Literatur

Trauer um Meir Shalev

Meir Shalev sel. A. Foto: dpa

Der israelische Schriftsteller Meir Shalev ist am Dienstag im Alter von 74 Jahren gestorben. Staatspräsident Izchak Herzog äußerte Trauer über Shalevs Tod. »Wie schade, dass wir nie wieder die gespannte Erwartung auf ein neues Buch von Meir Shalev empfinden werden, das erscheinen und unser Leben verändern wird«, schrieb Herzog bei Twitter. Besonders traurig sei es, dass man im 75. Jahr des Staates Israel - auch das Geburtsjahr von Shalev - nicht mehr mit ihm den Unabhängigkeitstag werde feiern können. 

Die Nachrichtenseite »ynet«, für die Shalev regelmäßig Kolumnen schrieb, berichtete am Dienstag, der Autor sei einem Krebsleiden erlegen. 

Shalev war am 29. Juli 1948 im israelischen Landwirtschaftskollektiv Nahalal geboren worden. Er galt als eine der wichtigen zeitgenössischen Stimmen in Israel. Der Schriftsteller setzte sich für eine Zwei-Staaten-Lösung im Konflikt mit den Palästinensern ein. Seine Bücher wurden in mehr als 20 Sprachen übersetzt. Shalev hatte auch in Deutschland Fans. 

Bevor er mit dem Bücherschreiben begann, war der Vater von zwei Kindern ein populärer Fernsehmoderator in Israel. Zu seinen Büchern, die auch auf Deutsch erschienen sind, gehören »Judiths Liebe«, »Meine russische Großmutter und ihr amerikanischer Staubsauger« und »Zwei Bärinnen«. dpa

Israel

Luftfahrtbehörde: US-Militärflugzeuge blockieren Betrieb in Tel Aviv

US-Militärflugzeuge sorgen laut Israels Luftfahrtbehörde für Engpässe am internationalen Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv. Welche Folgen das für Reisende und Flugpreise haben könnte

 11.05.2026

Brüssel

EU beschließt Sanktionen gegen Israel

Die Europäische Union hat eine politische Einigung für Strafmaßnahmen gegen israelische Siedler erzielt

von Michael Thaidigsmann  11.05.2026 Aktualisiert

Hamas-Massaker

Ex-Geisel Rom Braslavski: »Schämt Euch«!

Nachdem Premier Netanjahu seine Schuld erneut relativiert, macht der junge Mann in der Knesset seinem Unmut Luft

von Sabine Brandes  11.05.2026

Jerusalem

Generalstabschef warnt Knesset vor akuter Personalnot in der Armee

Aufgrund des Krieg an mehreren Fronten stoße die operative Belastung der Armee an Grenzen, sagt Eyal Zamir. Die IDF brauchen ihm zufolge sofort mehr Soldaten

 11.05.2026

Jerusalem

Netanjahu: Krieg gegen Iran »nicht vorbei«

Im »60 Minutes«-Interview spricht der Ministerpräsident auch über den Konflikt mit der Hisbollah, die amerikanische Militärhilfe für sein Land und den verlorenen Propagandakrieg

 11.05.2026

Naher Osten

Medienbericht: Israel soll geheimen Stützpunkt im Irak gebaut haben

Von dem Außenposten in einem irakischen Wüstengebiet soll Israel seine Angriffe auf den Iran koordiniert haben, berichtet das »Wall Street Journal«

 10.05.2026

Medien

Kristin Helberg, der Hass auf Israel und der urdeutsche Wunsch nach Entlastung

Ein Kommentar von Jan Fleischhauer

von Jan Fleischhauer  10.05.2026

Kommentar

Wenn »schwarz auf weiß« nicht mehr genügt

Eine funktionierende Demokratie braucht freie Medien – aber vor allem glaubwürdige

von Roman Haller  10.05.2026

»Gaza-Flottille«

Israel schiebt zwei Gaza-Aktivisten ab

Der Spanier Saif Abu Keschek und der Brasilianer Thiago Ávil wurden nach der Blockade der Gaza-Flotte nach Israel gebracht – jetzt folgt ihre Abschiebung

 10.05.2026