Genf

Rachel Frenkel spricht vor UN-Menschenrechtsrat

Rachel Frenkel (M.) spricht vor dem UN-Menschenrechtsrat. Foto: Screenshot JA

Hat nicht jedes Kind das Recht, nach der Schule nach Hause zu kommen?», fragt Rachel Frenkel mit vor Aufregung zitternder Stimme. Sie spricht schnell, denn die Mutter des vor fast zwei Wochen entführten Teenagers Naftali hat nur wenig Zeit für ihre Rede.

Gemeinsam mit Bat-Galim Shaar und Iris Yifrach, den Müttern der anderen beiden Entführten, ist Frenkel nach Genf gereist, um vor dem UN-Menschenrechtsrat für die Freilassung der drei Jungen zu bitten.

Albtraum Es sei der Albtraum jeder Mutter, auf das Kind zu warten und es kommt nicht nach Hause, sagte Frenkel und beschrieb die letzte Kurzmitteilung, die sie von ihrem Sohn erhalten habe. Er befände sich auf dem Rückweg,schrieb er. Seit dem 12. Juni habe sie nichts mehr von ihm gehört, sagte sie.

Frenkel bedankte sich bei den Vereinten Nationen, die die Entführung verurteilt haben, und beim Internationalen Roten Kreuz, das sich für die Freilassung einsetze. Aber sie sagte auch: «Es könnte und sollte mehr getan werden», um die Jungen nach Hause zu bringen. «Es ist falsch, sie als Instrumente in jedwedem Kampf einzusetzen.»

Ronald S. Lauder, der Präsident des Jüdischen Weltkongresses, sagte am Montag: «Die Welt sollte den Worten der Mutter genau zuhören und alles dafür tun, dass Naftali Frenkel, Eyal Yifrach und Gilad Shaar sicher nach Hause kommen.» Jedes zivilisierte Land müsse die verurteilen, die solche Taten durchführen, dafür werben und sie verherrlichen. Leider gebe es zu viele, besonders in der UN, die diese Taten stillschweigend duldeten oder sie sogar billigten.

hamas Eyal Yifrach, Gilad Shaar und Naftali Frenkel waren am 12. Juni in der Gegend um Hebron entführt worden – mutmaßlich von der Hamas.

Offenbar hatten die Jungen es noch nach ihrer Verschleppung geschafft, den Notruf der Polizei anzurufen. Einer von ihnen schrie ins Telefon: «Wir sind entführt worden». Doch der Anruf wurde zunächst für einen Scherz gehalten. Erst als einer der Väter gegen drei Uhr nachts seinen Sohn als vermisst meldete, erkannten die Sicherheitskräfte den Ernst der Lage. ja

Die Rede Rachel Frenkels vor dem UN-Menschenrechtsrat:
www.youtube.com/watch?v=yjDJDacEj9U&feature=youtu.be

Meinung

Berlin bekommt, was es verdient!

Ein Kommentar von Chefredakteur Philipp Peyman Engel zum Erdrutschsieg der Linkspartei in der Hauptstadt

von Philipp Peyman Engel  20.09.2026

Jerusalem

Ein toter Israeli bei Terroranschlag im Westjordanland

Kurz vor Beginn von Jom Kippur kommt es zu zwei Terroranschlägen im von Israel besetzten Westjordanland. Ein israelischer Zivilist und einer der angreifenden Palästinenser werden getötet

 20.09.2026

Jerusalem

Präsident Herzog begnadigt verurteilten Ex-Soldaten Elor Asaria

Israels Präsident lässt einen Strafregistereintrag des ehemaligen Soldaten löschen, der 2016 einen am Boden liegenden, palästinensischen Attentäter tötete. Die israelische Armee war laut Berichten dagegen

 20.09.2026

Kommentar

Wo ist mein Berlin, in dem es keinen Hass auf Juden mehr geben sollte?

Unsere Gastautorin Dorothea Schupelius warnt vor der unheiligen Allianz der Linkspartei mit radikalen Muslimen - und vermisst das Berlin, in dem sie aufgewachsen ist

von Dorothea Schupelius  20.09.2026

Es braucht eine Brandmauer gegen die Linkspartei

Wenn Rassismus von rechts für Regierungsverantwortung disqualifiziert – warum sollte Antisemitismus von links weniger schwer wiegen?

von Nelly Eliasberg  20.09.2026 Aktualisiert

Berlin

Berliner Linke nennen Hamas-Massaker »Widerstand«

In einer Sitzung wurde die Forderung nach einer »vollen politischen und materiellen Unterstützung des palästinensischen Widerstands in all seinen Formen« erhoben. Und dies ist nur die Spitze des Eisbergs

 19.09.2026 Aktualisiert

Ranking

Das sind die 50 einflussreichsten Juden weltweit

von Michael Thaidigsmann  19.09.2026

Jerusalem

NGO Monitor: Umbenennungen sollen Sanktionen gegen Terror-Verbindungen umgehen

Betroffen sind vor allem Organisationen, denen Verbindungen zur Hamas oder zur PFLP vorgeworfen werden. Was bedeutet dies für die Wirksamkeit von Sanktionssystemen?

 18.09.2026

Social Media

Nach weltweiten viralen Song: Hasswelle gegen israelische Band Temper City

Der Song der israelischen Band wird zum Welthit – bis die Herkunft der Musiker bekannt wird. Dann beginnt im Netz der Boykott

von Sabine Brandes  18.09.2026