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Plakate, Spende, Schekel

Am 23. März wird wieder gewählt. Foto: Flash 90

Plakate
Langsam tauchen sie überall auf: die Plakate der Parteien für die nächsten Parlamentswahlen. Am 23. März gehen die Israelis wieder einmal an die Urnen – zum vierten Mal innerhalb von zwei Jahren – und wählen eine neue Knesset. Die amtierende Regierung, bestehend aus dem rechtskonservativen Likud, der Zentrumspartei Blau-Weiß sowie den ultraorthodoxen Parteien Schas und Vereinigtes Tora-Judentum, war sich seit Beginn der Koalition häufiger uneinig denn einig gewesen. In jüngsten Umfragen liegt der Likud von Premier Benjamin Netanjahu nach wie vor an erster Stelle. Gefolgt wird er von der Mittepartei Jesch Atid des einstigen Journalisten Yair Lapid.

Spende
Ein junger Soldat, der am vergangenen Freitag ums Leben kam, hat anderen das Leben gerettet. Yonatan Granot wurde bei einem Unfall von einer Kugel aus einer Armeewaffe getötet. Granot war Organspender. Fünf Patienten erhielten die lebensrettenden Organe, darunter ein Covid-19-Kranker, dem die Lungen transplantiert wurden. Es war die erste Operation dieser Art in Israel. Der Soldat wurde vor einer Woche in einem verlassenen Abschnitt der Kaserne von Kameraden mit einer Kopfverletzung bewusstlos aufgefunden. Eine vorläufige Untersuchung zeigte, dass in dieser Gegend Schießübungen einer Militäreinheit durchgeführt wurden. Erst im Krankenhaus stellte sich heraus, dass es sich bei der Verletzung um eine Schusswunde handelte. Jetzt sollen die Sicherheitsvorkehrungen innerhalb der Armee untersucht werden. Granot hinterlässt seine Mutter und einen älteren Bruder.

Visite
Verteidigungsminister Benny Gantz (Blau-Weiß) ist offenbar kürzlich bei einem geheimen Treffen mit König Abdullah von Jordanien zusammengekommen. Das berichtete die Tageszeitung »Yedioth Ahronoth«. Außerdem soll sich Gantz auch mit seinem jordanischen Amtskollegen Ayman Safadi getroffen haben. Bei allen Gesprächen sei es um die Sicherheitslage in der Region im Allgemeinen und die Spannungen mit dem Iran im Besonderen gegangen. In einer Videokonferenz mit Mitgliedern seiner Partei deutete Gantz später an, dass er bereits seit längerer Zeit mit jordanischen Offiziellen in Kontakt stehe. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu indes sei eine unerwünschte Person im benachbarten Königreich, ließ der Verteidigungsminister durchblicken.

Verkauf
Die israelische Stammbaum-Website »MyHeritage« ist verkauft worden. Auf der Seite können die Nutzer auf verschiedene Weise ihre Familiengeschichte erforschen. Der Käufer ist die amerikanische Investmentfirma »Francisco Partners«. Weder diese noch MyHeritage gaben den Kaufpreis bekannt. Branchenkenner gehen von 600 Millionen US-Dollar aus – oder sogar mehr. »Als ich die Firma in meinem Haus vor 18 Jahren gründete, hatte ich eine klare Vision«, so Geschäftsführer und Gründer Gilad Japhet. »Was mich damals motiviert hat, motiviert mich noch immer.« Er werde MyHeritage während des »Exits« weiter begleiten – und sich dann auf das nächste Projekt vorbereiten, sagte Japhet. »Ich will noch immer die Welt verbessern.«

Gas
Der israelische und der ägyptische Energieminister haben sich darauf geeinigt, eine Pipeline zu bauen, die zwei Erdgasfelder miteinander verbindet – das israelische Leviathan- und das ägyptische LNG-Feld. Der israelische Ressortchef Yuval Steinitz hatte dafür seinen Amtskollegen aus Kairo, Tarek El Molla, nach Jerusalem eingeladen. Es war der erste Besuch eines ägyptischen Ministers seit mehr als fünf Jahren. Premier Benjamin Netanjahu sagte zu diesem Anlass, dass sowohl Israel als auch das Nachbarland »Energiezentren« geworden seien. An El Molla gewandt, sagte er: »Im Sinne der Freundschaft, der Zusammenarbeit und des Friedens heißen wir Sie in Israel herzlich willkommen.«

Schekel
Eigentlich war er auf einem Höhenflug. Doch jetzt fällt die israelische Währung im Vergleich zum US-Dollar ab. Derzeit ist der Schekel auf dem schwächsten Stand seit drei Monaten angekommen. Am 14. Januar hatte die Bank of Israel erklärt, dass sie 30 Milliarden an ausländischer Währung im Jahr 2021 erstehen wolle. Seitdem ist der Schekel um 5,8 Prozent gegen den Dollar gefallen. Derzeit liegt der Kurs bei 3,31 US-Dollar.

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