Israel

Schin Bet verhinderte Terroranschlag auf Fußballstadion

Sollte Schauplatz des Angriffs werden: das Teddy-Stadion in Jerusalem Foto: Flash 90

Israels Inlandsgeheimdienst Schin Bet hat einen Terroranschlag auf ein Fußballstadion in Jerusalem verhindert. Drei Palästinenser aus dem Westjordanland im Alter von 24 bis 27 Jahren seien bereits im März festgenommen worden, teilte Schin Bet am Mittwoch nach Aufhebung einer Nachrichtensperre mit.

Es handele sich um eine Zelle der palästinensischen Terrororganisation Hamas. Der Jüngste der Männer verfüge auch über einen israelischen Personalausweis.

sprengstoffanschläge Die Männer hatten sich den Angaben zufolge beim Studium an der Universität Bir Zeit bei Ramallah kennengelernt. Unter anderem hätten sie Sprengstoffanschläge auf das Teddy-Stadion in Jerusalem sowie auf israelische Soldaten geplant.

Das jüngste Mitglied der Zelle habe im Dezember ein Fußballspiel in dem Stadion besucht, »um die Möglichkeiten eines Anschlags zu prüfen«, hieß es in der Mitteilung. Die drei Palästinenser hätten zudem über das Internet Anweisungen zur Herstellung von Sprengsätzen heruntergeladen und Chemikalien sowie Nägel gekauft. Sie seien jedoch festgenommen worden, bevor sie eine Bombe bauen konnten.

Zur Finanzierung ihrer Aktivitäten hätten sie Zehntausende Schekel (knapp vier Schekel entsprechen einem Euro) von einem ranghohen Hamas-Mitglied im Westjordanland erhalten. Ihre Festnahme habe schwere Anschläge auf israelische Zivilisten und Soldaten verhindert, teilte der Schin Bet mit.  dpa/ja

Hintergrund

Kampf um den mächtigen Sessel

Ohana raus, Lapid rein? Die Opposition will den Knessetpräsidenten austauschen. Es geht um weit mehr als einen repräsentativen Posten

von Sabine Brandes  02.11.2026

Regierungsbildung in Israel

Präsident Herzog will erst mit kleinen Parteien sprechen

Präsident Isaac Herzog beginnt am Mittwoch mit den Konsultationen zur Regierungsbildung

 02.11.2026

Wirtschaft

Wahlkater an der Börse

Die Hoffnung auf einen politischen Wandel in Israel ließen Aktien und Schekel zunächst steigen. Doch das Ergebnis schürt die Unsicherheit

von Sabine Brandes  02.11.2026

Wahlen

»Wie schwarz muss eine Seele sein …«

Rechte Demonstranten machen am Sonntagabend bei einem Protest vor dem Wohnhaus des Politikers Gadi Eisenkot den Tod seines Sohn zum Gegenstand der Hetze

von Sabine Brandes  02.11.2026

Westbank

Israels Armee zieht aus Hebron ab

Elf Tage nach Beginn des Anti-Terror-Einsatzes haben sich die israelischen Truppen zurückgezogen

 02.11.2026

Krieg

Tanker im Persischen Golf attackiert

Die Golfregion ist für Tanker und Frachtschiffe weiterhin gefährlich. Erneut wird ein Tanker angegriffen

 02.11.2026

Essay

Der neue Jude

Warum ich Mitleid mit den Deutschen habe, die bis heute nicht begreifen wollen, dass wir keine wehrlosen Opfer mehr sind, sondern starke, selbstbestimmte Menschen, die hart zurückschlagen, wenn man uns angreift

von Zeev Avrahami  02.11.2026

Jerusalem

Lieberman: »Nicht mit Bibi und nicht mit Tibi«

Der Chef von Israel Beiteinu schließt eine Zusammenarbeit mit Netanjahu und den arabischen Parteien aus – und fordert eine rein zionistische Koalition

von Sabine Brandes  02.11.2026 Aktualisiert

Israel

Herzog ruft Israels Politiker zu Kompromissbereitschaft auf

Der Präsident mahnt die Parteichefs zur Flexibilität bei den Koalitionsgesprächen und warnt vor Neuwahlen. Am Mittwoch beginnen die Beratungen in seinem Amtssitz

 01.11.2026