Israel

Streit um U-Bahn-Bau am Schabbat

Nach der neuen Straßenbahn von Tel Aviv in seine Nachbarstädte (Bild) steht ein weiteres Tram-Projekt an. Foto: copyright (c) Flash90 2023

Eine geplante U-Bahn-Strecke im Großraum Tel Aviv sorgt für Verstimmung in der vorwiegend strengreligiös-jüdisch bewohnten Stadt Bnei Brak. Der Stadtrat dementierte laut israelischen Medienberichten, dass er gestattet habe, einige Bauarbeiten auch am Schabbat sowie an jüdischen Feiertagen vornehmen zu können.

Die rund 22 Kilometer lange U-Bahn-Strecke soll Tel Aviv mit den Städten Petah Tikwa und Holon im Osten verbinden und dabei unter anderem über Bnei Brak führen. Die Kosten für die drei Linien werden laut Berichten auf insgesamt rund 37 Milliarden Euro geschätzt. Der zuständige Planungsausschuss hatte das Projekt am Montag genehmigt. Eine abschließende Genehmigung der Regierung steht noch aus.

Für Streit sorgt demnach die Frage, ob Tunnelbauarbeiten an Ruhe- und Feiertagen zwingend fortgeführt werden müssen. Laut dem Unternehmen könnte ein Anhalten der Tunnelbohrmaschinen zu Einstürzen führen. Strengreligiöse Rabbiner bezweifelten die Gefahr. kna

Tel Aviv

Sirenen und Schlagzeilen

Unsere Israel-Korrespondentin Sabine Brandes über das Arbeiten im Ausnahmezustand

von Sabine Brandes  07.05.2026

Redaktion

Die Menschen hinter der Jüdischen Allgemeinen

Wer textet und redigiert, gestaltet, illustriert und organisiert heute die Jüdische Allgemeine? 19 Menschen, neun Ressorts – wir stellen uns vor

 07.05.2026

Essay

Brandbeschleuniger Hass auf Israel: Der Gesetzgeber darf nicht länger wegschauen

Wer auf unseren Straßen »Tod Israel« ruft, kann bislang in der Regel ohne strafrechtliche Konsequenzen bleiben. Das zermürbt die Demokratie

von Volker Beck  07.05.2026

Luftfahrt

El Al eröffnet größte koschere Fluglinien-Küche der Welt

El-Al-Chef Levi Halevi sagt, das Projekt sei Teil einer langfristigen Strategie zur Verbesserung des Reiseerlebnisses

 07.05.2026

Jerusalem

Netanjahu: »Vollständige Koordination« mit den USA zu Iran

Israel bereite sich auf unterschiedliche Entwicklungen vor, sagt der israelische Ministerpräsident. »Wir sind auf jedes Szenario vorbereitet.«

 07.05.2026

Jubiläum

Starke Stimme

Vor 80 Jahren erschien die erste Ausgabe der Jüdischen Allgemeinen. Mehr denn je braucht es eine präsente und selbstbewusste jüdische Zeitung in Deutschland

von Philipp Peyman Engel  07.05.2026

Meinung

Liebe Politiker, habt ihr nur warme Worte im Angebot?

Das CDU-Präsidium hat einen Beschluss zum Schutz jüdischen Lebens gefasst. Er ist gut gemeint, aber nicht wirklich überzeugend

von Michael Thaidigsmann  06.05.2026

Nachrichten

Licht, Erfolg, Reise

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  06.05.2026

Wahlkampf

Alte Bekannte, neue Bündnisse

Der Kampf um die Sitze in der nächsten Knesset hat begonnen. Eine drusische Partei sorgt für besonderes Aufsehen – und für überraschende Möglichkeiten

von Sabine Brandes  06.05.2026