Angriffe der Huthis

Siebtgrößte Reederei fährt Israel nicht mehr an

Keine israelische Fracht mehr: Einlauf eines der mit 400 Meter Länge weltweit größten Containerschiffe der Welt Foto: IMAGO/Chris Emil Janßen

Die USA haben eine Militärallianz ins Leben gerufen, um Handelsschiffe vor den Angriffen der Huthi-Rebellen im Roten Meer zu schützen. Die vom Iran finanzierten Huthis hatten immer wieder Frachter beschossen, die auf dem Weg nach Israel waren.

Die taiwanesische Reederei »Evergreen Line« hat deshalb ihre 204 Schiffe umfassende Flotte angewiesen, Israel nicht mehr anzufahren. »Für die Sicherheit von Schiffen und Besatzung hat Evergreen Line beschlossen, die Annahme israelischer Fracht mit sofortiger Wirkung vorübergehend einzustellen«, hieß es am Montag in einer Mitteilung der siebtgrößten Reederei der Welt. Die Containerschiffe der Reederei seien zudem angewiesen worden, die Fahrt durch das Rote Meer bis auf Weiteres auszusetzen. 

An der neuen Sicherheitsinitiative der USA mit dem Namen »Operation Prosperity Guardian« beteiligen sich nach Angaben aus dem Pentatogn mehrere Länder, darunter das Vereinigte Königreich, Bahrain, Kanada, Frankreich, Italien, die Niederlande, Norwegen, die Seychellen und Spanien.

Unterdessen kam es nach Angaben des US-Militärs erneut zu Angriffen der Huthi-Rebellen auf zwei Schiffe im südlichen Roten Meer. Das unter der Flagge der Kaimaninseln fahrende Tankschiff »Swan Atlantic« sei am Montag von einer Drohne und einer Rakete angegriffen worden, die aus einem von den Huthis kontrollierten Gebiet im Jemen abgeschossen worden sei, gab das Regionalkommando des US-Militärs Centcom auf der Plattform X bekannt. Etwa zur gleichen Zeit habe der Frachter »M/V Clara« von einer Explosion im Wasser in seiner Nähe berichtet. Bei keinem der Vorfälle seien Verletzte gemeldet worden.

Die Huthi-Rebellen im Jemen greifen Israel seit Ausbruch des Gaza-Krieges mit Drohnen und Raketen an und attackieren Schiffe im Roten Meer, um sie an einer Durchfahrt in Richtung Israel zu hindern. Sie drohen damit, Schiffe jeglicher Nationalität auf dem Weg nach Israel an der Durchfahrt im Roten Meer zu hindern. Nur Frachtern, die Hilfsgüter für den Gazastreifen lieferten, würde die Durchfahrt gewährt. Mehrere Schiffe wurden seitdem angegriffen, zuletzt auch ein Containerfrachter der deutschen Reederei Hapag-Lloyd. Große Reedereien meiden zunehmend die Route durch das Rote Meer und den Suezkanal.

dpa/ja

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