Israel

Streit um U-Bahn-Bau am Schabbat

Nach der neuen Straßenbahn von Tel Aviv in seine Nachbarstädte (Bild) steht ein weiteres Tram-Projekt an. Foto: copyright (c) Flash90 2023

Eine geplante U-Bahn-Strecke im Großraum Tel Aviv sorgt für Verstimmung in der vorwiegend strengreligiös-jüdisch bewohnten Stadt Bnei Brak. Der Stadtrat dementierte laut israelischen Medienberichten, dass er gestattet habe, einige Bauarbeiten auch am Schabbat sowie an jüdischen Feiertagen vornehmen zu können.

Die rund 22 Kilometer lange U-Bahn-Strecke soll Tel Aviv mit den Städten Petah Tikwa und Holon im Osten verbinden und dabei unter anderem über Bnei Brak führen. Die Kosten für die drei Linien werden laut Berichten auf insgesamt rund 37 Milliarden Euro geschätzt. Der zuständige Planungsausschuss hatte das Projekt am Montag genehmigt. Eine abschließende Genehmigung der Regierung steht noch aus.

Für Streit sorgt demnach die Frage, ob Tunnelbauarbeiten an Ruhe- und Feiertagen zwingend fortgeführt werden müssen. Laut dem Unternehmen könnte ein Anhalten der Tunnelbohrmaschinen zu Einstürzen führen. Strengreligiöse Rabbiner bezweifelten die Gefahr. kna

Sicherheit

Unerlaubter Pilot an Bord: Maschine muss wieder umdrehen

Weil ein indonesischer Kapitän an Bord war, wurde einem Frachtflug von Ethiopian Airlines die Landung in Israel verweigert

von Sabine Brandes  13.10.2026

Krieg

Netanjahu fordert Ermittlungen gegen Soldaten im Film »NAZA«

Der Premier wirft den anonymen Beteiligten mögliche Straftaten im Zusammenhang mit der Weitergabe geheimer Informationen vor

von Sabine Brandes  13.10.2026

Interview

»Wenn wir weder denken noch irgendetwas tun müssen – was machen wir dann?«

Der israelische Mathematiker Assaf Hasson warnt vor oberflächlichen Antworten, undurchsichtigen Beweisen und einer Generation, die sich zu sehr auf Künstliche Intelligenz verlässt

von Sabine Brandes  13.10.2026

Oktoberfest

Wiesn am Mittelmeer

Die bayerische Festtradition wird in Israel neu interpretiert

von Sabine Brandes  13.10.2026

Glosse

Wir stehen zum Existenzrecht Pakistans!

Absurder als im rot-rot-grünen Berlin wird’s nicht mehr

von Philip Fabian  13.10.2026

Replik

Einspruch, euer Ehren!

Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ging in diesem Jahr an Philippe Sands. Ausgerechnet ein Mann, dessen Autorität auf juristischer Präzision und universellen Maßstäben gründet, nimmt es mit dem Völkerrecht erstaunlich ungenau

von Leeor Engländer  13.10.2026

Medien

Israel verweigert »taz«-Korrespondentin Arbeitsvisum

Diaspora-Ministerium: »Antiisraelische Akteure und diejenigen, die Israel verleumden, sollten keinen Fuß in das Land setzen«

 13.10.2026

Israel

Ein Toter und 24 Verletzte bei Explosion von Blindgänger

Ein mutmaßlicher Blindgänger explodiert in Nordisrael. Es gibt ein Todesopfer und zahlreiche Verletzte. Berichten zufolge waren Schüler und ein Lehrer in der Gegend gewandert

 12.10.2026

Katharina von Schnurbein

»Ich habe das Gefühl, den richtigen Weg gegangen zu sein«

Die EU-Antisemitismusbeauftragte Katharina von Schnurbein wechselt von Brüssel nach Berlin. Sie folgt dort Felix Klein nach. Ein Porträt

von Michael Thaidigsmann  12.10.2026