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Schule, Essen, Salat

Geschlossene Schule in Tzfat Foto: Flash 90

Schule
Der Unterricht zu Hause dauerte lediglich fünf Tage. Dann erreichte die israelische Lehrergewerkschaft in einer Übereinkunft mit dem Finanzministerium, dass die 180.000 Lehrer des Landes in einen bezahlten Urlaub bis zum Ende der Pessachferien gehen. Nicht wenige unterrichten dieser Tage aus Solidarität mit ihren Schülern freiwillig weiter. Viele Eltern kritisierten die Entscheidung scharf und erklärten, sie fühlten sich vom System völlig alleingelassen. Zumal die Website des Bildungsministeriums, die weiterhin Lehrvideos einstellt, wegen Überbeanspruchung oft zusammenbricht. Die Zentrumsunion Blau-Weiß betonte, dass sie mit dieser Herausforderung anders umgegangen wäre und die Lehrer nicht auf Kosten der Kinder in den Urlaub geschickt hätte.

Tests
Die Ben-Gurion-Universität hat einen Aufruf gestartet, um das Coronavirus zu stoppen. Mehr als 100 Wissenschaftler und Doktoranden der Universität arbeiten seitdem in mehreren Schichten und testen Blut. Das Virologie-Labor des medizinischen Zentrums Soroka untersucht derzeit 400 Proben am Tag. Der Initiator des Projekts, Avishay Edri aus der Abteilung Mikrobiologie, sagt: »Ich arbeite jeden Tag am Ebola-Virus. Seit dem Ausbruch des Coronavirus folge ich den Entwicklungen ständig. Wenn ich helfen kann, denke ich, dass es meine Pflicht ist, es zu tun.« Der Wissenschaftler Roi Gazit arbeitet ebenfalls als Freiwilliger für das Projekt: »Wenn wir morgens ins Labor gehen, müssen wir zuerst die riesige Menge an Proben testen. Mit diesen vielen freiwilligen Helfern aber schaffen wir es jetzt schnell und effektiv.«

Anruf
Präsident Reuven Rivlin wird nicht müde, in diesen schweren Zeiten anderen sein Mitgefühl auszudrücken. Er rief König Felipe VI. an, nachdem bekannt wurde, dass es in Spanien täglich mehrere Hundert Todesfälle durch Covid-19 gibt. Rivlin sagte, dass sich die Israelis mit den Spaniern identifizieren. Tel Aviv drückte Solidarität mit der Partnerstadt Barcelona aus, und auch Tiberias sandte eine Botschaft des Mitgefühls. Rivlin dankte dem Monarchen auch für seine Hilfe für die Koordination zwischen spanischen Behörden und israelischen Reisenden, die in Spanien gestrandet waren. Anschließend telefonierte Rivlin mit dem armenischen Präsidenten Armen Sarkissjan und besprach eine mögliche Zusammenarbeit bei der Bekämpfung des Virus.

Essen
Die Hilfsorganisation Leket, die Essen an Bedürftige verteilt, ruft die Bevölkerung dazu auf, für ihr Notfallprogramm zu spenden. Das versorgt ältere und behinderte Menschen, die derzeit ihre Wohnungen gar nicht verlassen können. Die Freiwilligen würden die Speisen in strikter Einhaltung der Regeln des Gesundheitsministeriums verteilen, so Leket. An jeden der 2500 Menschen wurde Essen für eine Woche geliefert. Zubereitet hatte es Northern Food Catering, die dafür extra einige Angestellte, die sie zuvor hatten entlassen müssen, zurück in die Küchen bestellten. Lekets Ziel ist es, jede Woche 9000 Bedürftige mit der Wochenration zu beliefern. Spenden kann man im Internet.

Wasser
Es geschah fast unbemerkt: Der See Genezareth, im Hebräischen Kinneret genannt, ist zum ersten Mal seit 17 Jahren fast voll. Die außergewöhnlich starken Winterregen haben es möglich gemacht. Der Wasserspiegel liegt derzeit bei -209,29 Metern. Es fehlen lediglich noch 49 Zentimeter bis zum Erreichen der oberen roten Linie. An diesem Punkt würde der Damm geöffnet werden müssen, um eine Überflutung zu vermeiden. Das letzte Mal, dass der Kinneret dieses Level erreicht hatte, war im Winter 2003/04.

Salat
Klein ist in. Zunehmend tauchen auf israelischen Märkten und in Geschäften die sogenannten Mikrogreens auf. Das israelische Unternehmen »2BFresh« erntet bereits 20 Tage, nachdem der Samen gekeimt ist. Junge Sprossen mit Blättern haben dem Hersteller zufolge mehr Geschmack und Vitamine. Beispielsweise ist in Mikro-Blättern des Brokkolis dreimal so viel Vitamin K1 wie im ausgewachsenen Gemüse. Immer mehr Chefköche fügen die Blättchen frischen Salaten, Sandwiches und Suppen hinzu. 2BFresh exportiert bereits nach West- und Osteuropa, Hongkong, Singapur, in die USA und nach Kanada. Auch der Buckingham-Palast und British Airways gehören zu den Kunden. Die Firma ist eine Tochter des alteingesessenen Unternehmens Teshuva Agricultural Projects (TAP).

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Reaktionen

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