Coronavirus

Weitere Länder auf die »rote Liste«?

Am Ben-Gurion-Flughafen in Israel Foto: Flash90

Die »rote Liste« wird ausgeweitet. Erst am Mittwoch fügte das Gesundheitsministerium in Jerusalem sieben Länder, darunter Spanien, Frankreich und die Vereinigten Arabischen Emirate der Flugverbotsliste hinzu. Es wird nach Medienberichten auch erwogen, Deutschland und die Vereinigten Staaten von Amerika als »rot« zu erklären.

Laut Medienberichten soll am Sonntag entschieden werden, ob weitere Länder zu dieser Liste hinzugefügt werden könnten. Darunter könnten auch Deutschland, die USA, Portugal oder die Türkei sein.

AUSBREITUNG Der Grund für die Maßnahme ist nach Angaben der Regierung der Versuch, die Ausbreitung der Omikron-Variante einzudämmen. Irland, Norwegen, Finnland und Schweden sind die anderen vier Länder, in die Israelis ab Sonntagabend nicht mehr fliegen dürfen. Zuvor waren bereits Großbritannien und Dänemark als »rot« eingestuft worden. Für diese Nationen tritt die Regelung am Freitag in Kraft.

Ausländer aus all diesen Ländern dürfen vorübergehend nicht nach Israel einreisen, heißt es in einer Regierungserklärung. Gleichsam gibt es derzeit ein generelles Einreiseverbot für alle Ausländer.

Sämtliche Reiseverbote und Quarantänebedingungen gelten vorerst bis 29. Dezember.

Das Kabinett bestätigte am Mittwochabend auch, sämtliche bestehenden Reiseverbote und Quarantänebestimmungen bis zum 29. Dezember zu verlängern. Dazu gehört, dass ab Freitag alle Israelis, die aus »roten Ländern« zurückkehren – auch wenn sie vollständig geimpft oder genesen sind – eine Woche lang in die Heimquarantäne müssen. Am Ende der Sieben-Tage-Periode müssen sie ein negatives PCR-Testergebnis vorlegen, um die Isolierung zu beenden.

Nicht-Geimpfte, die aus einem der aufgeführten Länder einreisen, müssen bis zu einem ersten negativen COVID-Test in einem Quarantäne-Hotel bleiben und anschließend die Isolierungswoche zu Hause beenden. Nach der Rückreise aus nicht-roten Ländern müssen sich die Israelis für drei Tage unter Quarantäne stellen.

AUSBRÜCHE Kanal zwölf berichtete, dass das Gesundheitsministerium erwäge, Deutschland, die USA, Portugal, die Türkei, Ungarn, Marokko und Kanada ebenfalls auf die »rote Liste« aufzunehmen. In dem Bericht hieß es, Premierminister Naftali Bennett wolle »einen aggressiven Ansatz bei der Flugverbotsliste verfolgen und Standorte hinzufügen, bevor dort größere Ausbrüche überhaupt beginnen«.

Ausnahmen vom Einreiseverbot für Nicht-Israelis gibt es derzeit nur für Familienangehörige ersten Grades bei Heirat, Bar- oder Bat-Mizwa sowie Schwangeren. Diese können spezielle Einreisegenehmigungen beantragen, die jedoch nicht genehmigt werden müssen.

Das Gesundheitsministerium bestätigte 89 Fälle der Omikron-Variante in Israel.

Ein anderer Vorschlag wurde vom Coronakabinett abgelehnt. Zuvor war besprochen worden, in Einkaufszentren geimpfte Besucher mit Armbändern zu kennzeichnen. Nicht-Geimpfte dürften die Malls nur betreten, um Essentielles einzukaufen, etwa in Supermärkten oder Apotheken. Die Idee wurde jedoch vor allem von den Betreibern der Einkaufszentren kritisiert und wird nun nicht umgesetzt.

Am Mittwoch bestätigte das Gesundheitsministerium in Jerusalem 89 Fälle der Coronavirus-Variante Omikron in Israel, 21 seien Ungeimpfte. Bei weiteren 150 Personen wird die hochinfektiöse Variante vermutet. Gleichsam geht die Zahl der schwerkranken Patienten in den Krankenhäusern weiter zurück. Derzeit werden landesweit noch 80 Menschen stationär wegen eines schweren Verlaufs von Covid-19 behandelt.

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