Israel

Union der Rechten

Vor der Parlamentswahl in Israel am 2. März haben sich zwei weitere rechte Parteien zusammengeschlossen. Die Neue Rechte mit Ex-Justizministerin Ajelet Schaked und Verteidigungsminister Naftali Bennett wird gemeinsam mit der Nationalen Union antreten, wie die Parteien am Dienstag mitteilten. »Die Verbindung mit (ihnen) vereint alle zionistisch-religiösen Strömungen sowie die ideologisch-säkulare Rechte und wird die Bildung einer stabilen und sicheren rechten Regierung gewährleisten«, sagte Schaked.

Rafi Peretz Die beiden Parteien forderten auch die Partei »Jüdisches Haus« unter der Führung von Erziehungsminister Rafi Peretz dazu auf, sich ihnen anzuschließen. Alle drei Parteien waren bereits bei der vergangenen Wahl im September unter der Führung Schakeds zusammen angetreten.

Das Bündnis war nach der Wahl allerdings zerbrochen. Alle Parteien fordern eine Stärkung des jüdischen Charakters des Staates Israel und lehnen einen Palästinenserstaat neben Israel ab. Noch bis Mittwochabend können Parteien ihre Kandidatenlisten für die Wahl einreichen.

Die Partei »Jüdisches Haus« hatte bereits im Dezember verkündet, bei der Wahl im März mit der rechtsextremen Partei Ozma Jehudit (»Jüdische Kraft«) anzutreten.

Die Partei »Jüdisches Haus« wiederum hatte bereits im Dezember verkündet, bei der Wahl im März mit der rechtsextremen Partei Ozma Jehudit (Jüdische Kraft) anzutreten. Ozma Jehudit, Nachfolgerin der rechtsextremen Kach-Partei, war bei der Wahl im September an der 3,25-Prozenthürde gescheitert.

Pattsituation In Israel ist für den 2. März erneut eine Parlamentswahl angesetzt –die dritte binnen eines Jahres. Nach Wahlen im April und September vergangenen Jahres war wegen einer Pattsituation zwischen dem rechts-religiösen und dem Mitte-Links-Lager keine Regierungsbildung gelungen.

Der rechtskonservative Regierungschef Benjamin Netanjahu (Likud) war zweimal bei dem Versuch gescheitert, eine Koalition zu schmieden. Der 70-Jährige ist politisch angeschlagen, weil er vor einer Korruptionsanklage steht. dpa

Israel

Luftfahrtbehörde: US-Militärflugzeuge blockieren Betrieb in Tel Aviv

US-Militärflugzeuge sorgen laut Israels Luftfahrtbehörde für Engpässe am internationalen Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv. Welche Folgen das für Reisende und Flugpreise haben könnte

 11.05.2026

Brüssel

EU beschließt Sanktionen gegen Israel

Die Europäische Union hat eine politische Einigung für Strafmaßnahmen gegen israelische Siedler erzielt

von Michael Thaidigsmann  11.05.2026 Aktualisiert

Hamas-Massaker

Ex-Geisel Rom Braslavski: »Schämt Euch«!

Nachdem Premier Netanjahu seine Schuld erneut relativiert, macht der junge Mann in der Knesset seinem Unmut Luft

von Sabine Brandes  11.05.2026

Jerusalem

Generalstabschef warnt Knesset vor akuter Personalnot in der Armee

Aufgrund des Krieg an mehreren Fronten stoße die operative Belastung der Armee an Grenzen, sagt Eyal Zamir. Die IDF brauchen ihm zufolge sofort mehr Soldaten

 11.05.2026

Jerusalem

Netanjahu: Krieg gegen Iran »nicht vorbei«

Im »60 Minutes«-Interview spricht der Ministerpräsident auch über den Konflikt mit der Hisbollah, die amerikanische Militärhilfe für sein Land und den verlorenen Propagandakrieg

 11.05.2026

Naher Osten

Medienbericht: Israel soll geheimen Stützpunkt im Irak gebaut haben

Von dem Außenposten in einem irakischen Wüstengebiet soll Israel seine Angriffe auf den Iran koordiniert haben, berichtet das »Wall Street Journal«

 10.05.2026

Medien

Kristin Helberg, der Hass auf Israel und der urdeutsche Wunsch nach Entlastung

Ein Kommentar von Jan Fleischhauer

von Jan Fleischhauer  10.05.2026

Kommentar

Wenn »schwarz auf weiß« nicht mehr genügt

Eine funktionierende Demokratie braucht freie Medien – aber vor allem glaubwürdige

von Roman Haller  10.05.2026

»Gaza-Flottille«

Israel schiebt zwei Gaza-Aktivisten ab

Der Spanier Saif Abu Keschek und der Brasilianer Thiago Ávil wurden nach der Blockade der Gaza-Flotte nach Israel gebracht – jetzt folgt ihre Abschiebung

 10.05.2026