Terror

Raketenangriff der Huthi auf Haifa

Haifa Foto: copyright (c) Flash90 2024

Eine ballistische Rakete, die von den Huthi im Jemen auf Israel abgefeuert wurde, löste am frühen Morgen im Norden des Landes Sirenen aus. Es handelt sich um den ersten Raketenangriff der Huthi, die vom Mullah-Regime im Iran unterstützt werden, auf die Region um Haifa. Mehr als eine Million Menschen begaben sich in Schutzräume.

Nach Angaben der israelischen Streitkräfte (IDF) wurde die Rakete erfolgreich von der Luftabwehr abgefangen. Die Sirenen ertönten demnach als Vorsichtsmaßnahme, da herabfallende Raketenteile eine Gefahr darstellen und in der Vergangenheit bereits zu Verletzungen und sogar zu Todesfällen geführt haben.

Die Sirenen heulten ab 4 Uhr in Haifa und Umgebung sowie in der Region Westgaliläa. Die Explosionen der Abfangjäger waren sowohl in Haifa als auch in der Region Scharon zu hören.

Neues Warnsystem

Der Rettungsdienst Magen David Adom meldete keine direkten Verletzungen durch den Angriff oder durch Trümmerteile, sagte aber, Sanitäter hätten eine Reihe von Menschen behandelten, die verletzt wurden, als sie in den Schutzraum geeilt seien.

Lesen Sie auch

Laut Polizei wird nach herabgefallenen Raketentrümmern gesucht. Die Öffentlichkeit wurde davor gewarnt, sich den Objekten zu nähern, da sie Sprengstoff enthalten könnten.

Ein neues System, das die Zivilbevölkerung drei bis fünf Minuten vor dem Ertönen der Sirenen per Push-Benachrichtigung auf Funktelefonen warnen soll, wurde in diesem Fall eingesetzt. Die IDF gaben über dieses System eine öffentliche Erklärung zur Identifizierung der Rakete ab.

Zentral-Israel bedroht

Schon am Freitagmorgen war es zu einem Raketenangriff der Huthi gekommen. In diesem Fall war Zentral-Israel mitsamt Jerusalem bedroht worden. Auch diese Rakete wurde von den IDF erfolgreich abgefangen und vernichtet.

Seit dem 18. März, als die IDF ihre Offensive gegen die Hamas-Terroristen im Gazastreifen wieder aufnahm, haben die Huthi im Jemen mehr als 20 ballistische Raketen und mehrere Drohnen auf Israel abgeschossen. Nur die Hälfte der Raketen löste im Land Sirenen aus und wurde abgeschossen, die anderen verfehlten ihr Ziel. ja

Krieg

Hisbollah feuert rund 150 Raketen auf Nordisrael

Israel bereitet sich Berichten zufolge auf noch heftigere Angriffe in der Nacht vor

 11.03.2026

Israel

Nachrichten aus Israel: Libanon, Opfer, Kriegsende, Charedim

Meldungen aus Israel

von Sophie Albers Ben Chamo, Sabine Brandes  11.03.2026

Knesset

Umstrittenes Armeegesetz für Ultraorthodoxe auf Eis

Zunächst müsse in Kriegszeiten der Staatshaushalt verabschiedet werden, erklärte der israelische Premier Netanjahu

von Sabine Brandes  11.03.2026

Lanz und Precht

»Irgendwie so bombt man sich das Ganze am Ende zurecht«

In ihrem wöchentlichen Podcast versuchen sich Talkmaster Markus Lanz und Philosoph Richard David Precht an einer Analyse der Hintergründe des Irankriegs – und scheitern gewaltig

von Michael Thaidigsmann  11.03.2026

Tel Aviv

Israel Katz: Krieg nicht zeitlich begrenzt

Hoffnungen auf ein rasches Ende des Iran-Kriegs erteilt der Verteidigungsminister eine Absage. Man werde so lange weiter angreifen, bis alle Ziele erreicht seien

 11.03.2026

Jerusalem

Justizgutachten zu Netanjahus Gnadengesuch fertig

Präsident Herzog muss über den Antrag entscheiden. Ein Termin steht bisher nicht fest

 11.03.2026

Madrid

Spanien beruft seine Botschafterin in Israel ab

Die Sánchez-Regierung zieht Konsequenzen im Streit mit Israel: Die Botschafterin wird abberufen. Wie es dazu kam und welche politischen Konflikte dahinterstehen

 11.03.2026

Nahost

Israel verlegt Truppen von Gaza an Grenze zum Libanon

Nach Raketenangriffen der Hisbollah wird Israels Nordgrenze mit der Golani-Brigade verstärkt. In Beirut wächst die Sorge vor einer größeren Bodenoffensive

 11.03.2026

Interview

»Diese Geschosse sind grausam«

Nahostexperte Eyal Zisser über Irans Einsatz von Streubomben gegen Zivilisten und deren internationale Ächtung

von Sabine Brandes  11.03.2026