorsitzende Samer Haj Yehia bei einem Geschäftsforum in Riad, an dem er teilnahm. Die Anwesenheit der Bank Leumi, einer der beiden größten Banken Israels, bei der wichtigsten Investitionsveranstaltung des Königreichs am Golf deutet auf wärmere Beziehungen zwischen Saudi-Arabien und Israel hin, nachdem die anderen Golfstaaten, die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain, 2020 Frieden mit Israel geschlossen hatten. Haj Yehia, der erste arabische Israeli, der als Vorsitzender von Leumi fungierte, wollte sich aber nicht weiter zu den Verbindungen äußern.

Bürgermeister
Das Center for City Leadership an der Universität Tel Aviv hat die ersten 20 Bürgermeister und Gemeindevorsteher aus ganz Israel bekannt gegeben, die an einem einjährigen Ausbildungsprogramm für Führungskräfte teilnehmen werden. Sie sollen dadurch mit Werkzeugen und Fähigkeiten ausgestattet werden, um bessere und gerechtere öffentliche Dienstleistungen für die Einwohner bereitzustellen. »Israels lokale Behörden haben einen viel größeren Einfluss auf den Lebensstil und die Lebensqualität der Bürger als die Zentralregierung«, so Uni-Präsident Ariel Porat. »Dieses neue Programm zielt darauf ab, die Verwaltung der lokalen Behörden und dadurch die Lebensqualität der Israelis im ganzen Land zu verbessern.«

Strom
Die NASA und andere nationale Weltraumbehörden haben kürzlich ihre Mondkolonisationsprogramme wiederbelebt. Ein israelischer Professor soll jetzt dabei helfen, eine zukünftige Kolonie mit Strom zu versorgen. Professor Jeffrey Gordon von der Ben-Gurion-Universität dokumentierte in einem Artikel eine praktikable Strategie, bei der ununterbrochene Elektrizität durch Fotovoltaik-Arrays erzeugt werden könnte, die um einen 360-Grad-Breitenring in der Nähe eines Mondpols installiert sind. »Ich wurde eingeladen, meine Ergebnisse in der NASA-Zentrale für Solarenergie im Weltraum vorzustellen«, ließ Gordon stolz wissen.

Terror

Hisbollah greift Israel an: Mehrere Soldaten verletzt

Im Norden des jüdischen Staates werden zwei Soldaten in Krankenhäuser gebracht. Einer von ihnen ist schwer verwundet. Ein weiterer Soldat wird im Süd-Libanon getroffen

 08.05.2026

Vorwurf

»Kult-Rabbi« aus Meron verhaftet

Ein Gemeindeführer der Breslov-chassidischen Bewegung soll seine Autorität für sexuelle Übergriffe missbraucht haben

von Sabine Brandes  08.05.2026

Gesellschaft

Regierung will Rückkehrrecht ändern

Entsprechend des Entwurfs sollen künftig nur noch orthodoxe Übertritte zum Judentum anerkannt werden

von Sabine Brandes  08.05.2026

Tel Aviv

Erster Hantavirus-Fall in Israel registriert

Die betroffene Person soll sich vor mehreren Monaten während eines Aufenthalts in Osteuropa angesteckt haben

 08.05.2026

Jerusalem

Bennett verklagt Ministerin und Fernsehsender wegen Behauptungen über psychische Erkrankung

Der Oppositionspolitiker fordert laut israelischen Medienberichten Schadenersatz in Höhe von zwei Millionen Schekel (0,59 Millionen Euro)

 08.05.2026

Jerusalem/Washington D.C./Ankara

Israel und USA wollen neue Gaza-Flottille stoppen, bitten Türkei um Hilfe

Konkret geht es demnach um 15 Boote, die sich in türkischen Häfen befinden und Teil der sogenannten »Global Sumud Flotilla« werden sollen

 08.05.2026

Meinung

LMU München: Ein Abschiedsbrief an meine geliebte Alma Mater

Ein Liebesbrief aus Enttäuschung an eine Universität, die sich selbst zu verlieren droht

von Guy Katz  08.05.2026

Tel Aviv

Sirenen und Schlagzeilen

Unsere Israel-Korrespondentin Sabine Brandes über das Arbeiten im Ausnahmezustand

von Sabine Brandes  07.05.2026

Redaktion

Die Menschen hinter der Jüdischen Allgemeinen

Wer textet und redigiert, gestaltet, illustriert und organisiert heute die Jüdische Allgemeine? 18 Menschen, neun Ressorts – wir stellen uns vor

 07.05.2026