Jerusalem

Tourismus unter strengen Auflagen

Nur vergleichsweise wenige ausländische Touristen kamen in den letzten Monaten nach Griechenland. Foto: imago images/ANE Edition

Israelis wird es nach monatelanger Corona-Zwangspause bald wieder offiziell möglich sein, im Ausland Urlaub zu machen.

»Ich begrüße Griechenlands Entscheidung, in der Corona-Krise israelischen Tourismus in Griechenland zu ermöglichen«, teilte Israels Außenminister Gabi Ashkenazi am Donnerstag nach einem Treffen mit seinem Amtskollegen Nikos Dendias in Jerusalem mit.

AUFLAGEN In der Mitteilung des Ministeriums hieß es, die Tourismus-Ministerien beider Länder sollten einen Plan ausarbeiten, der israelischen Touristen und Geschäftsleuten die Einreise nach Griechenland ermöglichen werde.

Der Plan wird strenge Auflagen vorsehen. Wie das israelische Außenministerium auf Nachfrage mitteilte, dürfen pro Woche maximal 600 Israelis nach Griechenland reisen. Es sollen demnach Orte festgelegt werden, an denen sie dann Urlaub machen dürfen. Ab wann dies möglich sein wird, blieb zunächst unklar.

Einem Bericht der Zeitung »Haaretz« zufolge umfasst die Verständigung Israels und Griechenlands die Städte Athen und Thessaloniki sowie die Inseln Korfu und Kreta. Vor dem Abflug und nach der Landung müssen die Reisenden einen Corona-Test machen.

corona-krise Israel hatte im März in der Corona-Krise seine Grenzen geschlossen. Ein- und Ausreisen waren nur in Ausnahmefällen möglich. Viele Länder führen Israel auf einer Liste von Staaten, aus denen sie Einreisen nur in besonderen Fällen genehmigen.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Nach einer anfänglich erfolgreichen Virusbekämpfung sind die täglichen Corona-Neuinfektionen in Israel zu Sommerbeginn stark gestiegen. Zuletzt flachte die Kurve etwas ab auf rund 1700 neue Fälle an Werktagen. Israel hat etwa neun Millionen Einwohner. dpa

Hintergrund

Kampf um den mächtigen Sessel

Ohana raus, Lapid rein? Die Opposition will den Knessetpräsidenten austauschen. Es geht um weit mehr als einen repräsentativen Posten

von Sabine Brandes  02.11.2026

Regierungsbildung in Israel

Präsident Herzog will erst mit kleinen Parteien sprechen

Präsident Isaac Herzog beginnt am Mittwoch mit den Konsultationen zur Regierungsbildung

 02.11.2026

Wirtschaft

Wahlkater an der Börse

Die Hoffnung auf einen politischen Wandel in Israel ließen Aktien und Schekel zunächst steigen. Doch das Ergebnis schürt die Unsicherheit

von Sabine Brandes  02.11.2026

Wahlen

»Wie schwarz muss eine Seele sein…«

Rechte Demonstranten machen am Sonntagabend bei einem Protest vor dem Wohnhaus des Politikers Gadi Eisenkot den Tod seines Sohn zum Gegenstand der Hetze

von Sabine Brandes  02.11.2026

Westbank

Israels Armee zieht aus Hebron ab

Elf Tage nach Beginn des Anti-Terror-Einsatzes haben sich die israelischen Truppen zurückgezogen

 02.11.2026

Krieg

Tanker im Persischen Golf attackiert

Die Golfregion ist für Tanker und Frachtschiffe weiterhin gefährlich. Erneut wird ein Tanker angegriffen

 02.11.2026

Essay

Der neue Jude

Warum ich Mitleid mit den Deutschen habe, die bis heute nicht begreifen wollen, dass wir keine wehrlosen Opfer mehr sind, sondern starke, selbstbestimmte Menschen, die hart zurückschlagen, wenn man uns angreift

von Zeev Avrahami  02.11.2026

Jerusalem

Lieberman: »Nicht mit Bibi und nicht mit Tibi«

Der Chef von Israel Beiteinu schließt eine Zusammenarbeit mit Netanjahu und den arabischen Parteien aus – und fordert eine rein zionistische Koalition

von Sabine Brandes  02.11.2026 Aktualisiert

Israel

Herzog ruft Israels Politiker zu Kompromissbereitschaft auf

Der Präsident mahnt die Parteichefs zur Flexibilität bei den Koalitionsgesprächen und warnt vor Neuwahlen. Am Mittwoch beginnen die Beratungen in seinem Amtssitz

 01.11.2026