Westjordanland

Terrornetzwerk entdeckt – 50 Palästinenser festgenommen

PFLP-Unterstützer Foto: Flash90

Israelische Sicherheitskräfte haben laut dem Inlandsgeheimdienst Schin Bet ein Terrornetzwerk im Westjordanland aufgedeckt und rund 50 palästinensische Verdächtige festgenommen. Diese seien Mitglieder der terroristischen Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP), hieß es in der Stellungnahme vom Mittwoch.

Bombenanschlag Unter den Festgenommenen sind demnach auch die mutmaßlichen Attentäter, die im August bei einem Bombenanschlag eine Israelin im besetzten Westjordanland töteten, sowie die Parlamentsabgeordnete Chalida Dscharar.

Die PFLP-Politikerin war in der Vergangenheit bereits mehrfach von israelischen Sicherheitskräften festgenommen worden, unter anderem wegen des Vorwurfs des Aufrufs zu Gewalt. Israel stuft die PFLP als Terrororganisation ein.

Attentate Mit den Festnahmen seien weitere Attentate verhindert worden, teilte der Schin Bet mit. Zahlreiche Waffen seien sichergestellt worden. Es sei bereits eine große Zahl von Anklagen eingereicht worden, weitere würden folgen.

Ende September hatte der Schin Bet bereits mitgeteilt, die Verantwortlichen für den Bombenanschlag im August festgenommen zu haben. dpa

Glosse

Wir stehen zum Existenzrecht Pakistans!

Absurder als im rot-rot-grünen Berlin wird’s nicht mehr

von Philip Fabian  13.10.2026

Replik

Einspruch, euer Ehren!

Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ging in diesem Jahr an Philippe Sands. Ausgerechnet ein Mann, dessen Autorität auf juristischer Präzision und universellen Maßstäben gründet, nimmt es mit dem Völkerrecht erstaunlich ungenau

von Leeor Engländer  13.10.2026

Medien

Israel verweigert »taz«-Korrespondentin Arbeitsvisum

Diaspora-Ministerium: »Antiisraelische Akteure und diejenigen, die Israel verleumden, sollten keinen Fuß in das Land setzen«

 13.10.2026

Israel

Ein Toter und 24 Verletzte bei Explosion von Blindgänger

Ein mutmaßlicher Blindgänger explodiert in Nordisrael. Es gibt ein Todesopfer und zahlreiche Verletzte. Berichten zufolge waren Schüler und ein Lehrer in der Gegend gewandert

 12.10.2026

Katharina von Schnurbein

»Ich habe das Gefühl, den richtigen Weg gegangen zu sein«

Die EU-Antisemitismusbeauftragte Katharina von Schnurbein wechselt von Brüssel nach Berlin. Sie folgt dort Felix Klein nach. Ein Porträt

von Michael Thaidigsmann  12.10.2026

Korruption

Bestechungsring in der Vorstadt

Umschläge voller Bargeld, Luxusuhren und teure Autos: Der Bürgermeister von Kfar Saba und seine Frau sollen Geschäftsleuten gegen Zahlungen lukrative Aufträge verschafft haben. 17 Verdächtige wurden festgenommen

von Sabine Brandes  12.10.2026

Gesellschaft

Herzog: Gewalt übersteigt Kapazitäten der Polizei

Israels Präsident nennt die Kriminalität in arabischen Gemeinden eine Katastrophe. Die Aufklärungsquote bei Tötungsdelikten liegt bei nur zwölf Prozent

von Sabine Brandes  12.10.2026

Avi Gil (in Uniform), links von Benjamin Netanjahu

Explosives Interview

»Die Geiseln hätten früher zurückkehren können«

Der ehemalige Militärsekretär des Premiers, Avi Gil, erhebt schwere Vorwürfe: Warnungen vor dem 7. Oktober seien ignoriert, Abkommen aus politischen Gründen verhindert und Protokolle manipuliert worden. Netanjahu weist die Anschuldigungen zurück

von Sabine Brandes  11.10.2026

Nahost

IDF: Terrorinfrastruktur in Gaza zerstört

Israelische Armee und Sicherheitsbehörden haben nach eigenen Angaben im Gazastreifen Waffenlager, eine Raketenabschussrampe und eine Kommandozentrale zerstört. Verteidigungsminister Katz droht dem neuen Hamas-Chef

 11.10.2026